Traurige Gewissheit für den FCSG und Lorenzo Gonzalez: Der Offensivspieler hat sich das Kreuzband im linken Knie gerissen 

Club und Spieler hofften in diesen Tagen vergeblich, am späten Montagnachmittag hat das MRI den niederschmetternden ersten Befund aber definitiv bestätigt. Der FC St.Gallen wird nun monatelang auf «Speedy Gonzalez» verzichten müssen.

Christian Brägger
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Nach der Ankunft in St.Gallen im Januar war die Welt noch in Ordnung für Lorenzo Gonzalez.

Nach der Ankunft in St.Gallen im Januar war die Welt noch in Ordnung für Lorenzo Gonzalez.

Urs Bucher

Die Szene im Freitagstraining des FC St.Gallen hatte nicht gut ausgesehen, als Lorenzo Gonzalez nach einem normalen Zweikampf mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen des Kybunpark liegengeblieben war. Und nun, Tage später, ist der negative Befund Fakt: Der 20-jährige Offensivspieler hat sich im linken Knie das vordere Kreuzband gerissen, eine Operation in den nächsten Tagen ist unausweichlich.

Es scheint damit fast schon zur traurigen Angewohnheit zu werden, dass im FC St.Gallen die Spieler mit Kreuzbandrissen lange ausfallen. Vor nicht allzu langer Zeit ereilte diese schwere Verletzung bereits Miro Muheim, Cedric Itten, Alain Wiss, Musah Nuhu und erst im Februar Boris Babic. Und nun also Gonzalez – ausgerechnet in der ersten Woche nach Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs.

Rückkehr frühestens Ende 2020

Gonzalez stiess erst im Winter von Malaga zum FC St.Gallen, unterschrieb einen Vertrag bis 2023. Bislang kam der frühere Junior von Manchester City jedoch aus verschiedenen Gründen (Trainingsrückstand, fehlende Automatismen) ausschliesslich in Testspielen zum Einsatz. Dieser Umstand wie auch die Verletzung an sich wird an seinen Ambitionen aber überhaupt nichts ändern: Bei den Ostschweizern will der Genfer mit spanischen Wurzeln seinem vorauseilenden Ruf als Supertalent gerecht werden und endlich durchstarten in der Fussballwelt. 

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