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Tranquillo Barnetta nach vergebener Chance und Traumtor gegen Sion: «Ich wollte alles hineinlegen in diesen einen Abschluss»

Jérémy Guillemenot und Tranquillo Barnetta führen den FC St.Gallen zum eminent wichtigen 2:1-Heimsieg gegen Sion. Dem bald 34-jährigen Barnetta gelingt ein Traumtor.
Patricia Loher
Die Teamkollegen freuen sich mit: Tranquillo Barnetta (Mitte) lässt sich feiern. (Bild: Urs Bucher)

Die Teamkollegen freuen sich mit: Tranquillo Barnetta (Mitte) lässt sich feiern. (Bild: Urs Bucher)

Der FC St. Gallen erlebt in diesen Tagen gerade eine schöne Geschichte. Es ist die Geschichte eines Mannes, der vor zweieinhalb Jahren aus der grossen Fussballwelt in die Heimat zurückgekehrt ist, zu Beginn dieser Saison nicht zum Zug kam und nun, nach seiner Rücktrittsankündigung, seinen Stammclub schon zum zweiten Mal in Folge zu einem eminent wichtigen Sieg geführt hat.

Einmal mehr ist auf Barnetta Verlass

Nach dem entscheidenden 1:0 bei den Grasshoppers vor einer Woche erzielte Tranquillo Barnetta am Sonntag gegen Sion, in seinem zweitletzten Spiel im Kybunpark, in der 80. Minute mit einem Traumtor das 2:1. Es herrschten grosse Emotionen – sowohl bei Barnetta als auch beim Publikum.

Dabei wäre der 75-fache Schweizer Internationale 20 Minuten zuvor am liebsten im Boden versunken, nachdem er beim Stand von 1:1 aus sechs Metern nicht das leere Tor, sondern nur den Pfosten getroffen hatte. Barnetta sagte:

«Ich wollte nicht, dass man mich so in Erinnerung behält.»

«Also musste ich später alles hineinlegen in diesen einen Abschluss.» Und weiter: «Auch deshalb war das 2:1 ein ungemein emotionaler Moment.» Aber einen Rücktritt vom Rücktritt schloss er aus. «Mein Entscheid ist definitiv.» Weil Barnetta nach seinem Treffer das Trikot auszog und dafür die gelbe Karte kassierte, muss er am Donnerstag in Lugano zuschauen. Doch dank ihm und einer vor allem in der zweiten Halbzeit geschlossenen Mannschaftsleistung dürfen die Ostschweizer beruhigter ins Tessin fahren. Ihr Vorsprung auf Xamax beträgt drei Runden vor dem Saisonende sechs Punkte, sie sind nun gar Vierte. Das Barrage-Gespenst ist vertrieben, zumal Sion und Xamax am Mittwoch aufeinandertreffen.

Nach dem Ausgleich wirkt St.Gallen geschockt

Gegen Sion, das zuvor dreimal in Folge verloren und am Dienstag Trainer Murat Yakin beurlaubt hatte, spielten die St. Galler ihre Stärken im Verlauf der zweiten Halbzeit aus. Dabei hatte man sich nach dem Ausgleich in der 48. Minute durch den eingewechselten Adryan noch Sorgen machen müssen um den einen Punkt. Denn die St. Galler wirkten nach dem 1:1 geschockt und von der Rolle, ehe sie den Faden wiederfanden. St. Gallen gelang es wieder einmal, schneller zu spielen und den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Vorerst aber schien der Mannschaft das Glück zu fehlen. Zuerst traf Musah Nuhu, den der
FC St. Gallen am Freitagabend mit einem Vertrag bis 2022 ausstattete, mit einem Kopfball nur die Latte, ehe auch Barnetta und Dereck Kutesa, dessen Abschluss ebenfalls an die Latte ging, im Pech waren. Plötzlich war Leben in diesem Spiel, und die Zuschauer goutierten, wie die Teams auf einmal vergessen machten, dass es sich eigentlich um einen Abstiegskampf handelte.

Sion mit Chancenplus, doch St.Gallen trifft

Denn während der ersten 45 Minuten hatte sich lange wenig Erwärmendes abgespielt. Beide Mannschaften gingen kaum Risiken ein, ehe Sion besser ins Spiel fand. St. Gallen litt wie schon in den Wochen davor unter dem Manko, keinen gefährlichen letzten Pass spielen zu können, während die Walliser schnörkellos konterten. Sion erspielte sich so drei gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, während St. Gallen kaum einen Torschuss zustande brachte. Nur waren es dann doch die Ostschweizer, die in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit entgegen dem Spielverlauf in Führung gingen: Ein Pass von Majeed Ashimeru in die Tiefe wurde von einem Walliser noch leicht zu Jérémy Guillemenot abgelenkt: Der Romand liess sich die Chance nicht entgehen. St.Gallens Trainer Peter Zeidler sagte:

«Wir hatten Glück in der ersten Halbzeit.
Wir hatten dann noch mehr Glück, in Führung zu gehen.»

Und der Deutsche fügte an: «Aber die Mannschaft hat all ihren Mut zusammengenommen und ist gut zurückgekommen.»

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