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30'000 Franken Busse und zwei Geisterspiele: Liga büsst Grasshoppers – FCL gewinnt forfait 4:0

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League wertet das abgebrochene Spiel der Raiffeisen Super League zwischen dem FC Luzern und dem Grasshopper Club Zürich mit dem Resultat zum Zeitpunkt des Abbruchs (4:0 forfait). Zudem werden die Zürcher gebüsst und mit zwei Stadionsperren belegt.
Sicherheitskräfte letzten Sonntag in der Swisspor-Arena. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)

Sicherheitskräfte letzten Sonntag in der Swisspor-Arena. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)

(pd) In ihrem Urteil hält die Disziplinarkommission fest, dass der Schiedsrichter die Partie zwischen dem FC Luzern und dem Grasshopper Club Zürich in der 68. Minute unterbrechen musste, weil eine Gruppe von Anhängern des Gastklubs das Spielfeld betrat und die Wiederaufnahme des Spiels boykottierte. Nach verschiedenen Versuchen, die Situation zu beruhigen, musste der Unparteiische das Spiel schliesslich abbrechen, weil die Sicherheit für die Spieler und Zuschauer nicht mehr gewährleistet war.

Die Disziplinarkommission kommt in ihrem Urteil zum Schluss, dass die Schuld für den endgültigen Spielabbruch unbestrittenermassen die Anhänger des Grasshopper Club Zürich trifft. Der Klub muss für das Verhalten der ihm zurechenbaren Personen einstehen. Das Spiel wird folglich mit dem Resultat zum Zeitpunkt des Abbruchs mit 4:0 forfait für den FC Luzern gewertet.

GC akzeptiert das Urteil vollumfänglich

Zusätzlich büsst die Kommission den Grasshopper Club Zürich mit 30'000 Franken und ordnet zwei Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit an. Der Klub akzeptiert den vorliegenden Entscheid in seiner Gesamtheit und verzichtet auf einen Rekurs. Damit wird das Spiel definitiv gewertet und die persönlichen Sanktionen treten per sofort in Kraft.

Zur Erinnerung: Bereits am 2. April 2019 war GC von der Disziplinarkommission im Nachgang zum Spielabbruch vom 16. März 2019 in Sion mit einem Forfait (0:3), einer Busse über 30'000 Franken und einer Stadionsperre mit zweijähriger Bewährungsfrist sanktioniert worden. Diese bedingte Sperre wird mit dem heutigen Entscheid widerrufen. Zur damals verhängten bedingten Stadionsperre kommt aufgrund der neuerlichen Vorfälle eine weitere hinzu.

Das Verfahren gegen den FC Luzern wird eingestellt.

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