Super League
Der FCSG macht das Rennen: Wie Neuzugang Randy Schneider nach einem schwierigen Saisonstart die Challenge League aufgemischt hat

Der 20-jährige Randy Schneider wechselt vom FC Aarau zu den Ostschweizern. Wils früherer Topskorer Valon Fazliu ersetzt Schneider in Aarau.

Patricia Loher, Ralf Streule
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Randy Schneider wechselt zum FC St.Gallen und spielt künftig mit der Nummer 27.

Randy Schneider wechselt zum FC St.Gallen und spielt künftig mit der Nummer 27.

Bild: PD

Randy Schneider ist St.Gallens erster Neuzugang im Hinblick auf die nächste Saison. Der 20-jährige Schaffhauser kommt vom FC Aarau und unterschrieb einen Vertrag bis 2025.

Schneider, der in Aarau noch über einen Kontrakt bis 2023 verfügte, hat eine aufregende Saison hinter sich. Der offensive Mittelfeldspieler war in der Challenge League einer der Aufsteiger, die Medien schrieben gar vom «vielleicht besten Spieler der Liga».

Hoch geflogen, tief gefallen

Der junge Mann, der bei den Grasshoppers ausgebildet wurde, führte sein Team bis an die Spitze der Challenge League – mit Toren, mit Assists. Die Euphorie um den technisch versierten Fussballer war gross, doch die Landung fiel dann umso härter aus: Im letzten Saisonspiel verpasste Aarau nach der 1:2-Niederlage gegen Vaduz nicht nur den Aufstieg in die Super League, sondern gar auch die Barrage.

Der Saisonstart in Aarau war für Schneider noch schwierig gewesen. In neun Spielen kam er auf zusammengezählt bloss zehn Minuten Einsatzzeit. Doch Mitte Oktober, auswärts gegen Lausanne-Ouchy, gehörte der Regisseur plötzlich der Startformation an.

Randy Schneider, noch im Dress des FC Aarau.

Randy Schneider, noch im Dress des FC Aarau.

Daniela Frutiger/Freshfocus

Es folgt eine Leistungsexplosion

Was folgte, war eine Leistungsexplosion. Der 1,70 m grosse Spieler erzielte neun Tore und bereitete ebenso viele Treffer vor. Zuletzt erhielt er ein Aufgebot für das Schweizer U21-Nationalteam. Mitte Mai schrieb die «Aargauer Zeitung» über Schneider:

«Er verzückt sie alle.»

Schneider gehörte zu den am meisten umworbenen Akteuren der Liga, das Rennen gemacht hat nun der FC St. Gallen. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart, heisst es in der Medienmitteilung. Sportchef Alain Sutter lässt sich wie folgt zitieren:

«Randy ist ein junger Spieler, der seine Qualitäten zuletzt eindrücklich unter Beweis gestellt hat. Er ist technisch stark, hat eine gute Übersicht und einen guten Abschluss. Mit ihm gewinnen wir ein zusätzliches spielerisches Element für unser Mittelfeld.»

In Aarau wird ihn Wils früherer Topskorer Valon Fazliu ersetzen. Der 26-Jährige hat einen Vertrag bis 2024 unterschrieben.

Goalie Ammeter und Verteidiger Beka zu Wil

Auch der FC Wil hat Zuzüge gemeldet. So wird Goalie Nicholas Ammeter von Aarau zu den Ostschweizern stossen. Dort wird er hinter Marvin Keller vorerst die Nummer 2 sein. Zudem kehrt das Eigengewächs Ismajl Beka zu den Wilern zurück. In den vergangenen drei Saisons war der 21-jährige Innenverteidiger bei Rapperswil-Jona in der Promotion League unter Vertrag gestanden.