Tréands Treffer als Lucky Punch

Der FC St. Gallen gewann nach drei sieglosen Spielen in Luzern 1:0. Ein direkt verwandelter Freistoss von Geoffrey Tréand sorgte für die Entscheidung.

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Die St.Galler Albert Bunjaku (links) und Geoffrey Treand freuen sich mit Trainer Jeff Saibene über das 1:0 gegen den FC Luzern. (Bild: Keystone)

Die St.Galler Albert Bunjaku (links) und Geoffrey Treand freuen sich mit Trainer Jeff Saibene über das 1:0 gegen den FC Luzern. (Bild: Keystone)

Die Standardsituation in der 54. Minute stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Tréand, der am Vortag Vater geworden war, zirkelte den Ball aus 20 Metern ins Netz. Unhaltbar schien der Schuss nicht. Doch es wäre gar einfach, die Schuld an der Niederlage dem Goalie David Zibung in die Schuhe zu schieben. Denn in erster Linie verpassten es seine Vorderleute, für klare Verhältnisse zu sorgen.

Luzern war zumindest bis zum Gegentreffer die klar bessere Mannschaft. Mit viel Engagement und Laufarbeit suchten die Gastgeber fast pausenlos den Torerfolg. Allerdings waren die klaren Torchancen eher selten, weil es oft im entscheidenden Moment an der nötigen Präzision fehlte. Die beste Chance vergaben die Luzerner in der 21. Minute, als Innenverteidiger Tomislav Puljic mit seinem Kopfball nur die Latte traf.

FUSSBALL, SUPER LEAGUE, NATIONALLIGA A, NLA, LNA, MEISTERSCHAFT, SAISON 2015/16, FC LUZERN, FCL, FCSG, FC ST. GALLEN, (Bild: ALEXANDRA WEY (KEYSTONE))
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Dario Lezcano (Bild: Keystone)
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Vergebenen Chancen in der Schlussphase
St. Gallen beschränkte sich lange Zeit darauf, den Gegentreffer zu verhindern. Dass die Ostschweizer in dieser Saison erst vier Tore, dasjenige von Tréand mitgezählt, erzielt haben, überraschte keinen der 9802 Zuschauer in der Swissporarena. Erst als Luzern mit viel Risiko den Ausgleich suchte und sich die Räume für die St. Galler Konter öffneten, zeigte sich der Sturm der Gäste. Dejan Janjatovic traf in der 84. Minute nur die Latte, Dzengis Cavusevic, Albert Bunjaku und Marco Aratore vergaben weitere Möglichkeiten in der Schlussphase.

Der Gegentreffer hatte den Elan der Luzerner deutlich gebremst. Trotzdem tauchten sie vereinzelt vor dem erneut starken St. Galler Keeper Daniel Lopar auf. Nach einer guten Stunde schloss Lezcano eine schöne Kombination mit einem Schuss übers Tor ab. Und in der 82. Minute rettete Lopar gegen Marco Schneuwly. Mindestens ein Unentschieden hätten die Gastgeber für ihren Aufwand verdient gehabt. Nun stehen sie nach fünf Runden nur mit fünf Punkten da und daheim warten sie auch nach dem dritten Auftritt noch auf den ersten Erfolg. (sda)