Fokus liegt nun auf Trainersuche

VOLLEYBALL. Nach dem Abschluss der Meisterschaft in der Nationalliga A auf dem vierten Tabellenplatz beginnt für Volley Amriswil die Suche nach einem neuen Trainer. Bis Ende April soll dieser bekannt sein. Erst danach können die Verantwortlichen das Kader für die nächste Saison zusammenstellen.

Ralf Rüthemann
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Dante Trevisan von Volley Amriswil (blau) gegen Leonardo Puliti von den Dragons Lugano. (Bild: Mario Gaccioli)

Dante Trevisan von Volley Amriswil (blau) gegen Leonardo Puliti von den Dragons Lugano. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Saison ist vorbei, das Ziel wurde knapp verfehlt. Volley Amriswil hatte sich das Ziel gesteckt, einen Podestplatz in der NLA zu erreichen. Im kleinen Final scheiterte Amriswil am vergangenen Wochenende jedoch knapp an Biogas Volley Näfels und belegt zum Saisonende den vierten Tabellenplatz. «Wir sind zwar nicht ganz zufrieden mit dem vierten Platz, können aber insgesamt auf eine positive Saison zurückblicken», sagt Teammanager René Zweifel. «Wir haben viele begeisternde Spiele gezeigt, vor allem bei den Heimspielen», betont er.

Ein würdiger Abschied

Jetzt liegt der Fokus auf der Trainersuche, nachdem Dario Bettello am Sonntag würdig verabschiedet worden war. «Er hat viel für den Verein gemacht und viel mit Volley Amriswil erreicht», sagt René Zweifel. Ein Highlight war der Cupsieg im Jahr 2012 mit der ersten Mannschaft. «Jetzt müssen wir einen guten Nachfolger finden.» Nebst René Zweifel widmen sich Volley Amriswils Präsident Peter Kummer und Marco Bär (Projekte/Entwicklung Sport) dieser Aufgabe. Es seien schon haufenweise Bewerbungen eingegangen, wie René Zweifel sagt. Für die Selektion haben die Verantwortlichen ein ganz bestimmtes Anforderungsprofil zusammengestellt. Die wichtigsten Faktoren: Es soll ein Trainer sein, der auch mit den Jungen arbeiten möchte. Zudem soll er den Gesamtverein im Auge behalten, also auch den Breitensport. «Und natürlich muss er eine gewisse Erfahrung mitbringen und gute Referenzen vorweisen», ergänzt René Zweifel. Weiter muss er auch in das Gehaltssystem von Volley Amriswil passen. Eine erste Vorselektion sei bereits erfolgt. «Bis Ende April, spätestens in der zweiten Maiwoche, sollten wir wissen, wer Dario Bettellos Nachfolger ist.»

Fast alle wollen bleiben

Die Trainersuche blockiert momentan auch die Suche nach neuen Spielern. Denn diese wollen meistens wissen, mit welchem Trainer sie es zu tun bekommen. «Was das derzeitige Kader betrifft, kann ich sagen, dass wahrscheinlich fast alle Spieler bleiben möchten», sagt René Zweifel.

Fest steht jedoch, dass der 21jährige Libero Joris Rasing Volley Amriswil verlassen wird. Er hat bereits frühzeitig seinen Abgang angekündigt, da er ab diesem Sommer ein Studium in Holland macht. Wie das Kader am Ende aussieht, hängt auch stark vom neuen Trainer ab. «Natürlich hat dieser ein entscheidendes Wort mitzureden.»

Ab der nächsten Saison gibt es in der Nationalliga A allerdings eine einschneidende Veränderung: Es müssen immer mindestens zwei Schweizer pro Mannschaft auf dem Feld stehen. Nach dem Abgang von Joris Rasing sind es bei Volley Amriswil aktuell noch deren drei: Thomas Brändli, Marc Walzer und Elias Wetzel.

Gute Unterstützung der Fans

Die Stimmung bei Volley Amriswil sei nach Abschluss der Saison sehr gut, wie René Zweifel sagt. «Ich habe irgendwie das Gefühl, dass der Gesamtverein in der vergangenen Saison zusammengewachsen ist. Das ist eine wirklich erfreuliche Entwicklung. Was ebenfalls einfach grossartig war, ist die Unterstützung unserer treuen Fans. Hoffen wir, das bleibt so.»

René Zweifel Teammanager Volley Amriswil (Bild: Reto Martin)

René Zweifel Teammanager Volley Amriswil (Bild: Reto Martin)

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