Fortitudos Grundgerüst steht bereits

Der NLA-Club Fortitudo Gossau präsentiert frühzeitig drei Neuverpflichtungen. Andreas Wild von St. Otmar, Jonas Mächler von Stäfa sowie Pfadi-Winterthur-Goalie Simon Kindle wechseln zu den Gossauern. Offen ist bei Fortitudo die Situation im linken Rückraum.

Christof Krapf
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Jan Keller Sportchef Fortitudo Gossau (Bild: Urs Bucher)

Jan Keller Sportchef Fortitudo Gossau (Bild: Urs Bucher)

HANDBALL. Es gibt einfachere Aufgaben, als das Kader von Fortitudo Gossau zusammenzustellen. Der NLA-Club hat mit 330 000 Franken pro Saison das kleinste Budget der NLA und der Verbleib in der obersten Liga ist noch nicht gesichert. Vor der Abstiegsrunde, welche am 7. Februar beginnt, beträgt Fortitudos Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz drei, jener auf den Barrageplatz zwei Punkte.

Trotz der schwierigen Umstände präsentierte Gossaus zukünftiger sportlicher Leiter, Jan Keller, zuletzt drei Neuverpflichtungen. Von St. Otmar stösst Flügel Andreas Wild zu den Gossauern; Kreisläufer Jonas Mächler wechselt aus Stäfa zu Fortitudo und Pfadi Winterthur leiht den St. Gallern Goalie Simon Kindle aus. Zudem verlängerte Gossau den Vertrag mit Regisseur Valon Dedaj. Die Mannschaft verlassen wird Fabian Christ – der Kreisläufer beendet seine Karriere.

Verträge auch in der NLB gültig

Das Grundgerüst des Teams für nächste Saison steht – ob Gossau den Ligaerhalt schafft oder nicht. «Wir schliessen keine Verträge ab, die nur für die NLA gelten», sagt Keller. Offen ist bei Fortitudo die Situation im linken Rückraum. Die Verträge von Philipp Näf, Fabian Neff und Remo Monn laufen aus. Näf wird in Kürze sein Studium beenden und ins Berufsleben einsteigen, ob dies in der Ostschweiz sein wird, ist nicht geklärt. Monn fehlt aktuell verletzt und Neff steht vor beruflichen Veränderungen. «Ich würde mit dem Trio gerne verlängern. Die Situation sollte sich in den nächsten Wochen klären», so Keller. Je nach Ausgang der Verhandlungen würde Gossau auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Kompromisse bei Regisseuren

Angesichts der knappen Finanzen musste Keller bei den Transfers Kompromisse eingehen. Einen zweiten Regisseur hinter Dedaj kann sich Fortitudo nicht leisten. Diese Rolle sollen Gabriel Würth oder Wild übernehmen. «Mit Spielern, die auf mehr als einer Position eingesetzt werden können, sparen wir Geld», so Keller. Für den 32-Jährigen ist Gossau die erste Station als Sportchef, offiziell übernimmt er sein Amt auf die kommende Saison. Dennoch ist er schon jetzt in die Kaderplanung involviert. Im Dezember 2013 war er als Coach von St. Otmar zurückgetreten. Grund dafür, dass Keller die Aufgabe in Gossau übernommen hat, ist Trainer Rolf Erdin. «Wir haben bei St. Otmar zusammengespielt und sind befreundet», sagt Keller. Erdin fragte ihn schon kurz nach seinem Abgang bei den St. Gallern an, ob er sich bei Fortitudo engagieren möchte. «Ich brauchte jedoch zuerst etwas Abstand», so Keller.