Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FORMEL 1: Profiteur Hamilton

Der Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton baut im Grand Prix von Singapur mit seinem 60. Sieg die WM-Führung auf 28 Punkte aus. Der Brite profitiert von einem heftigen Start-Crash.
Mario Casanova (sda)
In Siegerpose: Lewis Hamilton nach seinem 60. Triumph in der Formel 1. (Bild: Lynn Bo Bo/EPA)

In Siegerpose: Lewis Hamilton nach seinem 60. Triumph in der Formel 1. (Bild: Lynn Bo Bo/EPA)

Mario Casanova (SDA)

Trotz Regens zu Beginn des Rennens hatte die Rennleitung entschieden, den Nacht-Grand-Prix in Singapur nicht hinter dem Safety Car zu starten. Und es kam prompt zu einer Kollision: Der Niederländer Max Verstappen, der im Red-Bull-Renault im 14. Saisonrennen zum siebten Mal ausschied, geriet ins Sandwich der beiden Ferraris von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Alle drei konnten das Rennen nicht fortsetzen.

Das sagten die Pechvögel zum Unfall. Vettel: «Alles ist schon blöd gelaufen. Ich sah nur Max und habe ein bisschen rüber gezogen. Dann war ich überrascht, dass auch noch Kimi da war. Natürlich hilft so etwas nicht im Kampf um die WM, aber ein Weltuntergang ist es auch nicht. Die Saison dauert noch sechs Rennen. Vielleicht sieht alles nach dem nächsten Rennen in zwei Wochen in Malaysia wieder anders aus.»

Für Verstappen ist Vettel der Hauptschuldige: «Er hat angefangen mich einzuquetschen. Vielleicht hat er Kimi nicht gesehen, aber das ist keine Ausrede. Man darf nicht so viel Risiko nehmen, wenn man um die WM fährt. Beide haben sich verschätzt.»

Auch Räikkönen sieht sich nicht als Verursacher: «Ich denke, ich habe nichts falsch gemacht. Ich hatte Max schon überholt und wurde dann getroffen.» Das Trio musste nach dem Rennen bei den Rennkommissären antraben. Ohne Folgen. Man könne keinem eine Hauptschuld ankreiden.

Für Vettel war es der erste Ausfall seit Malaysia 2016 und 19 Rennen in den Punkterängen. Erst zum dritten Mal seit 2008 konnte damit in Singapur nicht der Fahrer das Rennen gewinnen, der aus der Pole-Position gestartet war.

Hamilton nutzt die Gunst der Stunde

Der grosse Profiteur war Hamilton, der nach seinem siebten Saisonsieg im WM-Zwischenklassement sechs Rennen vor Schluss nun mit 28 Punkten vor Vettel führt (263:235). In den Trainings hatte nichts auf einen Erfolg der Silberpfeile hingedeutet. «Meine Hoffnungen liegen bei einem guten Start, einer guten Strategie oder eventuellen Safety-Car-Phasen», hatte Hamilton nach dem schwachen Qualifying mit dem fünften Platz erklärt.

Nach dem Rennen sagte der dreifache Weltmeister Hamilton: «Natürlich hatten wir Glück. Der liebe Gott hat mich gesegnet, und ich habe die Situation nutzen können. Es tut mir aber auch leid für Ferrari.»

Hamilton, der in Singapur schon 2009 und 2014 gewonnen hatte, dominierte die Konkurrenz nach Belieben. Einzig nach zwei weiteren Safety-Car-Phasen, die nach Unfällen von Daniil Kwjat im Toro-Rosso-Renault und Marcus Ericsson mit dem Sauber-Ferrari ausgelöst worden waren, konnte die Konkurrenz aufschliessen, aber auf dem Stadtkurs den Führenden nie richtig gefährden.

Daniel Ricciardo klassierte sich bei diesem von 61 auf 58 Runden verkürzten Rennen, wobei die Zweistundengrenze überschritten worden war, am Ende mit dem Red-Bull-Renault 4,507 Sekunden hinter Hamilton auf Platz zwei. Für den Australier war es der siebte Podestplatz 2017, der vierte in Serie in Singapur und der 25. der Karriere. Schon acht Sekunden verlor gestern Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas. Der Finne verkürzte mit dem dritten Rang den Rückstand auf den WM-Zweiten Vettel in der Gesamtwertung auf 23 Zähler.

Unliebsamer Rekord für Hülkenberg

Der 30-jährige Deutsche Nico Hülkenberg stellte einen unliebsamen Rekord auf. Der ehemalige Sauber-Fahrer verpasste auch in seinem 129. WM-Rennen einen Podestplatz und löste damit Adrian Sutil ab. Dabei war der Renault-Fahrer, der in seiner Karriere dreimal Vierter geworden war, nahe dran und lag vor der dritten Safety-Car-Phase direkt hinter Bottas.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.