Fortitudo Gossaus Handballer lassen gegen die Espoirs von Yellow/Pfadi die Muskeln spielen

In der NLB gewinnen die Gossauer deutlich mit 33:19. Eine grosse sportliche Herausforderung war dies allerdings nicht, weit mehr eine Anforderung an ihre Konzentrationsfähigkeit über 60 Spielminuten.

Fritz Bischoff
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Der Gossauer Arie Thür (links) erzielt fünf Treffer aus sechs Würfen.

Der Gossauer Arie Thür (links) erzielt fünf Treffer aus sechs Würfen.

Benjamin Manser

Nach dem 29:26-Auftaktsieg gegen Solothurn haben die Handballer von Fortitudo Gossau mit dem ungefährdeten 33:19 gegen die Yellow/Pfadi Espoirs auch ihr zweites Saisonspiel in der NLB siegreich gestaltet. Der Nachwuchs aus Winterthur war den Gastgebern körperlich derart stark unterlegen, dass er nie nur den Hauch einer Chance hatte, um die Gossauer in Schwierigkeiten zu bringen.

Noch drei Tage zuvor hatten die Zürcher im Cup den SV Fides aus der 1.Liga in überzeugender Manier mit 29:19 aus dem Cup gekippt, weil sie mit ihrer dynamischen und druckvollen Spielweise den St.Gallern deutlich überlegen waren. Doch diese Spielanlage war gegen die kompakte, agile und athletisch starke Defensive von Fortitudo chancenlos. Dazu kam in der ersten Halbzeit noch ein stark agierender Torhüter Gabor Busa mit acht erfolgreichen Interventionen bei 50-prozentiger Abwehrquote und zwei erzielten Treffern. So war die Partie zur Pause beim 19:8 entschieden.

Breit verteilte Einsatzzeiten

«Das Ziel war es, die zweite Halbzeit resultatmässig zu dominieren und die Konzentration hochzuhalten», sagte Trainer Oliver Roth. «Vom Ergebnis her haben wir erfüllt, von der Konzentration her beinahe.» Damit sprach er an, dass nach der Pause die Deckung und auch der Torhüter Beco Perazic nicht mehr immer kompakt wirkten und im Angriff die Chancenauswertung nachgelassen, wogegen sich die Fehlerzahl erhöht hatte.

In der ersten Halbzeit hatte Gossau vier Fehler zu verzeichnen, in der zweiten waren es dann deren elf. Doch da der Gegner insgesamt 20 Fehler anhäufte, war das phasenweise Nachlassen des Heimteams nicht entscheidend. Weit wichtiger war festzustellen, dass sämtliche auf dem Machtblatt aufgeführten Akteure ihre Einsatzzeiten erhielten und so eine breit abgestützte Leistung möglich wurde.

Osterwalder auffällig

Besonders positiv fiel dabei der erst 18-jährige Lukas Osterwalder auf. Der Linkshänder zeigte sehr viel entscheidungsorientiertes Spielverständnis und hatte für seine sechs Tore keinen einzigen Fehlversuch zu verzeichnen. Nachlässigkeiten gab es bei ihm keine. Dies etwa im Gegensatz zu Benjamin Zehnder, der bei Abschlüssen ab und zu etwas gar überheblich agierte. Auch Davin Ammann fand kaum in seinen gewünschten Wirkungskreis und produzierte verunsichert fünf Fehler. Der neue Gossauer Captain Jonas Mächler nahm seine Mitspieler jedoch bedingt in Schutz. «Es ist nicht einfach gegen einen derart unterlegenen Gegner zu spielen. Trotz solider Leistung besteht kein Grund zur Euphorie.»

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