Fischotter auf der Spur

FRAUENFELD. Einblick in ein Forschungsprojekt zur Frage der Rückkehr des Fischotters in die Schweiz gibt Irene Weinberger, Biologin Universität Zürich, im Rahmen der Ausstellung «Eine Chance für den Fischotter».

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Andrea Gerster (Bild: pd)

Andrea Gerster (Bild: pd)

FRAUENFELD. Einblick in ein Forschungsprojekt zur Frage der Rückkehr des Fischotters in die Schweiz gibt Irene Weinberger, Biologin Universität Zürich, im Rahmen der Ausstellung «Eine Chance für den Fischotter». Der Fischotter war in der Schweiz einst weit verbreitet; die unzähligen Gewässer boten ihm idealen Lebensraum. Auch im Thurgau war der muntere Wassermarder regelmässig zu beobachten: Noch 1879 kam er etwa an der Thur bei Uesslingen häufig vor. Rund 100 Jahre später wird zum letzten Mal ein Fischotter in der Schweiz nachgewiesen, seither gilt die Art als ausgestorben.

Di, 18.2., 19.30, Naturmuseum

Mal was Afrika

ST. GALLEN. Drei des Kulturallerleis überdrüssige Künstler brechen in ein afrikanisches Land auf. In welches genau, ist ihnen nicht so wichtig. Sie wollen zum Wesen der Welt vordringen und endlich die ultimative Performance auf die Beine stellen. Doch den vermeintlich weltoffenen Vermittlern zwischen den Kulturen geht auf ihrer Suche nach der Kunst als Lebensform jedes Mass für die Wirklichkeit verloren. Sie entlarven sich als bornierte, egoistische Schaumschläger, die für Erfolg, Anerkennung und Geld alles tun.

Di/Do/So, 18./20./23./25.2., 20.00, Lokremise

Heile Märchenwelt?

ST. GALLEN. Mit der Oper «Das schlaue Füchslein» ergründet die Regisseurin Nicola Raab, die zuletzt das Psychodrama «Der Tod und das Mädchen» in St. Gallen inszeniert hat, die tiefer liegenden psychologischen Strukturen eines der bekanntesten Werke Leoš Janáceks.

Premiere: Mi, 18.2., 20.00, Lokremise

Literatur macht auf

GOTTLIEBEN. Zwei Autorinnen stellen einander ihre neuen Romane vor. Beide Bücher führen in die Enge: Bei Ulrike Ulrich geht es in «Hinter den Augen» in den Tomographen zur Krebsuntersuchung. Andrea Gersters Roman «Ganz oben» beginnt in einer Gefängniszelle, wo ein gefallener Rechtsmediziner eine Rechtfertigungsrede vorbereitet. Eng sind die Räume, aber die beiden Autorinnen schreiben so beweglich und präzis, dass beim Lesen und Vorlesen eine Welt aufgeht. In ihrem dritten Roman beweist die Thurgauerin Andrea Gerster einmal mehr, dass sie pointierte Sprachbilder und knappe atmosphärische Beschreibungen beherrscht. Hier zeigt sie uns ausserdem, dass sie «meisterhaft zu montieren und die Leser mit Spannung hinzuhalten versteht» (Wiener Zeitung). In sich überlagernden Schnittbildern untersucht Ulrike Ulrich in genauer und mit feiner Ironie durchsetzter Sprache die Fragen nach Verantwortung und Schuld, nach Vergebung und Sinnhaftigkeit. Ihr kluger, sensibel gewobener Text wächst und verzweigt sich durch die Labyrinthe menschlicher Beziehungen zu einem Roman über die Möglichkeit zur Veränderung.

Do, 20.2., 20.00, Bodmanhaus