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FCSG-Trainer Zeidler «Wir müssen lernen, den Gegner von unserem Strafraum fernzuhalten»

Die Ostschweizer verbringen nach den zwei Gegentoren innert drei Minuten gegen Basel eine unruhige Nacht. Trainer Peter Zeidler sagt: «Wir waren nahe dran.» Und er erklärt einen seiner Wechsel.
Patricia Loher
Voller Einsatz: Vincent Sierro, St. Gallens bester Mann, kassiert ein blaues Auge. Hinten Fabian Frei, rechts Luca Zuffi. (Bild: Benjamin Manser)

Voller Einsatz: Vincent Sierro, St. Gallens bester Mann, kassiert ein blaues Auge. Hinten Fabian Frei, rechts Luca Zuffi. (Bild: Benjamin Manser)

Nein, wirklich gut geschlafen hat Peter Zeidler nicht. Am Morgen nach dem 1:3 gegen Basel macht sich St. Gallens Trainer auf einen Spaziergang. Er sagt: «Bei so vielen Emotionen dauert es länger, um zur Ruhe zu kommen.» Im Grunde hatte sein Team am Vorabend über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt. Vor allem in der zweiten Halbzeit, als St. Gallen um die starken Vincent Sierro sowie Jordi Quintillà dominant auftrat und den Gegner unter Druck setzte, hätte mindestens ein Treffer herausschauen müssen. «Wir waren nahe dran. Man stelle sich vor, was los gewesen wäre, hätten Vincent Sierro oder Dereck Kutesa getroffen», so der Trainer.

Zeidler: «Wir haben den Anspruch,
Basel in die Knie zu zwingen»

Am Ende aber starb St. Gallen, wie schon auswärts gegen die Young Boys, in Schönheit. Zeidler will verhindern, dass diese Mentalität Einzug hält. «Ich will nicht, dass wir sagen: ‹Wir dürfen zufrieden sein, wir haben gut gespielt. Es war ja Basel.› Wir haben den Anspruch, in unserem Stadion Basel in die Knie zu zwingen», so der Deutsche.

Doch dafür fehlt seinem Team weiterhin die Stabilität: In den zehn Spielen dieser Saison haben sich Siege, Unentschieden und Niederlagen munter abgewechselt. Hinzu kam der Rückschlag mit den Verletzungen von Cedric Itten und Nicolas Lüchinger, den St. Gallen offensichtlich noch nicht verkraftet hat.

St. Gallens Einladung an die Gäste

Gegen Basel ging vor allem in der Schlussphase viel zu viel nicht mehr auf, als dass noch etwas zu holen gewesen wäre. St. Gallens Unordnung war für den Gegner eine Einladung, das Tempo zu erhöhen und innerhalb von drei Minuten die Entscheidung herbeizuführen. Die Abwehrarbeit ist bei den Ostschweizern nicht erst seit Samstag ein Problem, in zehn Partien haben sie unterdessen bereits wieder 18 Tore kassiert. Greift ein Gegner schnell und schnörkellos an, wackelt St. Gallen. Natürlich hatte das Team auch Pech, als ihm beim Stand von 1:0 kein Penalty zugesprochen wurde. Im Gegenzug lenkte Silvan Hefti den Ball ab, bevor Albian Ajeti zum 1:1 traf. Hätte kein St. Galler eingegriffen, wäre Ajeti im Abseits gestanden. «Und die beiden letzten Tore hat Basel wunderbar herausgespielt», so Zeidler.

Natürlich musste sich der Trainer die Frage gefallen lassen, weshalb er für den soliden Peter Tschernegg in der 66. Minute Axel Bakayoko einwechselte, der vor den Gegentoren unglücklich aussah. Tschernegg habe er wegen körperlicher Probleme vom Platz genommen, viele Alternativen habe er dann nicht mehr gehabt. Natürlich hätten die Wechsel nicht geholfen, so der Trainer. Aber Zeidler will auch festgehalten haben, dass nicht alleine Bakayoko schuld war an den Gegentreffern. «Bakayoko hat offensiv Dampf gemacht. Und sowohl das 1:2 als auch das 1:3 wären schon vorher mehrfach zu verhindern gewesen.» Zudem wiederholt Zeidler, was er schon kurz nach dem Spiel gesagt hatte: «Es gab einen Plan hinter den Wechseln. Wir wollten den Sieg.»

Der FC St. Gallen hat nun zwei Wochen Zeit, um sich auf das Auswärtsspiel in Lugano vorzubereiten. «Es geht darum, offensiv und aktiv zu verteidigen. Das ist eine Kunst. Daran arbeiten wir in der Länderspielpause», sagt der Trainer. «Wir müssen lernen, den Gegner von unserem Strafraum fernzuhalten.»

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