«We will do our best to make Pirates great again»: Welcome, Zinnbauer – Ex-FCSG-Coach wird neu Trainer in Südafrika

Der ehemalige Trainer des FC St.Gallen, Joe Zinnbauer, hat offenbar einen neuen Arbeitgeber. Der 49-Jährige coacht künftig das Team der Orlando Pirates. 

Alexandra Pavlovic/Daniel Walt
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Im Frühling 2017 wurde Joe Zinnbauer als Coach des FC St.Gallen abgesetzt und war seither ohne Job. Nun hat der gebürtige Deutsche wieder eine Anstellung als Trainer gefunden. Das südafrikanische Team Orlando Pirates hat in einer Mitteilung vom Dienstag die Verpflichtung Zinnbauers bekannt gegeben. 

Der 49-Jährige ersetzt damit den bisherigen Cheftrainer Micho Sredojević. Zinnbauer unterschrieb einen Vertrag für zweieinhalb Jahre bis Juni 2022.

Erfreut über neues Engagement

Auf der Vereinshomepage begrüsst Irvin Khoza, Präsident des Clubs, die Verpflichtung des neuen Trainers. Zinnbauer habe nun die Aufgabe, andere zu besiegen. Der Deutsche könne das Team fokussiert halten – eine wichtige Voraussetzung in diesem Job, so der Präsident.

«Ich hoffe, dass Josef Zinnbauer in der Lage ist, das Ding am Laufen zu halten», so Khoza, der seinem neuen Trainer auch viel Glück wünscht.

Joe Zinnbauer trainierte vor dem FC St.Gallen unter anderem auch schon den Hamburger SV in der Bundesliga.

Joe Zinnbauer trainierte vor dem FC St.Gallen unter anderem auch schon den Hamburger SV in der Bundesliga.

Urs Bucher

Der Deutsche selbst bedankt sich für die lobenden Worte und die Möglichkeit, künftig für den Club tätig zu sein. Er sagt: 

«Ich begrüsse die Gelegenheit, einen der angesehensten Clubs auf dem afrikanischen Kontinent zu leiten. Ich hoffe, dass wir unter meiner Führung bereit sind, den Verein wieder auf die Siegerstrasse zu führen.»

Interimstrainer Rhulani Mokwena wird bis zur Erteilung der Arbeitserlaubnis Zinnbauers als Interimstrainer weiterarbeiten und später in die Position des Co-Trainers zurückkehren. 

Von Dölf Früh lange gestützt und dann doch entlassen

Joe Zinnbauer wurde im Herbst 2015 vom FC St.Gallen als Nachfolger von Jeff Saibene installiert. Nach einem ansprechenden Start gerieten die Espen unter Zinnbauer aber in einen Negativstrudel. Bei einem Gastspiel in St.Gallen machten sich sogar die Fans des FC Thun, bei dem Zinnbauers Vorgänger Saibene mittlerweile tätig war, über den Deutschen lustig:

Bild: Freshfocus

Lange wurde Zinnbauer insbesondere vom damaligen FCSG-Präsidenten Dölf Früh gestützt. Im Frühling 2017 musste Früh dann aber die Reissleine ziehen – auch, weil es zu zahlreichen Kündigungen von Saisonabos gekommen war. Auf Zinnbauer folgte in St.Gallen Giorgio Contini.

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