Super League
Weshalb wechselte Innenverteidiger Joël Schmied eigentlich nicht zum FCSG?

Es sind einige Gründe, die den Transfer des Vaduzer Spielers verunmöglichten. Deshalb spielt er nun für den FC Sion – was schade ist, weil das Interesse grundsätzlich da war.

Christian Brägger
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Ein Bild aus der vergangenen Saison: Joël Schmied (rechts) im Zweikampf gegen St.Gallens Victor Ruiz.

Ein Bild aus der vergangenen Saison: Joël Schmied (rechts) im Zweikampf gegen St.Gallens Victor Ruiz.

Bild: Ralph Ribi

Die Meinung war schnell gemacht. Joël Schmied von Absteiger Vaduz ist zu gut für die Challenge League und wäre ein gern gesehener Innenverteidiger beim FC St.Gallen. Grossgewachsen, torgefährlich und Super-League-erfahren dazu. Zudem war er im Februar dieses Jahres gegen St.Gallen mit zwei Toren beim 2:1 der Matchwinner.

Doch dann folgte am Montag der Paukenschlag, weil der 22-Jährige zu Sion wechselt für vier Jahre. Weshalb aber griffen die Ostschweizer nicht zu?

Offenbar haben sich die Verantwortlichen des FC St.Gallen beim FC Vaduz Mitte Juli gemeldet, sich auch mit Schmied ausgetauscht und ihr Interesse bei ihm deponiert. Zu einem Angebot, was naheliegend gewesen wäre, ist es aber nie gekommen. Das wiederum soll auch den Sportchef der Liechtensteiner, Franz Burgmeier, irritiert haben. Vielmehr waren es die Sittener und Lausanne, die boten.

Mehrere Gründe verunmöglichten die Investition in die Zukunft

Mitunter lag es wohl an den finanziellen Ressourcen der St.Galler – zwischen 400'000 und 500'000 Franken dürfte Schmied gekostet haben. Zudem sind die Plätze in der Innenverteidigung mit Fazliji und Stergiou besetzt, und im Juli ging man noch davon aus, das der eine oder der andere noch den Klub verlassen würde. Und: Im Kader der St.Galler stehen mit Basil Stillhart, der gerne als Innenverteidiger aufläuft, und dem aktuell keine Rolle spielende Musah Nuhu zwei weitere Akteure für das defensive Zentrum.

Zu guter Letzt ist St.Gallen personell noch immer überdotiert – weshalb derzeit solche Transfers mit Perspektiven und als Investitionen für die Zukunft eben nicht zustande kommen.

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