Frauenfeld in Abstiegsrunde

EISHOCKEY. Nach der 2:3-Niederlage gegen Herisau und dem 5:4-Sieg Ceresios über Uzwil ist die Entscheidung gefallen: Der EHC Frauenfeld beendet die Saison in den Playouts.

Remo Fuchs
Drucken
Teilen
Beinharter Kampf vor dem Frauenfelder Tor. Goalie Anthony Schläpfer wehrt den Angriff von Herisaus Claudio Engler (r.) ab. (Bild: Mario Gaccioli)

Beinharter Kampf vor dem Frauenfelder Tor. Goalie Anthony Schläpfer wehrt den Angriff von Herisaus Claudio Engler (r.) ab. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Ausgangslage vor der 1.-Liga-Partie Frauenfeld gegen Herisau war klar. Die Thurgauer mussten das Ostschweizer Derby unbedingt gewinnen, und Uzwil durfte die Partie gegen Ceresio keinesfalls verlieren, sollten die Thurgauer das Playoff-Ticket doch noch lösen. Eine Niederlage bedeutete zugleich die Abstiegsspiele. Das kapitale Spiel war erst eine Sekunde alt, und schon musste der Herisauer Butty in die Kühlbox.

Frauenfeld nahm das Powerplay-Geschenk dankend an, doch zu mehr als Gäste-Keeper Hermann einzuschiessen reichte es nicht. Just als die Überzahl vorbei war, schaltete das Heimteam einen Gang höher. In der 3. Minute brachte Captain Dino Schlumpf den EHCF in Führung. Mit Hängen und Würgen verteidigte das Gästeteam in den folgenden 5 Minuten den eigenen Kasten. Der gefühlte dritte Herisauer Angriff hatte es in sich. Rohner schloss die Überzahlsituation erfolgreich zum 1:1 ab.

Frauenfeld weiter am Drücker

Der Ausgleich änderte nichts am Spielgeschehen. Die Platzherren waren weiterhin das bessere Team. Dies veranlasste Herisau-Coach Nater in der 11. Minute, das Time-out zu nehmen. Die Verschnaufpause nützte den Appenzellern wenig, denn in der gleichen Minute erhöhte Frauenfelds Merlin Tröndle das Skore zum 2:1.

Im zweiten Drittel wendete sich das Blatt. Die Herisauer stürmten auf Teufel komm raus auf das Frauenfelder Tor. Bereits nach 53 Sekunden nach Wiederanpfiff nützte Mundwiler eine unübersichtliche Situation vor dem Frauenfelder Tor aus und stocherte den Puck zum 2:2 ins Gehäuse. Das Angriffsfurioso der Appenzeller wurde mit dem Ausgleich erst so richtig lanciert. Die erstmalige Führung Herisaus durch Vlk war darum keinesfalls unverdient. Optimismus machte sich in der 28.

Minute breit, als das Team um Coach Ralph Ott während eineinhalb Minuten in doppelter Überzahl agieren konnte. Den Puck brachte es aber weder im Powerplay noch in der restlichen Zeit des zweiten Drittels, trotz riesigen Chancen, am bärenstarken Herisauer Torhüter vorbei.

Spannung blieb aus

Die unterhaltsame Partie flachte im letzten Drittel ab.

Frauenfelds Angriffe wirkten zu pomadig, und Herisau tat nur noch das Nötigste für das Spiel und konzentrierte sich auf die Resultatverwaltung. Tore fielen keine mehr, und somit war die 2:3-Niederlage Frauenfelds die logische Konsequenz. Da Ceresio die Partie gegen Uzwil mit 5:4 gewann, wären die Thurgauer auch trotz einem Sieg, nicht für die Playoffs qualifiziert gewesen. Die Saison geht für den EHC Frauenfeld damit in den Playouts weiter.

Aktuelle Nachrichten