Folgt nach Brulé auch Elik?

Eine standesgemässe 3:7-Heimniederlage kassierte der HC Thurgau gestern in der Nationalliga B gegen das Spitzenteam des HC Lausanne. Bei den «Leuen» war Matthias Schoop zweifacher Torschütze. Gleich drei Treffer markierte Tremblay.

Christian Lohr
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Neuzugang Steve Brulé feierte beim HCT einen guten Einstand mit zwei Assistpunkten gegen Liga-Krösus Lausanne. (Bild: Mario Gaccioli)

Neuzugang Steve Brulé feierte beim HCT einen guten Einstand mit zwei Assistpunkten gegen Liga-Krösus Lausanne. (Bild: Mario Gaccioli)

eishockey. Sämtliche Blicke waren auf den 34jährigen Steve Brulé gerichtet. Der nach dem Desaster mit den beiden leistungsmässig völlig unzureichenden Donati-Brüdern in einem Blitztransfer an den Bodensee geholte Franco-Kanadier deutete zwar besonders als kluger Vorbereiter seine immer noch vorhandene Klasse mehrfach an, Wunder konnte aber auch der einsatzstarke Routinier in diesem an Strafen armen Match erwartungsgemäss nicht bewirken.

Lausanne mit Top-Duo

Die Gäste vom Genfersee wurden ihrer Favoritenrolle praktisch in jeder Phase gerecht. Die Mannschaft von Headcoach beherrschte den Gegner in Sachen Effizienz, Tempo und Überraschungsmomenten vor dem Tor deutlich. Obwohl durchaus sehr willig agierend, rannten die Einheimischen ab der 7. Minute einem Rückstand nach.

Lausannes Topskorer Gailland erzielte mit einer feiner technischen Einzelleistung das 0:1. Einen vorentscheidenden Charakter hatte beinahe schon das 0:2 in der 17. Minute, als Frunz bei einem Abpraller zur Stelle war. Der zweite Goalgetter in Reihen der Romands war Tremblay. Er erhöhte 47 Sekunden nach Wiederanpfiff entschlossen zum 0:3.

HCT mit Kampfgeist

Thurgau schien diesen Schock gut verdaut zu haben. Denn durch den Treffer von Matthias Schoop zum 1:3 folgte in der 25. Minute die richtige Reaktion.

Doch Lausanne schlug keine Minute später wieder zurück. Erneut Tremblay war es, der beim 1:4 ein Zuspiel des zweiten HCL-Söldners Roy verwertete.

Damit allerdings noch nicht gelang in der 32. Minute bereits der sechste Saisontreffer zum 1:5. Auch nach diesem Gegentor erlahmte der Kampfgeist der Gastgeber aber nicht. Fehr war nach 63 Sekunden zum 2:5 erfolgreicher. Brulé schrieb dabei schon seinen zweiten Assistpunkt. Matthias Schoop doppelte in der 42. Minute mit dem 3:5 nach.

Eine Wende wurde es jedoch nicht mehr, da Thurgau zweimal in Überzahl nicht skoren konnte. Dies tat dafür das souveräne Lausanne durch Tremblay (51.) und Roy (58.) zum letztlich dann doch etwas zu hoch ausgefallenen 3:7.

Nächste Bewährungsprobe

Den Spielern von Trainer Erwin Kostner ist keine lange Pause gegönnt, um sich von der Niederlage gegen die Waadtländer zu erholen. Bereits am morgigen späten Samstagnachmittag (17.

30 Uhr) wartet der nächste Gegner. Mit dem Tabellendritten EHC Visp gastiert nämlich ausgerechnet der letztjährige Arbeitgeber Brulés in der Ostschweiz.

Vulkan Elik will kommen

Der HC Thurgau ist daran, eine weitere spektakuläre Verpflichtung vorzunehmen. HCT-Sportchef Mario Brühwiler bestätigte gestern nach der Partie Verhandlungen mit dem früheren NHL-Profi und SCL Tigers-Leaderfigur Todd Elik. «Ja, er will zu uns kommen und unserer Mannschaft Feuer verleihen», verriet er.

Sollte nichts mehr in falsche Richtung laufen, wäre Elik ab nächstem Mittwoch in der Schweiz.