Frauenfeld erkämpft sich zwei Punkte

Mit viel Kampfgeist und Leidenschaft bodigte Frauenfeld im 1.-Liga-Kantonsderby Romanshorn. Die Frauenfelder setzten sich daheim in einer spannenden Schlussphase mit 26:25 durch.

Nathanael Hug
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Die Frauenfelder (Rot) zeigten vor allem in der Schlussphase viel Einsatz und siegten vor heimischem Publikum gegen Romanshorn. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Frauenfelder (Rot) zeigten vor allem in der Schlussphase viel Einsatz und siegten vor heimischem Publikum gegen Romanshorn. (Bild: Mario Gaccioli)

HANDBALL. Die Gäste hatten grosse Mühe mit der sehr stabilen 6:0-Deckung der Frauenfelder. Auch ihr Rückraum-Shooter Roganovic kam nicht auf Touren. Im Gegenzug traf das Heimteam über die druckvolle zweite Welle ein ums andere Mal. Frauenfeld konnte bis zur 15. Minute auf 10:5 davonziehen.

Dieses Tempo aufrechterhalten zu können, würde für die Hausherren schwierig werden, denn obschon sie sich eine Fünf-Tore-Führung erarbeitet hatten, war ihr Angriffsspiel doch eher schleppend.

Die Offensivaktionen waren häufig sehr nahe am Zeitspiel, und oft fehlte der letzte direkte Zug zum Tor. Ab der 15. Minute häuften sich die technischen Fehler beim Heimteam. Zu viel wurde das Kreisanspiel gesucht oder aus ungünstiger Position abgeschlossen. Die Gäste aus der Seestadt konterten die Fehler mit Tempo-Gegenstössen und kamen bis zur Pause auf Einstand heran. So wurden die Seiten mit 15:15 gewechselt. Die 5-Tore-Führung, welche die Hausherren im Verlauf des ersten Umgangs verspielten, gaben Romanshorn Aufschwung.

Um die zwei Punkte in der Hauptstadt zu behalten, musste der SCF zwingend die Ballverluste im Angriff minimieren. Der Start in die zweite Hälfte misslang dem Heimteam jedoch gänzlich. Innert weniger Minuten vertändelten sie mehrere Male den Ball im Angriff, und Romanshorn kam zu einfachen Toren über den Gegenstoss. Die Frauenfelder hatten in dieser Phase des Spiels eindeutig das Nachsehen und gerieten mit vier Toren in Rückstand.

Doch trotz allem fanden die Hauptstädter zurück zu ihrem Spiel. Die Angriffe wurden wieder besser ausgespielt und die Ballverluste minimiert. In einer sehr spannenden Schlussphase erkämpften sich die Mannen um Trainer Studer das bessere Ende für sich. Mit 26:25 ging Frauenfeld im Kantonsderby gegen Romanshorn als Sieger vom Platz.