FUSSBALL. Die Baisse von St.Gallen hält an, der Aufschwung von Lausanne erfährt seine Fortsetzung. Die Ostschweizer erleiden in Lausanne gegen den Tabellenletzten ein Debakel - eine 0:3-Abfuhr. Trainer Jeff Saibene streicht seinen Spielern nun den freien Montag.
St.Gallen rutscht immer mehr ins Tief und musste die vierte Niederlage in den fünf letzten Spielen einstecken. Von der Unbekümmertheit der Vorrunde, von der Selbstsicherheit, dem Spielfluss und der Dynamik sind derzeit wenig zu sehen. Die Ostschweizer wirken verunsichert, schwerfällig, unsortiert. Sie sind in Zweikämpfen und im Abschluss zu wenig konsequent, lassen ihre Gegenspieler gewähren.
Unfähig zu reagieren
Das machte sich selbst Lausanne zunutze. Die Waadtländer, die nichts zu verlieren hatten, spielten frisch und befreit auf. Und sie profitierten von St.Gallens Schwächen. Pascal Feindouno nutzte in der 37. Minute nach einem Freistoss die Unentschlossenheit in der St.Galler Hintermannschaft mit dem 1:0 aus. Yoris Ravel erhöhte in der 55.Minute mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumecke ins Lattenkreuz zum 2:0, und Verteidiger Miha Mevlja konnte in der 65. Minute ungestört nach einem Corner von Tafer hochsteigen und die Partie endgültig entscheiden. St.Gallen war wie paralysiert, unfähig zu reagieren. Keiner zu finden, der sein Team antrieb und Verantwortung übernahm. Mit Wehmut erinnert man sich an den in die Türkei verkauften Spielmacher und Goalgetter Oscar Scarione.
Trainer sauer
Wutentbrannt zeigte sich Trainer Jeff Saibene nach dem Spiel: «Eine solch miserable Leistung lasse ich mir nicht bieten. Der freie Tag am Montag wird gestrichen. Ich werde meinen Spielern ins Gewissen reden. Sie haben nicht das umgesetzt, was wir besprochen haben und erwarten dürfen.»
Lausanne seinerseits hat sich noch nicht aufgegeben und hat sich seinen zweiten Heimsieg und den dritten Erfolg aus den fünf letzten Partien verdient. Mit dieser Moral und diesem Zusammenhang ist Lausanne noch nicht abgestiegen. (sda)