Zwei FCSG-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet – Warum der Kanton trotzdem grünes Licht für die Partie am Sonntag gibt

Der FC St.Gallen hat in den vergangenen Tagen mehrere Coronatests bei Spielern und beim Staff durchgeführt. Dabei seien mit Lukas Görtler und Alessandro Kräuchi zwei Spieler der ersten Mannschaft positiv auf Covid-19 getestet worden.

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Lukas Görter (links) und Alessandro Kräuchi (rechts) sind seit dem Auftreten von Symptomen in Isolation.

Lukas Görter (links) und Alessandro Kräuchi (rechts) sind seit dem Auftreten von Symptomen in Isolation.

Marc Schumacher / freshfocus

(tn/mlb) Wie es in einer Medienmitteilung des Clubs heisst, seien die beiden Spieler in Isolation und hätten seit dem Auftreten von Symptomen keinen Kontakt zum Team.

In Absprache mit dem St.Galler Kantonsarztamt führe die Mannschaft das Training weiter, wie bisher «unter strikter Einhaltung des Schutzkonzepts der Swiss Football League.» Zum Schluss der Mitteilung heisst es, dass der FC St.Gallen keine weiteren Auskünfte zu den beiden Spielern erteile.

Das Sonntagsspiel sollte stattfinden können

Der Match am Sonntag dürfte laut David Gadze, Mediensprecher des FC St.Gallen, nicht von den Coronainfektionen tangiert werden. Er sagt:

«Wir handeln nach Regelbuch und trainieren normal weiter.»

Von Seiten des Kantons heisst es derweil, dass beim Auftreten eines positiven Falls die Situation mit den Verantwortlichen des Vereins detailliert analysiert werde. Karin Faisst, Präventivmedizinerin des kantonalen Gesundheitsdepartements, betont, dass die positiv getesteten Spieler in Isolation sind, und ergänzt:

«Aufgrund des bestehenden Schutzkonzeptes war eine Quarantäne der Mannschaft nicht angezeigt.»

Es darf also davon ausgegangen werden, dass der anstehenden Super-League-Partie nichts im Wege steht.

Nicht die ersten Fälle beim FC St.Gallen

Kräuchi und Görtler sind nicht die ersten Spieler beim FCSG, welche sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Erst vergangene Woche wurde bei Jérémy Guillemenot während der Länderspielpause das Virus nachgewiesen. Fraglich ist bis heute, wann und wo sich der St.Galler Offensivakteur angesteckt hat. Vor dem bislang letzten Super-League-Spiel der St.Galler gegen die Young Boys, wurde die gesamte erste Mannschaft negativ getestet.

Die Probe vor dem YB-Spiel wurde nötig, weil St.Gallens Stürmer Florian Kamberi coronapositiv getestet worden war und eine Ansteckung der Mitspieler nicht völlig ausgeschlossen werden konnte. Guillemenot kann das Virus jedoch nicht bei Kamberi aufgelesen haben, da dieser in der Folge isoliert war.

Bereits Anfang Juli wurde Stürmer Boris Babic positiv getestet. Mitte Juni war Babic in Absprache mit der sportlichen Leitung des FCSG aus familiären Gründen nach Serbien gereist – zu einem Zeitpunkt, als das Land noch nicht von steigenden Fallzahlen betroffen war.