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Fortitudo bringt Thun ins Stolpern

Im ersten Playoff-Spiel der Clubgeschichte setzen die Handballer aus Gossau dem haushohen Favoriten Wacker Thun arg zu. Die Berner Oberländer stürzen aber nicht und gewinnen das Heimspiel 27:21.
Daniel Good, Thun
Der Gossauer Flügel Cornel Bucher (links) im Kampf mit dem Thuner Luca Linder. (Bild: Raphael Moser)

Der Gossauer Flügel Cornel Bucher (links) im Kampf mit dem Thuner Luca Linder. (Bild: Raphael Moser)

Daniel Good, Thun

In der ersten Hälfte der Partie spielte Gossau wie aus einem Guss. Die Zuschauer in der Thuner Lachenhalle trauten ihren Augen nicht. Ihre Mannschaft, die am Sonntag den Serienmeister Kadetten Schaffhausen deklassiert hatte, war kaum auf Augenhöhe mit dem Aussenseitern aus der Ostschweiz. Fortitudo führte vor knapp 1000 Zuschauern 5:3 und zur Pause 12:11. Das ist ungewohnt in Thun, denn die Berner Oberländer sind äusserst heimstark. Gossau war in den ersten 30 Spielminuten aber in der Lage, das hohe Tempo der Thuner mitzugehen. In der Defen­sive standen die Ostschweizer kompakt. Goalie Bringolf wartete erneut mit einer tadellosen Leistung auf. Und im Angriff verblüffte Fortitudo mit überraschenden Kombinationen, die auch die im Normalfall äusserst stabile Defensive der Berner ins Wanken brachte.

Pech für Gossau war, das mit Niels Ham der stärkste Linkshänder schon in der zwölften Minute des Spiels etwas abbekam. Fortitudo steckte aber auch dieses Handicap weg, genau so wie einen 5:7-Rückstand in der 15. Minute. Dass die Schiedsrichter nicht mit den gleichen Ellen massen, brachte Gossau in der ersten Spielhälfte ebenfalls nicht aus dem Konzept.

Die Stärksten sind gefordert

Aber die Machtdemonstration hatte in den Reihen Fortitudos Kraft gekostet. Bei Gossau standen die stärksten Spieler fast immer auf dem Feld, Wacker hingegen konnte häufig wechseln, ohne an Schlagkraft zu verlieren. Nach dem Seitenwechsel zeigte Thun den Gossauern, wer der Titelkandidat Nummer eins in der NLA ist. Bis zur 43. Minute erspielten sich die Berner einen 20:14-Führung. Gossau gelang nach der Pause in zehn Minuten bloss ein Tor. «Wacker konnte zweimal durchwechseln, wir nicht», sagte Lucius Graf, der ­Ligatopskorer, nach dem Spiel. «Gegen einen solch starken Gegner fällt das sehr ins Gewicht.» Graf war mit acht Treffern der erfolgreichste Torschütze im ersten Playoff-Viertelfinal der Saison. «Es hätten aber auch zehn sein können», so der Winterthurer.

Die Chancen auf einen Heimsieg

Graf, der mittlerweile mit 177 Saisontoren zu Buche steht, spielte auch schon mit Pfadi Winterthur im Playoff. Aber als Ergänzungsspieler. Im Team der Gossauer ist er ein Leader. Seine vielen Tore seien gut und recht, aber der Erfolg der Mannschaft sei viel wichtiger. Denn immer noch ist es das Playoff-Ziel Fortitudos, ein zweites Heimspiel gegen Wacker zu bestreiten. Dafür ist in den ersten drei Partien gegen Thun ein Sieg notwendig. Aber besten im zweiten Spiel der Serie am Mittwoch kommender Woche daheim in Gossau. «Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Wenn wir im Heimspiel mit der gleichen Einstellung antreten, können wir die Überraschung schaffen.»

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