Vor dem Handballderby gegen Kreuzlingen: Fortitudo ist auf Trainersuche

Die Gossauer NLB-Handballer empfangen am Samstag Kreuzlingen zum Ostschweizer Derby. Die Fürstenländer lassen sich bei der Nachfolge des zurückgetretenen Oliver Roth Zeit.

Fritz Bischoff
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Der Gossauer Benjamin Zehnder (in weiss) im Spiel gegen die Yellow/Pfadi Espoirs.

Der Gossauer Benjamin Zehnder (in weiss) im Spiel gegen die Yellow/Pfadi Espoirs.

Benjamin Manser

Es ist das Spitzenspiel der vierten NLB-Runde. Der Vergleich zweier Teams im Gleichschritt, jedoch mit einem grossen Unterschied: Bei den Thurgauern ist die Position des Trainers mit dem ehemaligen Brühl-Meistertrainer Werner Bösch unbestritten besetzt, wogegen der Posten des Cheftrainers bei Gossau seit Mitte vergangener Woche verwaist ist.

Überraschend war Oliver Roth von seiner Funktion zurückgetreten. Seither sind die Gossauer auf Trainersuche. Dafür lassen sie sich offensichtlich Zeit. «Wir wollen keinen Schnellschuss, sondern fundierte Abklärungen», sagt Sportchef Sandro Wirz. Präsident Franz Würth ergänzt: «Einerseits sind Gespräche mit möglichen Kandidaten am Laufen, anderseits wird sich unser Vorstand über den weiteren Weg beraten.» Namen lassen sich die Verantwortlichen nicht entlocken. In der Gerüchteküche werden derweil die Namen der beiden Ex-Gossau-Trainer Predrag Borkovic und Rolf Erdin oder jener des Gossauer Vorstandsmitglieds Raphael Kramer herumgeboten.

Rene Ullmer amtet interimistisch

Gerüchtefrei und fix ist, dass das Spiel vom Samstag der Gossauer gegen die Kreuzlinger in der Verantwortung des bisherigen Assistenztrainers Rene Ullmer liegt. Er hat das Team am vergangenen Samstag beim knappen 23:22-Auswärtssieg gegen die Espoirs der Kadetten Schaffhausen und bei der knappen 20:21-Cup-Niederlage am Mittwoch in Stäfa betreut. Der 37-jährige Vorarlberger, der seine dritte Saison bei Fortitudo arbeitet, war in den vergangenen Tagen auch für die Trainings verantwortlich. Das Ziel gegen Kreuzlingen ist es, dass die beiden Mannschaften nicht weiterhin im Gleichschritt die Saison bestreiten, sondern dass Gossau die Besserstellung innehat. Aktuell sind die beiden Gegner mit drei Siegen aus den ersten beiden Runden die einzigen verlustpunktfreien Teams der NLB. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass beide unter der Woche aus dem Cup ausgeschieden sind – beide völlig unnötig, wie die Verantwortlichen der Meinung sind. So sagt etwa Werner Bösch:

«Unsere Fehlerzahl bei der 26:28-Niederlage gegen Steffisburg war zu hoch und unsere Geduld in den Aktionen zu tief. Dies muss besser werden, damit wir gegen Gossau reüssieren können.»

Für den Fürstenländer Sportchef Wirz ist klar, dass die Meisterschaft im Vergleich zum Cup Priorität geniesst. «Trotzdem hätten wir gegen Stäfa nicht verlieren dürfen. Wir waren das bessere Team. Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen. So werden wir in der Meisterschaft unbesiegt bleiben.»