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FCSG-Anhänger verwüsten Gästesektor bei Xamax-Spiel – Hüppi: «Das sind keine Fans, sondern Vandalen»

Nach dem Auswärtsspiel bei Neuchâtel Xamax ist es zu massiven Sachbeschädigungen durch mitgereiste Anhänger des FC St.Gallen gekommen. Präsident Matthias Hüppi zeigt sich empört: «Solche Personen möchten wir nicht in unserem Umfeld haben.»
Ein Bild der Verwüstung: St.Galler Anhänger wüteten im Gästesektor der Maladière. (Bild: pd)

Ein Bild der Verwüstung: St.Galler Anhänger wüteten im Gästesektor der Maladière. (Bild: pd)

(maw/stm) Herausgerissene Sitze, verwüstete und verstopfte Toiletten, beschädigte Wände, demontierte Armaturen: Nach dem Auswärtsspiel gegen Neuchâtel Xamax am 2. September haben mitgereiste St.Galler eine Reihe von Verwüstungen im Stadion Maladière angerichtet. Dies zeigt ein Bild, das der FC St.Gallen zehn Tage später auf seiner Webseite publiziert. «Xamax musste zuerst eine Bestandesaufnahme machen», antwortet FCSG-Mediensprecher Daniel Last. «Beide Präsidenten haben sich zudem ausgetauscht und beschlossen, klar Stellung zu nehmen.» Laut Last ist es daher nicht aussergewöhnlich, dass erst jetzt eine Mitteilung verschickt worden ist.

Sowohl FCSG-Präsident Matthias Hüppi wie auch Xamax-Präsident Christian Binggeli sind empört: «Das darf so nicht weitergehen. Solche Zerstörungen haben nichts mit unserem Sport zu tun und hier nichts zu suchen. Die Fanfreundschaft zwischen Xamax und dem FC St.Gallen wird so mit Füssen getreten. Das sind keine Fans, sondern Vandalen, die nichts vom Fussball verstehen und ihn nicht im Herz tragen. Solche Personen möchten wir nicht in unserem Umfeld haben.» Hüppi wie der gesamte Verein pflegt gemäss Last regen Kontakt mit den Fans. «Trotzdem können solche Vorfälle leider nicht ausgeschlossen werden», sagt Last. «Auch wenn sich nur ein paar wenige falsch verhalten haben, wollen wir aber zeigen, dass das nicht geht.» Die Übeltäter müssten sich bewusst sein, dass ihr Fehlverhalten Konsequenzen habe.

Mehrere tausend Franken Schaden

Die Kosten für die entstandenen Schäden belaufen sich auf mehrere tausend Franken. Wie hoch die Kosten genau sind, kann Last nicht sagen. Grundsätzlich kann der FC St.Gallen bezüglich der Kosten nicht für das Fehlverhalten einzelner Personen haftbar gemacht werden. «Die Thematik wurde aber noch nicht explizit besprochen», sagt Last. Doch Hüppi wie Binggeli sei es wesentlich wichtiger, auf das Verhalten dieser sinnlosen Art aufmerksam zu machen und klar Stellung zu beziehen, heisst es in einer Mitteilung des FCSG.

Zerzerstörungswut trotz Fanfreundschaft?

Seit vielen Jahren pflegen die Anhänger des FC St.Gallen und jene von Neuchâtel Xamax eine Fanfreundschaft. Noch während des Spiels feierten sich die beiden Fangruppen gegenseitig. Umso erstaunlicher scheint es vor diesem Hintergrund, dass die FCSG-Anhänger im Fansektor derartige Zerstörungen anrichteten. Im FCSG-Forum schreibt ein User: «Schön, wenn man sich so im ‹Wohnzimmer› von Freunden aufführt.» Ein Matchbesucher verteidigt die Anhänger hingegen: «Ich habe niemanden beobachtet, der einen Stuhl absichtlich herausgerissen hat. Wenn Du das Bild genau betrachtest, merkst du auch, dass die Stühle einfach das Gewicht einer Person nicht zu tragen vermochten und deshalb eingebrochen sind.» Dazu sagt Last: «Ich weiss nicht, ob es Videomaterial gibt, das zeigt, wie die Stühle herausgerissen werden, aber derzeit müssen wir nach unserem Informationsstand von Vandalismus ausgehen.»

Bereits während des Spiels sorgten die FCSG-Anhänger mit Pyroaktionen für Aufsehen. (Bild: Daniel Walt)

Bereits während des Spiels sorgten die FCSG-Anhänger mit Pyroaktionen für Aufsehen. (Bild: Daniel Walt)

Kein Einzelfall

Die Verwüstungen im Gästesektor rufen eine Partie zwischen Xamax und St.Gallen vom 1. Mai 2011 in Erinnerung. Die abstiegsbedrohten Ostschweizer verloren damals mit 1:2 – den entscheidenden Treffer kassierten die Espen zu elft gegen acht Neuenburger in der Nachspielzeit. Im Anschluss kam es zu massiven Ausschreitungen: St.Galler Anhänger rissen Stühle aus der Verankerung und warfen sie auf den Rasen.

Aufräumen nach der 1:2-Niederlage: Wütende FCSG-Anhänger warfen Sitze auf den Platz. (Archivbild: Keystone)

Aufräumen nach der 1:2-Niederlage: Wütende FCSG-Anhänger warfen Sitze auf den Platz. (Archivbild: Keystone)

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