Transfer
Miro Muheim verlängert in St.Gallen den Vertrag und wechselt gleichzeitig zum Hamburger SV – FCSG bestätigt den Transfer

St.Gallens Miro Muheim verlässt die Schweiz in Richtung 2. Bundesliga. Am Montag hat der 23-jährige Zürcher in Deutschland die medizinischen Checks absolviert. Nun bestätigt der FC St.Gallen den Wechsel von Muheim.

Christian Brägger und Patricia Loher
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St.Gallens Miro Muheim (rechts, gegen den früheren Teamkollegen Silvan Hefti) verlässt den Klub nach dreieinhalb Jahren in Richtung Deutschland.

St.Gallens Miro Muheim (rechts, gegen den früheren Teamkollegen Silvan Hefti) verlässt den Klub nach dreieinhalb Jahren in Richtung Deutschland.

Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone

Miro Muheim hat einen Leihvertrag für ein Jahr unterschrieben, danach können ihn die Norddeutschen definitiv verpflichten für die kolportierte Summe von 1,5 Millionen Euro.

Am Dienstag bestätigt auch der FC St.Gallen in einer Medienmitteilung, dass der Verteidiger leihweise zum Hamburger SV wechselt. Der HSV besitze anschliessend die Option auf eine definitive Übernahme, heisst es weiter in der Mitteilung. «Über die Höhe der Leihsumme und der Option für die definitive Übernahme haben die beiden Klubs Stillschweigen vereinbart», schreibt der Verein.

Der Vertrag des Linksverteidigers mit dem FC St.Gallen wäre im Sommer 2022 ausgelaufen, doch einhergehend mit dem Leihgeschäft hat Muheim den Kontrakt mit den Ostschweizern um zwei Jahre bis 2024 verlängert.

Dies aus einem einfachen Grund: Der HSV muss derzeit ebenfalls sparen, und schiebt die etwaig zu zahlende Summe damit um ein Jahr vor sich hin. Wovon letztlich auch der FC St.Gallen profitiert.

Schon zum Trainingsstart soll Muheim da sein

Neben Muheim weilte am Montag auch noch Mittelfeldspieler Jonas Meffert von Holstein Kiel zum Medizincheck in Hamburg. Beide sollen schon zum Trainingsauftakt unter Trainer Tim Walter am Mittwoch dabei sein.

Muheim, der in den Nachwuchsabteilungen des FC Zürich und des FC Chelsea ausgebildet wurde, spielt seit Februar 2018 für St.Gallen. Nachdem er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und lange ausgefallen war, entwickelte sich der gelernte Flügelspieler zu einem der besten Aussenverteidiger der Super League. Muheim absolvierte für St.Gallen insgesamt 66 Pflichtspiele.

Was plant der FC St.Gallen?

Wie St. Gallen die Lücke schliessen will, die der frühere Nachwuchs-Internationale hinterlässt, ist offen. Zuletzt gab es die Gerüchte, der Klub sei an Luganos Linksverteidiger Adrian Guerrero interessiert.

Doch seit dem verlorenen Cupfinal vor drei Wochen haben die Ostschweizer weder Zu- noch Abgänge kommuniziert. Schon seit März ist bekannt, dass auch Captain Jordi Quintillà St. Gallen verlässt.

Am Freitag nimmt die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler mit den Leistungstests die Vorbereitung auf die neue Saison auf.