Fixstarter mit Selbstvertrauen

Xherdan Shaqiri bestreitet auf Zypern sein 25. Länderspiel. Dass Nationalcoach Ottmar Hitzfeld immer noch nicht weiss, wie sein Team heute um 17.30 Uhr aussehen wird, bereitet dem 21-Jährigen in der Spielvorbereitung keine Probleme.

Thomas Werner/Nikosia
Drucken
Teilen
Xherdan Shaqiri schätzt es, dass die Offensivspieler ihre Positionen immer wieder wechseln dürfen. (Bild: ky/Peter Schneider)

Xherdan Shaqiri schätzt es, dass die Offensivspieler ihre Positionen immer wieder wechseln dürfen. (Bild: ky/Peter Schneider)

FUSSBALL. Die Schweiz nimmt das Spiel als Favorit in Angriff, darin sind sich Trainer und Spieler einig. Eine Niederlage gegen Zypern wäre eine Enttäuschung. So konzentriert sich das Interesse an der Medienkonferenz am Tag vor dem Spiel auf die Frage: Welche elf Spieler sollen es heute richten? Keine grossen Gedanken darüber macht sich einer der Gesetzten. «Am Schluss wird der Trainer schon die Richtigen aufstellen», sagt Xherdan Shaqiri.

Zum Schluss, wer diese Richtigen sein sollen, ist der Trainer aber noch nicht gekommen. Ottmar Hitzfeld gibt die Aufstellung zwar mit wenigen Ausnahmen immer erst am Spieltag bekannt. Diesmal scheint er aber die Zeit für seine Planspiele bis kurz vor dem Spiel auch zu brauchen. «Ich mache mir immer noch Gedanken darüber, welchen Spielern ich hundertprozentig vertrauen kann», so Hitzfeld. Er ist sich bei einigen Spielern auch gut 31 Stunden vor dem Anpfiff noch nicht sicher, ob sie «wirklich genügend Spielpraxis» haben, um in diesem wichtigen Spiel bestehen zu können.

Überall zu sehen

Shaqiri fühlt sich durch diese Unsicherheiten in der Vorbereitung auf sein 25. Länderspiel nicht gestört. Seine Rolle sieht er als definiert. «Ich spiele meistens aussen, bin aber immer überall etwas zu sehen», nimmt er die Antwort auf die Frage, ob er auch zentral spielen könne, gleich vorweg. Er schätze es, dass die Offensivspieler ihre Positionen immer wieder wechseln dürften. Diese Varianten im Angriffsspiel können heute auf dem Weg zum erhofften Sieg hilfreich sein.

Shaqiri glaubt, dass das Heimteam mit einer verstärkten Defensive antreten und auf Konter lauern wird. Seine Aussage stützt sich allerdings aufs Hörensagen. «Ich kenne keinen Spieler von Zypern», gibt der 21-Jährige offen zu. Umso besser kennt er seine möglichen Mitspieler. Egal wer zuschauen müsse, «wir haben eine starke Bank». Natürlich sei «ein gut eingespieltes Team» im Herbst der Schlüssel zu den Erfolgen gegen Slowenien, Albanien und Island gewesen. Allfällige Wechsel würden das Kollektiv aber nicht schwächen. Jeder, der neu ins Team komme, werde alles geben und sich einordnen.

Geduld bewahren

Spiele gegen «kleine Mannschaften» seien nie einfach. Die Schweiz bezeichnet er nicht als gross, aber als Team mit Qualitäten, die es ihm erlaubten, mit der Absicht ins Spiel zu gehen: «Wir wollen gewinnen.» Wie schon in den Spielen im Herbst, werde auch heute Geduld gefragt sein. «In Spielen mit Zypern fallen selten viele Tore.» Aber auch ein Rückstand dürfe die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringen. Dem könnte er vorbeugen, Shaqiri hat immerhin bereits sieben Tore fürs Nationalteam erzielt.

Aktuelle Nachrichten