Forrer peilt auf dem Ricken den neunten Sieg an

SCHWINGEN. Der Ricken-Schwinget ist zwar kein Kranzfest. Vielmehr gehört er zu den Regionalfesten – der vierthöchsten Kategorie. Dennoch haben sich sechs Eidgenossen – unter ihnen Schwingerkönig Arnold Forrer und Unspunnensieger Daniel Bösch – angemeldet.

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Arnold Forrer 134facher Kranzgewinner (Bild: Urs Bucher)

Arnold Forrer 134facher Kranzgewinner (Bild: Urs Bucher)

SCHWINGEN. Der Ricken-Schwinget ist zwar kein Kranzfest. Vielmehr gehört er zu den Regionalfesten – der vierthöchsten Kategorie. Dennoch haben sich sechs Eidgenossen – unter ihnen Schwingerkönig Arnold Forrer und Unspunnensieger Daniel Bösch – angemeldet. Auf dem Ricken zählt weniger der Status des Festes, sondern das Prestige.

Besonders steht am Sonntag ab 8.15 Uhr Schwingerkönig Forrer im Fokus. Der 36-Jährige hat das Fest zwischen 1999 und 2011 achtmal für sich entschieden. Gleich viele Siege hat der zweifache Schwingerkönig Karl Meli auf dem Konto, welcher den Ricken-Schwinget Ende der 1960er- und Anfang der 70er-Jahre dominiert hatte. Entscheidet Forrer das Fest heute für sich, ist er alleiniger Rekordsieger.

Forrers Warten auf den Festsieg

Allerdings wartet der Toggenburger seit Anfang Mai des vergangenen Jahres auf einen Festsieg. Damals hatte Forrer am Thurgauer Kantonalen in Basadingen triumphiert. Am Appenzeller Anfang Juli stand er zwar im Schlussgang, verlor diesen jedoch gegen den Ausserrhoder Raphael Zwyssig.

Dennoch kann Forrer in nächster Zeit nicht nur auf dem Ricken Geschichte schreiben: Holt der Schwingerkönig am Schaffhauser Kantonalen in einer Woche sowie am Bergfest auf der Schwägalp je einen Kranz, egalisiert er den Rekord des Freiburgers Hans-Peter Pellet, der in seiner Karriere 136mal Eichenlaub gewonnen hat.

Hauptherausforderer Bösch

Erster Herausforderer von Forrer dürfte auf dem Ricken Unspunnensieger Bösch sein. Der 27jährige Toggenburger hat auf dem Ricken erst 2010 triumphiert. Eine Überraschung ist auch den Thurgauern Stefan Burkhalter oder Samuel Giger zuzutrauen. Aussenseiterchancen hat auch der Flawiler Michael Rhyner, der in diesem Jahr überraschend das Nordostschweizer gewonnen hat. (chk)