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TRAUMELF: "Wir wollen wie die Isländer spielen"

Der 30-jährige Andreas Vogler hat es von über 150 Bewerbern in die Traumelf geschafft. Mit 19 anderen Hobbykickern aus der Ostschweiz darf er am Dienstag gegen die FCSG-Profis sein fussballerisches Können beweisen.
Alexandra Pavlovic
Schon als kleiner Bub träumte Andreas Vogler davon, gegen Profis zu spielen. (Bild: Philipp Knoepfel)

Schon als kleiner Bub träumte Andreas Vogler davon, gegen Profis zu spielen. (Bild: Philipp Knoepfel)

TÜBACH. "Fussball bedeutet für mich Leidenschaft, Emotionen und Zusammenhalt.“ Mit diesen Worten beginnt die Videobotschaft, mit der sich Andreas Vogler für das grösste Fussball-Casting in der Ostschweiz beworben hat. Im Rahmen des St.Galler-Kantonalbank-Cups wurden Hobbykicker gesucht, die es mit der ersten Mannschaft des FC St.Gallen aufnehmen können. Über 150 Personen liessen sich die Chance auf ein Spiel gegen die Profis nicht nehmen – auch der 30-jährige Tübacher nicht. Dank seines Eifers hat er es als einer von 20 Bewerbern in die Traumelf geschafft.

"Ich halte den Kasten sauber“
Die Idee, ein Video als Bewerbung einzureichen, kam Vogler nicht etwa spontan, sondern war ein bewusster Entscheid. "Es ist nicht das erste Mal, dass ich für ein Projekt ein Video mache", sagt er. In den sozialen Medien und im Fernsehen ist der 30-Jährige als "Andi verliert" bekannt. Seit zwei Jahren versucht Vogler mit seinem Abnehmprojekt sein ursprüngliches Gewicht von 150 Kilogramm zu halbieren und lässt dabei jeden daran teilhaben. "Ein Bewerbungsvideo für die Traumelf zu drehen hat so auch ideal in mein Projekt gepasst", sagt Vogler, der sich bestens im Marketing und den sozialen Medien auskennt. So benötigte der 30-Jährige lediglich 20 Minuten für das Storybook des zweiminütigen Videos. Die restlichen Szenen seien alle spontan während des Drehs entstanden.

Andreas Vogler, Jahrgang 1986, Tübach. (Bild: SGKB)Andreas Vogler, Jahrgang 1986, Tübach. (Bild: SGKB)
Beni Eugster, Jahrgang 1972, St.Gallen. (Bild: SGKB)Beni Eugster, Jahrgang 1972, St.Gallen. (Bild: SGKB)
Christian Nachbauer, Jahrgang 1997, Altenrhein. (Bild: SGKB)Christian Nachbauer, Jahrgang 1997, Altenrhein. (Bild: SGKB)
Denis Bettineschi, Jahrgang 1991, Ganterschwil. (Bild: SGKB)Denis Bettineschi, Jahrgang 1991, Ganterschwil. (Bild: SGKB)
Dominic Mathis, Jahrgang 1993, Mörschwil. (Bild: SGKB)Dominic Mathis, Jahrgang 1993, Mörschwil. (Bild: SGKB)
Dominik Stillhard, Jahrgang 1968, Goldach. (Bild: SGKB)Dominik Stillhard, Jahrgang 1968, Goldach. (Bild: SGKB)
Edgar Herzog, Jahrgang 1966, Thal. (Bild: SGKB)Edgar Herzog, Jahrgang 1966, Thal. (Bild: SGKB)
Elvis Bischof, Jahrgang 1979, St.Gallen. (Bild: SGKB)Elvis Bischof, Jahrgang 1979, St.Gallen. (Bild: SGKB)
Erwin Brandenberger, Jahrgang 1970, Roggwil. (Bild: SGKB)Erwin Brandenberger, Jahrgang 1970, Roggwil. (Bild: SGKB)
Fabio Neuhaus, Jahrgang 1994, Wittenbach. (Bild: SGKB)Fabio Neuhaus, Jahrgang 1994, Wittenbach. (Bild: SGKB)
Florian Kleger, Jahrgang 1989, St.Gallen. (Bild: SGKB)Florian Kleger, Jahrgang 1989, St.Gallen. (Bild: SGKB)
Lucas Caluori, Jahrgang 1994, Thal. (Bild: SGKB)Lucas Caluori, Jahrgang 1994, Thal. (Bild: SGKB)
Martin Oswald, Jahrgang 1980, St.Gallen. (Bild: SGKB)Martin Oswald, Jahrgang 1980, St.Gallen. (Bild: SGKB)
Michael Mäder, Jahrgang 1989, Rorschacherberg. (Bild: SGKB)Michael Mäder, Jahrgang 1989, Rorschacherberg. (Bild: SGKB)
Nikolaus Aebersold, Jahrgang 1986, Rorschacherberg. (Bild: SGKB)Nikolaus Aebersold, Jahrgang 1986, Rorschacherberg. (Bild: SGKB)
Salvatore Ippolito, Jahrgang 1975, Amriswil. (Bild: SGKB)Salvatore Ippolito, Jahrgang 1975, Amriswil. (Bild: SGKB)
Sepp Peterer, Jahrgang 1991, Gossau. (Bild: SGKB)Sepp Peterer, Jahrgang 1991, Gossau. (Bild: SGKB)
Simon Haas, Jahrgang 1994, Rossrüti. (Bild: SGKB)Simon Haas, Jahrgang 1994, Rossrüti. (Bild: SGKB)
Die Traumelf mit ihrem Leiter Daniel Tarone (Mitte). (Bild: SGKB)Die Traumelf mit ihrem Leiter Daniel Tarone (Mitte). (Bild: SGKB)
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Diese Hobbykicker fordern den FCSG heraus


Der 1,77 Meter grosse Hobbykicker beschreibt darin, wieso er gegen die Traumelf antreten will, woher seine Leidenschaft für Grün-Weiss kommt und wieso er ins Tor gehört. "Auf der Linie bin ich reaktionsschnell und kann die Schüsse gut antizipieren", sagt er etwa über seine Qualitäten. Ausserdem brauche die Traumelf einen Spieler, der den Kasten sauber hält, der das Team hinten organisiert, den Zusammenhalt fördert und das Spiel entscheiden kann. "Genau so ein Torhüter bin ich."

Die Liebe für Grün-Weiss
Mit dem Endprodukt war Andreas Vogler denn mehr als zufrieden. "Ich hoffe, die Jury hat gemerkt, wie sehr ich mir wünsche, gegen die Profis zu spielen." Es sei schon als kleiner Bub sein Traum gewesen. "Mit sieben Jahren war ich das erste Mal im Espenmoos", sagt Vogler. Ihm habe nicht nur die Atmosphäre imponiert, sondern vor allem die FCSG-Fans, die ihr Team lautstark anfeuerten. In diesem Moment hat ihn die Liebe für Grün-Weiss gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen. "Mit der Traumelf haben wir nun die Möglichkeit gegen unsere Idole zu spielen und ihnen zu zeigen, das auch wir was drauf haben." Wenn er könnte, würde er denn auch gerne das Leibchen mit seinem Gegenspieler Daniel Lopar tauschen. "Ihn beneide ich wegen seines akribischen Schaffens, dass er sich immer wieder zurück ins Team gekämpft hat und nun ein fester Bestandteil des FCSG ist“, sagt Vogler. Und vergleicht damit auch seinen Eifer sein Gewicht zu reduzieren.

Zum Profi hat es Vogler zwar nicht gereicht. "In meiner Jugend überwog irgendwann mal das Interesse für die Musik, somit wurde es nichts mit einer Fussballkarriere." Dennoch kickt er heute noch zum Spass in einem Team in St.Gallen.

Nicht als Kanonenfutter präsentieren
Dass der 130-Kilo-Koloss auch mit seiner Fitness mithalten kann, hat er unlängst beim Casting bewiesen. Es galt einen Zwölf-Minuten-Lauf zu absolvieren, Schüsse des ehemaligen Spielers Stefan Wolf abzublocken und seine Persönlichkeit noch einmal vor der Jury zu präsentieren. "Einige haben ein Lied komponiert, andere haben jongliert, ich habe ein Gedicht über den gesamten Wettbewerb vorgetragen", sagt Vogler. Seine Mühen hätten sich ausgezahlt.

Mit 19 Ostschweizern hat sich der Torhüter seit Juni für das morgige Spiel auf der Sportanlage Kellen in Goldach vorbereitet. Da mit den beiden FCSG-Assistenztrainern Daniel Tarone und Martin Stocklasa lediglich drei Trainings geplant waren, hat sich das Team nach dem Casting entschieden eine Facebook-Gruppe zu gründen und eigenständig noch einige Einheiten mehr zu absolvieren. "Wir wollen uns gegen die Espen-Profis nicht als Kanonenfutter präsentieren. Sie sollen schon auch merken, dass wir etwas können", sagt Vogler mit einem breiten Grinsen. Die Stärken seines Teams schätzt der Tübacher vor allem im Mannschaftszusammenhalt. Die Stimmung sei immer gut, man verstehe sich auf und neben dem Rasen hervorragend. Neben guten Flügeln und Mittelfeldspielern besitzt das Team ausgezeichnete Schützen. "Im Gegensatz zu den FCSG-Profis treffen unsere Stürmer das Tor", sagt Vogler und spricht damit auch die bisherige Torflaute der Profis an. Auch deren derzeitige Platzierung ist immer mal wieder Thema in der Kabine. Aber jeder einzelne glaube an Zinnbauers-Team und an eine erfolgreiche Meisterschaft.

Vom Spiel gegen die Profi-Mannschaft erhofft sich Andreas Vogler doch einige Tore. "Ob es für uns zum Sieg reicht, werden wir sehen." Technisch werde sein Team unterlegen sein. Physisch hoffe er, dass man doch ein gutes Stück mithalten könne. "Unser Ziel ist es, wie die Isländer während der Europameisterschaft zu spielen und alle ein wenig zu ärgern."

Wie gut der Traumelf ihr Vorhaben gelingt, wird sich am Dienstag, um 18.30 Uhr, auf der Sportanlage Kellen zeigen. Dann ist Anpfiff der Partie.

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