Folgt bei den Hubmanns bald die Wachablösung?

ORIENTIERUNGSLAUF. Der gelernte Schreiner Daniel Hubmann aus Eschlikon ist seit 2007 Profi.

Ruedi Stettler
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ORIENTIERUNGSLAUF. Der gelernte Schreiner Daniel Hubmann aus Eschlikon ist seit 2007 Profi. Sein Palmarès ist unglaublich: 22facher Schweizer Meister, dreifacher Weltmeister und insgesamt 13facher WM-Medaillengewinner, Europameister mit total acht EM-Medaillen, vierfacher Weltcup-Gesamtsieger mit 18 Weltcup-Erfolgen. Eine faszinierende Ausbeute, denn es sind hier nur die allerwichtigsten Triumphe aufgezählt.

Trotzdem hat der am 16. April 31 Jahre alt werdende Wahlberner nach Verletzungspech im Vorjahr noch längst nicht genug: «Ich bin im besten Ausdaueralter und werde nochmals voll angreifen.» Was aber sagt er zu seinem jüngeren Bruder Martin, der immer stärker läuft? «Er hat einen Sprung nach vorne gemacht. Im Normalfall müsste ich aber noch schneller sein als er.»

Natürlich liegt der am 14. Mai erst 25jährig werdende Martin Hubmann in Sachen Erfolg weit zurück. Doch er liess zuletzt verschiedentlich aufhorchen. Etwa beim Weltcup-Final in Baden: «Da erreichte ich mit dem 2. Platz im Sprint mein bisher bestes Ergebnis.» Das kam nicht von ungefähr, hatte der Eschliker doch zuvor erstmals in der Elite mit dem Vize- und Schweizer-Meister-Titel (vor seinem Bruder Daniel) im Emmental bereits gezeigt, dass ihm die Disziplinen Sprint und Mitteldistanz liegen. Und dann gab es im Schweizer Team-Wettbewerb zum Saisonschluss mit den Brüdern Daniel und Beat nochmals Gold.

Ist der «kleine Bruder» (in der Elite-Staffel 2012 bereits Europameister) so weit, dem «Grossen» nun ernsthaft Konkurrenz zu machen? Der vierfache WM-Medaillengewinner bei den Junioren sowie Staffel-Militär-Weltmeister von 2012 lacht: «Ich habe Dani national und auch international schon geschlagen. Er ist aber immer noch besser als ich und hält seit langem eine Konstanz auf sehr hohem Niveau.»

Bereits seit Anfang November bereiten sich die Hubmanns gezielt auf die Saison 2014 vor.