FORMEL 1: Mercedes will Revanche

Am Sonntag findet der Grand Prix von China statt. Nachdem Sebastian Vettel im Ferrari in Australien überraschend vor Lewis Hamilton gewonnen hat, steht Mercedes der Sinn nach dem ersten Sieg.

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Bild: Diego Azubel/KEY (Melbourne, 26. März 2017)

Bild: Diego Azubel/KEY (Melbourne, 26. März 2017)

«An diesem Tag in Melbourne war Ferrari besser. Jetzt müssen wir daran arbeiten, wie wir sie wieder besiegen können», sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Es gehe darum, «die eigenen Hausaufgaben zu erledigen, um unsere Performance zu optimieren». Auch nach dem Erfolg von Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel zum Auftakt der Saison bleibt Lewis Hamilton der Mann, den es zu besiegen gilt. Der 32-jährige Brite ist ein wahrer China-Experte, schon viermal gewann er ein Formel-1-Rennen in Schanghai – kein Fahrer ist im Reich der Mitte erfolgreicher. Zudem dürfte sich die Kraft der Mercedes-Antriebseinheit im Vergleich zum Ferrari auf der langen Geraden des gut fünf Kilometer langen Kurses positiv auswirken.

Wer morgen auf die Pole Position fährt, hat auch die besten Chancen, das Rennen zu gewinnen. In den bisherigen 13 Rennen in China fuhr achtmal der Schnellste des Qualifyings als Erster über die Ziellinie. Michael Schumacher gelang 2006 ein kleines Kunststück, der Rekordweltmeister triumphierte von Platz sechs aus – kein Gewinner in China startete jemals von weiter hinten.

Die Sorgen des ehemaligen Weltmeisters Alonso

Schon nach dem ersten Rennen ist das Team McLaren-Honda mit grossen Schwierigkeiten konfrontiert. «Wenn sich nicht schlagartig etwas verbessert, dann müssen wir uns auf sehr frustrierende Rennen vorbereiten», hatte Fernando Alonso, der zweifache Weltmeister aus Spanien, zuletzt gesagt. Der Antrieb aus Japan kann mit der Konkurrenz schlicht und einfach nicht mithalten. Das Traditionsteam macht sich schon auf eine herbe Klatsche gefasst. «Die langen Geraden werden unsere Schwächen gnadenlos aufdecken», sagt Teamchef Eric Boullier.

Alonso war in Australien ausgeschieden, sein Kollege Stoffel Vandoorne wurde 13. und damit Letzter – zudem wurde er zweimal überrundet. (sid)