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Trotz des sportlichen Höhenflugs – Radio FM1 stellt die Liveberichterstattung bei Spielen des FC St.Gallen ein

Die gute, alte Radio-Liveberichterstattung aus dem Stadion hat bei FM1 bald ausgedient. Das Bedürfnis sei nicht mehr so gross wie früher, heisst es.
Patricia Loher
Tore des FC St.Gallen werden auf dem Radiosender FM1 nicht mehr live kommentiert. (Bild: Valentin Flauraud/KEY)

Tore des FC St.Gallen werden auf dem Radiosender FM1 nicht mehr live kommentiert. (Bild: Valentin Flauraud/KEY)

Der Sender stellt nach der Vorrunde dieser Saison die Liveeinschaltungen während der Spiele des FC St.Gallen ein – trotz des sportlichen Höhenflugs. Programmleiter Sacha Gamper bestätigt:

«In der Rückrunde werden keine Reporter von uns mehr vor Ort sein.»

Die letzten Livekommentatoren auf FM1: James Wehrli (links) und Marc Baumeler (Bild: PD)

Die letzten Livekommentatoren auf FM1: James Wehrli (links) und Marc Baumeler (Bild: PD)

James Wehrli und Marc Baumeler, die den FC St.Gallen 17 beziehungsweise 16 Jahre lang begleitet haben, wurde der Entscheid vor zwei Wochen mitgeteilt.

Laut Gamper sei dieser Schnitt in der Liveberichterstattung «natürlich» auch eine Sparmassnahme in diesen schwierigen Zeiten der traditionellen Medien, aber «nicht nur». Das Verhalten der Konsumenten habe sich verändert. «Man informiert sich per Liveticker auf dem Smartphone.» Studien hätten aufgezeigt, «dass das Bedürfnis nach einer Liveberichterstattung bei unserer Zielgruppe nicht mehr gar so gross ist». Als Zielgruppe definiert sind bei FM1 Personen zwischen 20 und 45 Jahren.

Radio ist ein Medium, das passiv konsumiert wird – «im Gegensatz zu einer Zeitung, in der umgeblättert werden kann, oder einer Website, wo nicht ­jeder Artikel angeklickt werden muss. Bei uns muss man mithören», sagt Gamper. Offenbar ist das Interesse an Einschaltungen aus dem Stadion zuletzt geringer geworden. Vor wenigen Jahren hat FM1, das wie das Tagblatt zur CH-Media-Gruppe gehört, auch schon die Livekommentierung der Handballspiele St.Otmars eingestellt. Gamper sagt, im Radio werde aber weiterhin informiert über die Spielstände und Resultate des FC St.Gallen und mit dem eigenen Newsportal FM1Today habe man das Onlineangebot gar ausgebaut.

Richard Fischbacher, Ex-Sportchef von Radio Aktuell und heutiger Stadionsprecher. (Bild: Ralph Ribi)

Richard Fischbacher, Ex-Sportchef von Radio Aktuell und heutiger Stadionsprecher. (Bild: Ralph Ribi)

Früher wurden Pressekonferenzen übertragen

FM1 ging 2008 aus der Fusion von Radio Ri und Radio Aktuell hervor. Der Vorgänger Radio Aktuell wurde 1984 gegründet. 35 Jahre lang, also bis zum Ende dieser Vorrunde immer, übertrug der Ostschweizer Radiosender die Spiele des FC St.Gallen. Diese Einschaltungen dauerten manchmal bis zu fünf Minuten. Richard Fischbacher, früherer Sportchef bei Radio Aktuell und heutiger Stadionsprecher im Kybunpark, sagt:

«Bei Toren wurde auch das laufende Musikstück unterbrochen.»

Die Pressekonferenzen nach den Spielen wurden live übertragen. «Den Cupfinal 1998 kommentierten wir während der gesamten 120 Minuten plus Penaltyschiessen durch», so Fischbacher.

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