«Sutter und Zeidler sind in St.Gallen am richtigen Ort»: Der FCSG bindet seinen Sportchef und den Cheftrainer bis 2025 – Zeidlers Kontrakt hat keine Ausstiegsklausel

Der FC St.Gallen setzt vor dem Endspurt in der Meisterschaft ein Zeichen: Die Ostschweizer binden ihren Erfolgstrainer Peter Zeidler sowie Sportchef Alain Sutter bis 2025. Präsident Matthias Hüppi erklärt, das Ganze sei kein finanzielles Abenteuer. Durch die langfristige Zusammenarbeit mit Sutter und Zeidler wolle man ein Signal an Fans, Sponsoren und Geldgeber aussenden.

Daniel Walt
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Dieses Trio arbeitet langfristig in St.Gallen: (v.l.) Sportchef Alain Sutter, Präsident Matthias Hüppi und Trainer Peter Zeidler.

Dieses Trio arbeitet langfristig in St.Gallen: (v.l.) Sportchef Alain Sutter, Präsident Matthias Hüppi und Trainer Peter Zeidler.

Bild: Ralph Ribi (St.Gallen, 15. Juli 2020)

Abgang von Cheftrainer Peter Zeidler? Sportchef Alain Sutter weg? Übernahme von Stürmer Ermedin Demirovic? Die Spekulationen schossen ins Kraut, als der FC St.Gallen am Mittwoch für den Nachmittag kurzfristig die Bekanntgabe zukunftsweisender Entscheide ankündigte. Dementsprechend voll war der Medienraum hoch oberhalb dem Spielfeld des Kybunparks, als Präsident Matthias Hüppi, Sportchef Alain Sutter und Trainer Peter Zeidler um 15 Uhr vor die Medienvertreter traten.

Das, was folgte, dürfte die allermeisten Anhänger der Ostschweizer in Jubelstimmung versetzt haben: Präsident Matthias Hüppi informierte über die vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit Peter Zeidler und Alain Sutter. Der deutsche Übungsleiter der Espen verlängerte seinen Kontrakt mit dem aktuellen Tabellenführer der Super League bis Sommer 2025 - «der Vertrag enthält keine Ausstiegsklausel», wie Hüppi auf eine entsprechende Nachfrage präzisierte. Sportchef Alain Sutter seinerseits bleibt bis Ende 2025 beim FC St.Gallen.

Sutter: «Einzigartige Zusammenarbeit»

Matthias Hüppi hielt fest, das Ganze sei keine Hauruckübung, sondern wohlüberlegt gewesen. Mit den Entscheiden hat der FCSG laut Hüppi zwei Pflöcke für die Strategie 2025 eingeschlagen. Man habe damit auch ein Signal aussenden wollen an die Fans, die Aktionäre und die Sponsoren, so der Espen-Präsident: «Wir wollen noch berechenbarer werden.»

«Ich bin überzeugt, dass Alain Sutter und Peter Zeidler in St.Gallen am richtigen Ort sind.»

Alain Sutter lobte die Zusammenarbeit mit Peter Zeidler als «einzigartig». Er zeigte sich auch beeindruckt von der Solidarität, auf die der FC St.Gallen in der Coronakrise zählen kann. «Für mich lohnt es sich, meine Lebenszeit in dieses Projekt zu investieren», so Sutter. Peter Zeidler seinerseits betonte, er fühle sich in St.Gallen, bei diesem besonderen Club, sehr wohl und gehe täglich gerne zur Arbeit:

«Ich habe jeden Morgen so viel Energie, dass ich das Wort Rente nicht einmal buchstabieren kann!»

Weiterhin kein Goldesel im Kybunpark

Für den FC St.Gallen bedeuten die beiden langfristigen Vertragsverlängerungen keinen finanziellen Kraftakt, wie Präsident Matthias Hüppi betonte. «Ich habe immer gesagt, dass wir keine finanziellen Abenteuer wagen werden. Ein Goldesel ist im Kybunpark bisher nicht aufgetaucht», so St.Gallens Präsident. Hüppi ist generell überzeugt: Die langfristige Zusammenarbeit mit Sutter und Zeidler stärkt die Verlässlichkeit des Vereins bei Zuschauern und Geldgebern. Zeidlers Kontrakt gilt im Übrigen auch für die Challenge League. Passieren könne ein Abstieg zwar, so der Deutsche. «Dass es aber ganz klar ist: Wir haben keine Lust, abzusteigen!»

Der Ticker zur Medienorientierung zum Nachlesen: