Wegen Corona: Rheintaler Fasnachtsumzüge werden abgesagt

Die traditionellen und grossen Fasnachtsumzüge in Altstätten, Rebstein, Oberriet, Kriessern und Diepoldsau finden 2021 nicht statt. Die Veranstalter sagen die Umzüge auf Grund der Corona-Situation und den damit verbundenen, behördlichen Bestimmungen ab.

Merken
Drucken
Teilen
Die Altstätter Fasnacht – hier der Umzug von 2019 – findet 2021 nicht statt.

Die Altstätter Fasnacht – hier der Umzug von 2019 – findet 2021 nicht statt.

Bild: Max Tinner

(dar) Schwarzer Tag für die Rheintaler Fasnacht: Geschlossen teilen die Röllelibutzen, der Blauring Oberriet, Gula Gula Diepoldsau, das OK der Musikgesellschaft Kriessern und die Räbschter Dorffasnacht mit, dass sie an der kommenden Fasnacht keine Umzüge durchführen. Der Entscheid sei den Organisatoren der beliebten Strassenfasnachtsanlässen sehr schwer gefallen. Er zeichnete sich jedoch in den letzten Wochen und Tagen auf Grund der Entwicklung der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden, behördlichen Vorgaben ab. Ralph Dietsche, Medienbeauftragter der fünf Fasnachts-Organisationen, sagt:

«Wir haben verschiedene Möglichkeiten von Hygiene- und Schutzmassnahmen angedacht und geprüft. Trotzdem haben wir uns nun entschieden die Umzüge komplett abzusagen.»

Ausschlaggebender Punkt für die frühe und koordinierte Absage sei die benötigte Vorlaufzeit, welche die grossen Fasnachtsumzüge respektive die teilnehmenden Gruppen benötigen. Damit erhalten die Fasnachts- und Kulturgruppen aus nah und fern eine Planungssicherheit.

Absage wird bedauert

Die Organisatoren der Rheintaler Fasnachtsumzüge schreiben in der Mitteilung, ihnen sei bewusst, dass durch diesen Entscheid die Strassenfasnacht, das gesellschaftliche Leben und die Kultur im Rheintal im kommenden Jahr leiden werde. «Andererseits sind unter den aktuellen Umständen keine Fasnachtsumzüge durchführbar, bei denen die Gruppen und Zuschauerinnen und Zuschauer bedenkenlos und unbeschwert teilnehmen können», schreiben sie weiter. Wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt, könne niemand voraussagen. Es müsse jedoch angenommen werden, dass sich die Situation bis zur Fasnacht nicht entschärft.

Die Absage der Umzüge hat auch finanzielle Folgen. Einerseits verlieren die organisierenden Vereine eine wichtige Einnahmequelle, andererseits hat der Durchführungsverzicht auch Folgen auf Hotels, Gastrobetriebe, Lieferanten, Partner und regionale Gewerbebetriebe. Dietsche sagt:

«Die Absage von liebgewonnenen Veranstaltungen ist immer unpopulär.»

Die Veranstalter hoffen nun, im Jahr 2022 die Anlässe wieder im gewohnten Rahmen durchführen können.

Durchführung weiterer Anlässe offen

Die Absagen betreffen bis jetzt «erst» die Fasnachtsumzüge in den fünf Rheintaler Gemeinden. Wie es mit den einzelnen Fasnachtsanlässen der verschiedenen Organisatoren und Fasnachtsgruppen in den einzelnen Gemeinden aussieht, steht noch nicht fest. Die entsprechenden Veranstalter werden diesbezüglich zu gegebener Zeit kommunizieren.