Fortitudos siebter Streich

Gossau hat in dieser Saison mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Dank eines 31:19-Heimerfolgs gegen den direkten Rivalen Stäfa spielt Fortitudo auch in der kommenden Saison in der NLA.

Daniel Good
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HANDBALL. Fortitudo Gossau ist aus dem Schneider. Einen Spieltag vor dem Ende der NLA-Abstiegsrunde haben sich die St. Galler dank eines 31:19-Heimsiegs gegen Stäfa den Ligaerhalt gesichert. Der Erfolg fiel verdient aus. Gossau war den Zürchern, die in der Tabelle vor dem gestrigen Spiel nur zwei Punkte hinter Fortitudo lagen, in allen Belangen überlegen. Fortitudo war bereit für die äusserst wichtige Partie und erspielte sich nach einem Startfurioso einen 6:1-Vorsprung. Auch elf Minuten ohne Torerfolg in der ersten Halbzeit überstanden die Ostschweizer unbehelligt. Stäfa verkürzte das Skore zwar auf 7:10, fortan fand Gossau aber den Rhythmus wieder. Mit seinem 100. Saisontreffer erzielte Captain Gabriel Würth in der 29. Minute das 13:8. Nach der Pause erhöhte Gossau das Skore bis zur 41. Minute auf 21:12. Stäfa gab sich auf und fiel in der Tabelle auf den letzten Platz zurück.

Ham als taugliche Alternative

Mit einer Niederlage gegen Stäfa hätte Gossau nochmals arg in die Bredouille geraten können. «Mit viel Kampf und Krampf haben wir uns aber durchgesetzt. Trotzdem blieb es immer fair. Hochstehender Handball war nicht zu sehen. Aber das kann man auch nicht erwarten in einem Spiel mit einer derart brisanten Ausgangslage», sagte Christoph Piske, der beste Torschütze Fortitudos in dieser Saison. Gestern zog der deutsche Linkshänder allerdings einen schwachen Abend ein und war nur einmal erfolgreich. Bester Skorer Gossaus war einmal mehr der Kroate Bruno Kozina mit acht Treffern. Würth kam auf sieben Tore.

Als sehr guter Ersatz für Piske erwies sich im Rückraum Niels Ham, der eines seiner besten Spiele in der dieser Saison zeigte und fünf Tore erzielte. Die Basis zum deutlichen Erfolg legte Gossau aber in der Defensive. Mit Aggressivität kauften die Ostschweizer den Stäfnern den Schneid ab und kamen zu vielen Gegenstössen, die sie auch erfolgreich abschlossen.

Im Herbst keine Heimspiele

Schon zum siebtenmal in Folge schafften es die im Vorfeld der Saison immer als krasser Aussenseiter eingeschätzten Gossauer, sich in der höchsten Liga zu halten. Diese Spielzeit war für Fortitudo besonders schwierig, weil der Ostschweizer Club wegen Renovationsarbeiten im Herbst kein einziges Heimspiel in Gossau austragen konnte. Zu Beginn der Abstiegsrunde machte es sogar den Anschein, als ob Gossau absteigen könnte. Aber Fortitudo gab nie auf und wartete mit einer Siegesserie auf, die nun mit dem Ligaerhalt gekrönt wurde.

«Ohne Kampf geht es für Gossau nicht. Wir sind keine Profis. Deshalb muss bei uns der Teamgeist ausserordentlich gut sein», sagt Captain Würth. Niedergeschlagen war Stäfas Interimstrainer René Barth: «Keiner unserer Leistungsträger erreichte sein gewohntes Rendement», sagt der frühere Internationale. Gossau beendet die Saison am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Bern Muri.

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