«Wir müssen diese Zeit nutzen»

ST.GALLEN. Während der Länderspielpause will der FC St.Gallen sein gesamtes Kader auf denselben Level bringen. «Nun gilt es, die Basis zu legen für jene Wochen, während derer wir nur noch wenig trainieren können», sagt Trainer Jeff Saibene.

Patricia Loher
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St.Gallens Trainer Jeff Saibene tanzt mit seiner Mannschaft nach wie vor auf drei Hochzeiten: Meisterschaft, Cup und Europa League. (Bild: Keystone)

St.Gallens Trainer Jeff Saibene tanzt mit seiner Mannschaft nach wie vor auf drei Hochzeiten: Meisterschaft, Cup und Europa League. (Bild: Keystone)

Young Boys, Grasshoppers, Swansea, Aarau: St.Gallen hat in den vergangenen zwölf Tagen vier Spiele bestritten, die sowohl physisch als auch psychisch Kraft gekostet haben. Die Länderspielpause kommt den Ostschweizern gelegen, zwei Wochen dauert es, bis sie bei Super-League-Leader Basel ihren nächsten Ernstkampf bestreiten. Obwohl bald Olma ist und Trainer Jeff Saibene sagt, mental hätten seine Spieler die vergangenen Wochen «super positiv» überstanden – dem 0:1 gegen den Premier-League-Club Swansea liessen sie drei Tage später in der Meisterschaft ein 1:0 gegen Aarau folgen – dürfen nun nicht alle durchatmen. «Wir müssen diese zwei Wochen gut nutzen», so der Luxemburger.

23 Tage, 7 Spiele

Während sich Spieler, die zuletzt öfter zum Einsatz kamen, in diesen Tagen mehr der Regeneration widmen können, müssen die anderen St.Galler Einheiten mit dem Konditionstrainer absolvieren. Saibene wird seine Mannschaft in zwei Gruppen aufteilen, denn es gilt, das gesamte Kader wieder auf den gleichen Level zu bringen. «In den nächsten Wochen benötigen wir alle Spieler», sagt der Trainer. Bis zur Winterpause am 15. Dezember stehen in Meisterschaft, Cup und Europa League 13 Partien auf dem Programm. Allein ab der Auswärtspartie gegen Basel am Samstag, 19. Oktober, bestreiten die Ostschweizer innerhalb von 23 Tagen 7 Spiele.

Sie reisen nach Valencia, Aarau, Lausanne, Luzern oder Krasnodar. Das Training wird dann zu kurz kommen, auch die Krafteinheiten, die schon in den vergangenen Wochen zurückgefahren wurden. «Nun gilt es, die Basis zu legen für jene Wochen, während derer wir nur noch wenig trainieren können», so Saibene. Es sei ein Trugschluss zu glauben, nach einer guten Vorbereitung würden Ernstkämpfe allein genügen, um die Fitness aufrechtzuerhalten. «Man muss zwischendurch wieder ein Zeichen setzen.» Im Mannschaftstraining in dieser Woche nicht dabei ist Innenverteidiger Philippe Montandon, der gegen Swansea nach 73 Minuten wegen einer Muskelverhärtung durch Daniele Russo ersetzt wurde und am Sonntag gegen Aarau nicht zum Einsatz kam. Saibene sagt, in der kommenden Woche könne sein Captain wohl wieder voll ins Training einsteigen. Auch für Alhassane Keita, der mit einer Muskelverhärtung in der Wade kämpft, kommt die Pause gelegen.

«Auch ich brauche Erholung»

Saibenes Aufgaben haben sich mit der Qualifikation für die Europa League erweitert. Nebst dem gesamten Trainerstab erwähnt er dabei auch Nnamdi Aghanya, seit dieser Saison beim FC St.Gallen angestellt als Videoanalyst. Der Schotte, in gleicher Funktion zuvor in Basel tätig, analysiert St.Gallens Gegner. «Es wäre mir nicht möglich, alles unter einen Hut zu bringen», so Saibene, der anfügt: «Auch ich brauche ab und zu einige Stunden der Erholung.»

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