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«Wir fühlen uns getragen»: Angriffslust beim FC St.Gallen nach der grossen Krise

An der 15. ordentlichen Generalversammlung der FC St. Gallen AG herrscht Aufbruchstimmung. Es ist noch nicht ganz alles im Lot, doch die Zahlen stimmen grundsätzlich positiv. Präsident Matthias Hüppi möchte den Verein in der oberen Tabellenhälfte der Super League etablieren.
Christian Brägger
Trainer Peter Zeidler und Präsident Matthias Hüppi. (Bilder: Michel Canonica)Trainer Peter Zeidler und Präsident Matthias Hüppi. (Bilder: Michel Canonica)
Rückkehr einer Legende: Meisterstürmer Charles Amoah.Rückkehr einer Legende: Meisterstürmer Charles Amoah.
Finanzchef Christoph Hammer gab zu den Zahlen Auskunft.Finanzchef Christoph Hammer gab zu den Zahlen Auskunft.
Auch das Fanionteam des FC St.Gallen markierte an der GV Präsenz.Auch das Fanionteam des FC St.Gallen markierte an der GV Präsenz.
Stadtpräsident Thomas Scheitlin war einer von über 600 Besuchern.Stadtpräsident Thomas Scheitlin war einer von über 600 Besuchern.
Finanzchef Christoph Hammer.Finanzchef Christoph Hammer.
Matthias Hüppi bei seiner leidenschaftlichen Ansprache.Matthias Hüppi bei seiner leidenschaftlichen Ansprache.
Auch Regierungsrat Benedikt Würth kam zur FCSG-GV.Auch Regierungsrat Benedikt Würth kam zur FCSG-GV.
St.Gallens Sportchef Alain Sutter.St.Gallens Sportchef Alain Sutter.
Tranquillo Barnetta.Tranquillo Barnetta.
Vincent Sierro.Vincent Sierro.
Guter Laune: Präsident Matthias Hüppi.Guter Laune: Präsident Matthias Hüppi.
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Grünweiss war Trumpf: Die Generalversammlung des FC St.Gallen

  • FCSG-Präsident Matthias Hüppi und seine Crew haben an ihrer ersten ordentlichen Generalversammlung einen kleinen Gewinn von rund 110'000 Franken präsentieren können.
  • Stolz darauf sein könne man allerdings nicht angesichts des strukturellen Defizits von zwei Millionen Franken. Dieses soll nun reduziert werden.
  • Die Verantwortlichen wollen die grünweisse Bewegung weiter in der Ostschweiz verankern: Der FC St.Gallen soll durch eine offensive Spielweise begeistern, die Zuschauerzahlen im Kybunpark sollen steigen, und man will durch Offenheit und Transparenz überzeugen. Es gehe auch darum, ein guter Gastgeber zu sein, sagte Präsident Matthias Hüppi - auch in Bezug auf das immer wieder in der Kritik stehende Stadion-Catering.

Nach einer Stunde war der Spuk in der festlich hergerichteten Olma-Halle 2.1 vorüber. Wobei, als Spuk musste im Vorjahr die 14. Generalversammlung der FC St.Gallen AG bezeichnet werden, als die Zahlen so gar nicht stimmten mit dem Minus von über 2,5 Millionen Franken. Und der Goodwill für die Clubführung um den damaligen Präsidenten Stefan Hernandez, aber auch für den Verein, irgendwie abhanden gekommen waren.

Heuer indes, mit Präsident Matthias Hüppi als Gastgeber, war Showtime angesagt. Soviel vorweg: Die Zuversicht ist wieder da, der Club lebt. Hüppi («ich bin nervöser als bei meiner letzten Sendung des Sportpanorama») bespielte das Feld vor den 667 anwesenden Aktionären in seiner ersten ordentlichen Generalversammlung und hatte ein leichtes Spiel, weil die Leute gerne an seinen Lippen hängen.

Hüppis Herzblut

«Wir wollen die Gruppe grünweiss in eine gute Zukunft bringen,» sagte er. Sätze wie diese geben dem Anhänger ein gutes Gefühl, auch weil man sie Hüppi nach einem knappen Jahr als Präsident abnimmt; man spürt, ihm liegt der Verein mit jeder Faser seines Körpers am Herzen.

Und doch war nicht nur Showtime angesagt, es ging ja auch um nackte Zahlen und den Zustand des FC St. Gallen. Christoph Hammer, im Verwaltungsrat für die Finanzen zuständig, stand Hüppi in nichts nach und referierte mit Verve. Niedergangsrisiken, wie sie Hammer einst angedroht hatte im März dieses Jahres, hat es laut Bilanzen und Rechnungen per se nicht gegeben. Aber weil der Trend in eine schlechte Richtung ging, musste man im Verwaltungsrat reagieren und an einigen Rädchen schrauben.

Sorgen wegen des strukturellen Defizits

Auch wegen Transfers und TV-Einnahmen schaute schliesslich ein Gewinn von 110'000 Franken heraus. Derzeit verfügen weder die FC St.Gallen AG noch die Event AG über Rückstellungen. Zu schaffen macht überdies das strukturelle Defizit, das kleiner geworden ist und zwei Millionen Franken beträgt.

Insbesondere in der Event AG ist aber genügend Eigenkapital vorhanden. Hüppi sagte, nachdem er und der Verwaltungsrat im Amt mit viel Applaus für das nächste Jahr bestätigt worden waren:

«Wir werden mit gleich viel Leidenschaft das Beste tun für alle.»

Die Clubführung will überdies vorwärtsschauen und hat die «Strategie 2021» entwickelt. Hierbei hat sie sechs Handlungsfelder definiert (1. Mannschaft, Nachwuchs, Region, Wirtschaftlichkeit, Organisation, Kultur/Kommunikation), in denen man sich um einiges verbessern will mit dem Ziel, noch näher an die Grossen zu rücken.

Nach der Pflicht die Legenden

Sascha Müller, Moreno Costanzo, Charles Amoah. Und Marc «Fussballgott» Zellweger. Diese Legenden des FC St.Gallen kamen im Nachgang der Generalversammlung, zur dritten Halbzeit sozusagen. Die ja jeweils nicht minder wichtig ist. Bei Wurst und Bier schwelgte das Quartett mit den Anhängern in der vollen Olma-Halle in Erinnerungen an frühere Zeiten. Costanzo erzählte, wie das war, als er als 17-Jähriger «Zelli» auf den Fuss stand. Amoah erklärte, weshalb er für den FC St. Gallen so viele Tore schoss: weil er sonst nicht geliebt worden wäre. Und einmal gab es gutgemeinte Pfiffe – als Müller sagte, er sei Trainer beim GC-Nachwuchs. (cbr)

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