Fischers letzte wichtige Partie als Basel-Trainer

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Revanche Eine Liebesbeziehung war es zwischen dem FC Basel und dem Cup in den vergangenen Jahren nicht. Obwohl er die Meisterschaft seit 2010 dominiert und immer den Titel holte, gelang dem Club «bloss» 2010 und 2012 das Dou­ble. Dreimal in Serie hat Basel zuletzt den Cupfinal verloren. 2013 gegen die Grasshoppers, 2014 gegen den FC Zürich und 2015 mit 0:3 deutlich im eigenen Stadion gegen den FC Sion.

In der Meisterschaft lassen sich Fehltritte korrigieren – eher als in einem Cupfinal. Schliesslich ist der Vorsprung des FC Basel auf die Konkurrenz in der Tabelle meistens so komfortabel, dass er mit einer Sicherheit und Überzeugung agiert, die in einem Final schneller verlorengehen kann. Wenn die ersten Pässe ankommen, vergesse man das Drumherum, wenn nicht, beginne man zu zittern bei Dingen, die sonst immer gelingen, erklärt Trainer Urs Fischer die Eigenheiten eines Endspiels. Marek Suchy, der bei den vergangenen beiden Finalniederlagen auf dem Platz stand, ist von der Wichtigkeit des ersten Tores überzeugt: «Wenn man führt, kann man es ruhiger angehen.» Die Chancen auf den Sieg sieht er bei 50 Prozent, was für den Respekt spricht, den man in Basel dem Ereignis und den Cup-Spezialisten aus dem Wallis entgegenbringt.

Der FC Basel setzt nur 7000 Tickets ab

13 Siege in 13 Finals machen eben doch Eindruck. «Faszinierend» nannte Fischer die Serie, erklären konnte er sie sich aber nicht. «Wir müssen sowieso auf uns schauen, unsere Potenzial abrufen, um überhaupt eine Chancen zu haben.» Die vergangenen Wochen, seit der achte Meistertitel in Folge feststand, liefen nicht so, wie es sich der FC Basel gewohnt ist. Nach dem 2:1 in Luzern Ende April gab es drei Unentschieden und am Sonntag die Niederlage bei den Young Boys. Mit den Leistungen in dieser Phase war Fischer aber einigermassen zufrieden. Nur in der zweiten Halbzeit gegen die Young Boys habe man gemerkt, dass da Schonung angesagt war. Das sei verständlich.

«Nun müssen wir auf den Knopf drücken. Am Donnerstag gilt es ernst», so Fischer, der in seinem letzten wichtigen Spiel als Basels Trainer auf alle seine Leistungsträger zählen kann. Heute macht sich die Mannschaft auf den Weg in Richtung Genf. Morgen folgen dann die Anhänger des FC Basel, allerdings nicht in vergleichbaren Massen wie jene von Sion. Bis am Dienstagmittag hatte der FC Basel knapp 7000 Tickets abgesetzt. 1000 sind damit noch übrig, nachdem ein Fünftel des verfügbaren Kontingents an den Schweizer Fussballverband zurückgeschickt wurde. (sda)

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