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Die Nervosität liegt in der Luft: Der FC St.Gallen vor schweren Wochen

Noch sechs Spiele dauert die Super-League-Saison 2018/19. St.Gallen kämpft gleichzeitig um einen Europacup-Platz und gegen den Abstieg. Vor dem Heimspiel gegen Basel liegt die Nervosität förmlich in der Luft.
Ralf Streule
Peter Zeidler: «Es brauchte viel Zeit, um die Niederlage gegen Luzern zu verdauen.» (Bild: Michel Canonica (20. April 2019)

Peter Zeidler: «Es brauchte viel Zeit, um die Niederlage gegen Luzern zu verdauen.» (Bild: Michel Canonica (20. April 2019)

Wie steht es um den FC St.Gallen? Seit jeher gibt es einen sehr zuverlässigen Indikator, der diese Frage beantwortet: die Intensität und Dauer von Medienkonferenzen vor den Spielen. Gestern dauerte das Tête-à-Tête von Trainer Peter Zeidler mit den Journalisten weit über eine Stunde, samt den Gesprächen nach dem offiziellen Teil, an denen sich auch Präsident Matthias Hüppi beteiligte.

Keine Frage: Es gibt für St.Gallen einiges zu verdauen, zu besprechen, zu analysieren. Das Spiel gegen Basel von morgen Sonntag war auch Thema, ja. Aber eher am Rande. Es ist anderes, das der Lage St.Gallens Brisanz verleiht: der Rücktritt von Tranquillo Barnetta, die verpasste Chance beim verlorenen Jubiläumsspiel gegen Luzern.

Und natürlich die Tabellenlage, die sechs Runden und vier Wochen vor Schluss weiterhin einen Europacup-Platz, aber eben auch einen Abstieg möglich macht. Nicht dass die Nerven blank liegen würden. Aber die Nervosität liegt bei den Beteiligten dennoch in der Luft.

Zeidler: «Ich spüre eine grosse Vorfreude»

Zeidler macht keinen Hehl daraus, dass es viel Zeit brauchte, um das Spiel gegen Luzern zu verdauen. Die Fussballer seien ob der Niederlage im ausverkauften Jubiläumsspiel noch Anfang Woche sehr geknickt gewesen – da man sehr nahe an einem Erfolg gewesen sei. So sei auch das Mittwochstraining ein ganz schwieriges, «schlechtes Training» gewesen. Die Mannschaft habe sich aber gefangen. Zeidler sagt:

«Die Energie ist da, die Spieler reden vom Erreichen eines Europacup-Platzes und nicht von einem drohenden Fall auf den neunten Platz. Ich spüre eine grosse Vorfreude auf die kommenden vier Wochen.»

Bis dahin wird die erste komplette Saison unter der neuen Führung abgeschlossen sein. Es sind entscheidende vier Wochen, die sich auf die allgemeine Stimmung rund um den Club und wohl auch auf die Saisonabonnementzahlen für kommende Saison auswirken werden.

Die Sache mit Barnetta

Was Zeidler gestern zugab: Auch die «Quillo-Sache» sei schwer abzuhaken gewesen. Der Rücktritt von Barnetta hatte Wellen geworfen, weil dessen Aussagen in Interviews darauf hingedeutet hatten, dass die Wertschätzung im Verein zu klein gewesen war. Auf eine entsprechende Frage reagierte Zeidler gestern energisch. Davon könne keine Rede sein, er habe ein sehr gutes Einvernehmen mit Barnetta.

Nur in einer Sache sei man sich im Herbst uneins gewesen: Wann der Offensivspieler nach seinen Knieproblemen wieder ins Geschehen eingreifen soll. Er rechne fest damit, dass Barnetta in den restlichen Spielen mithelfen werde, St.Gallen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Das Restprogramm verheisst nichts Gutes

Dass schwere Wochen bevorstehen, zeigt das Restprogramm. St.Gallen tritt zu Hause noch gegen Basel, Sion und die Young Boys an, dazu kommen zwei Auswärtsspiele bei der Konkurrenz in Zürich und eines in Lugano. Zieht man als Spielerei die Resultate heran, die der FC St.Gallen in den jeweiligen Partien in der Hinrunde erreicht hat, zeichnet dies ein schwarzes Bild: Alle Spiele gingen verloren – ausser jenes beim FC Zürich, als man ein 0:0 erreichte.

Eine positive Wendung will der FC St.Gallen am Sonntag um 16 Uhr gegen Basel herbeiführen. Das Spiel wird wiederum gut besucht sein, bis gestern Mittag waren 11'700 Tickets verkauft. Dass Basel am Donnerstag im Cup-Halbfinal gegen Zürich im Einsatz war, sieht Zeidler nicht als Vorteil für die St.Galler.

«Die Basler Bank ist sehr stark.»

Und Basel komme mit breiter Brust als Cupfinalist nach St.Gallen. Dass man gegen diesen Gegner aber schon vier Punkte holte in dieser Saison, mache Mut.

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