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Peter Zeidler: «Wir sollten Daprelà verzeihen»

Der FC St.Gallen empfängt am Samstag ab 19 Uhr den formstarken FC Lugano im Kybunpark. Beim letzten Heimspiel gegen die Tessiner am 23. September 2018 gab es unschöne Bilder.
Christian Brägger
St. Gallens Trainer Peter Zeidler. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

St. Gallens Trainer Peter Zeidler. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Es lagen Welten zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Luzern am vergangenen Sonntag. Die Zentralschweizer überragten hinsichtlich der Abwehrreihen, und insbesondere vom Resultat her. Das 0:3 führte den Ostschweizern unmittelbar vor Augen, dass die Bäume nicht mir nichts, dir nichts in den Himmel wachsen. Weshalb Trainer Peter Zeidler heute sagt: «Wir müssen wieder bissiger werden. In Luzern hat mir die Aggressivität gefehlt. Aber aus solchen Spielen können wir nur lernen.»

Es gibt Spieler, die das eigene Publikum brauchen

Ein Können? Es ist wohl mehr ein Müssen. Ansonsten dürfte es heute ab 19 Uhr schwierig werden gegen die formstarken Tessiner, die jüngst den FC Basel an den Rand einer Niederlage gebracht und davor den FC Zürich auswärts besiegt haben. Zeidler spielt dabei in die Karten, dass St. Gallen gegen Lugano zu Hause antreten kann; der Coach hat erkannt, dass es in seinem Team Spieler gebe, die sich auswärts verloren vorkommen und das eigene Publikum brauchen. Er glaubt im heimischen Kybunpark also an den Kick, der seiner Mannschaft auswärts manchmal abhandenkommt. An den Kick, der zu Höchstleistungen führt. Oder zumindest führen kann.

Die Vorgeschichte des letzten Heimspiels

Dabei ist gegen dieses Lugano ein spezieller Kick gar nicht nötig. Dafür sorgt allein die Vorgeschichte des letzten Heimspiels gegen die Tessiner vom 23. September 2018: Die Bilder des brutalen Fouls von Fabio Daprelà am St. Galler Cedric Itten, der sich dabei das vordere Kreuzband und das Innenband im rechten Knie riss, haben sich in den Köpfen der Ostschweizer eingebrannt. Zeidler sagt: «Es ist leider passiert. Ich, die Spieler und Fans, wir alle sollten Daprelà verzeihen. Auch wenn ich das Ganze nicht ganz vergessen habe.»

Die Zeit heilt bekanntlich Wunden. Es macht die Sache einfacher, dass Itten nahezu wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und sein Leidensweg sich dem Ende zuneigt. Und dennoch ist das mit dem Verzeihen so eine Sache. Denn das Verhalten der Tessiner nach dem Foul brachte auch Unverständnis und Unmut. Daprelà bereute zwar sein Einsteigen und entschuldigte sich bei Itten, sagte danach aber nichts mehr. Ausser, dass er seinen Weg nun weitergehen müsse. Überdies rekurrierte der FC Lugano erfolglos gegen die sechs Spielsperren für seinen Verteidiger – und fühlte sich wieder einmal ungerecht behandelt von der Liga.

Wieder mit Stojanovic im Tor

Für den FC St. Gallen geht es gegen Lugano nicht nur darum, Ungemach vergangener Partien hinter sich zu lassen. Um in der ersten Tabellenhälfte der Super League zu bleiben, braucht er Punkte. Da hilft es, dass Tranquillo Barnetta, Nicolas Lüchinger und Simone Rapp ihre körperlichen Beschwerden ­offenbar hinter sich haben. Im Tor wird wieder Dejan Stojanovic stehen, den Zeidler als klare Nummer eins sieht. Fehlen wird neben Itten und Alain Wiss auch Miro Muheim, der am vergangenen Wochenende mit der U21 des FC St. Gallen die gelb-rote Karte gesehen hat.

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