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ST.GALLEN - LUZERN 0:2: St.Gallen - Luzern: Verdienter Luzerner Arbeitssieg

Der FC Luzern setzte seinen Aufwärtstrend fort. Nach dem 2:0 in Vaduz gewannen die Innerschweizer daheim gegen St. Gallen verdientermassen ebenfalls 2:0. Sie bleiben damit dem FC Sion im Rennen um Platz 3 auf den Fersen.
Der St. Galler Tranquillo Barnetta (links) im Kampf um den Ball gegen den Luzerner Remo Arnold. Die Espen konnten keine ihrer vielen Torchancen realisieren. (Bild: Keystone)

Der St. Galler Tranquillo Barnetta (links) im Kampf um den Ball gegen den Luzerner Remo Arnold. Die Espen konnten keine ihrer vielen Torchancen realisieren. (Bild: Keystone)

Es war ein mühsam erkämpfter Arbeitssieg für die Luzerner, die nach einem schwachen Start in die Rückrunde und dem unglücklichen Verpassen des Cupfinals nun in der Super League zum Erfolg zurückgekehrt sind. Der Rückstand auf Sion bleibt bei zwei Punkten.

Hekuran Kryeziu, der beste Luzerner, erlöste die 11'139 Zuschauer in der 72. Minute mit einem herrlichen Aufsetzer aus über 20 Metern zur 1:0-Führung. Dieser Treffer - es war das erste Luzerner Tor in einem Heimspiel seit 270 Minuten - fiel in eine Phase, als die Gäste immer frecher auch in die Offensive gingen und so mehr Druck auf das Luzerner Tor erzeugten. Die Ostschweizer witterten einen möglichen Vollerfolg und erzeugten nach einer Spielstunde mehr Druck.

Der St. Galler Marco Aratore kämpft um den Ball gegen den Luzerner Francois Affolter. (Bild: Keystone)
Albian Ajeti im Zweikampf gegen den Luzerner Remo Arnold (rechts). (Bild: Keystone)
Der Luzerner Verteidiger Francois Affolter klebt am St.Galler Mittelfeldspieler Marco Aratore. Die Espen konnten keine ihrer vielen Torchancen realisieren. (Bild: Keystone)
Sejad Salihovic kämpft zwischen den Luzernern Hekuran Kryeziu (links) und Remo Arnold, um den Ball für sich zu behalten. (Bild: Keystone)
Der verkrampfte Gesichtsausdruck von Tranquillo Barnetta wiederspiegelt die Verzweiflung der St.Galler im Auswärtsspiel gegen Luzern. Trotz vieler Torchancen kamen die Espen nie zum Abschluss. (Bild: Keystone)
Der Schiedsrichter Sascha Amhof (Mitte) zeigt dem St. Galler Andreas Wittwer (rechts) die gelbe Karte. (Bild: Keystone)
Albian Ajeti im Zweikampf gegen den Luzerner Remo Arnold. (Bild: Keystone)
Der Rauch von gezündeten Petarden sorgt für einen kurzen Spielunterbruch. (Bild: Keystone)
Der Luzerner Marco Schneuwly im Kampf um den Ball gegen den St. Galler Karim Haggui. (Bild: Keystone)
Torschütze Hekuran Kryeziu freut sich über sein 1:0 in der 72. Minute. Damit beendet er die Durststrecke der Luzerner, die insgesamt 270 Minuten lang in Heimspielen nicht mehr getroffen haben. (Bild: Keystone)
Luzerner Torschütze Hekuran Kryeziu trifft aus 25 Metern zum 1:0. (Bild: Keystone)
Die Luzerner freuen sich über den verdienten Heimsieg. (Bild: Keystone)
Der Luzerner Cedric Itten erzielt das 2:0 gegen Goalie Daniel Lopar. (Bild: Keystone)
Die Luzerner freuen sich über ihr 2:0 in der 86. Minute. (Bild: Keystone)
Die Luzerner bedanken sich bei ihren Fans. (Bild: Keystone)
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Die Espen verlieren das Auswärtsspiel gegen Luzern

Die Luzerner Führung war aber eine Belohnung für den grösseren Siegeswillen der Mannschaft von Trainer Markus Babbel. In der ersten Halbzeit war der Gastgeber das klar spielbestimmende Team gewesen und hatte auch einige gute Tormöglichkeiten. Die beste vergab in der 18. Minute Marco Schneuwly, der eine Flanke von Claudio Lustenberger aus wenigen Metern am St.Galler Gehäuse vorbeiköpfelte. Der Luzerner Topskorer hatte gegen die stämmigen Karim Haggui und Kofi Schulz als Sturmspitze einen schweren Stand. Dennoch konnte er sich einige gute Torchancen erarbeiten.

Nach dem 0:1 setzten die Gäste alles auf eine Karte. Trainer Joe Zinnbauer wechselte mit Roman Buess, Yannis Tafer und Lucas Cueto drei Angriffsspieler ein, doch die Alles-oder-nichts-Taktik ging nicht auf. Luzern fand immer mehr freie Räume in der Offensive. Der eingewechselte Cédric Itten verpasste zweimal die Entscheidung, ehe er in der 86. Minute nach einem weiten Ball von Christian Schneuwly alleine vor Goalie Daniel Lopar auftauchte und zum 2:0 einschob. St.Gallen gelangte in der letzten Viertelstunde nur noch zu einem Schuss von Albian Ajeti, der jedoch vom sicheren Luzerner Goalie Jonas Omlin mit etwas Mühe in Corner abgewehrt werden konnte.

Daniel Lopar: Note 4: Muss schon nach fünf Minuten retten, als Marco Schneuwly alleine auf ihn zuläuft. Hat danach lange wenig zu tun. Ist schliesslich aber bei beiden Gegentoren chancenlos. Pariert in der Schlussphase einen Weitschuss von Nicolas Haas und verhindert damit das 0:3. (Bild: pd)
Silvan Hefti: Note 3: Der junge St.Galler zeigt in der Defensive zunächst eine solide Leistung. Steht dann aber beim 0:2 zu wenig nahe bei Cedric Itten, der ihm enteilt und alleine vor Lopar trifft. Nach vorne zeigt Hefti zu Beginn zwei, drei verheissungsvolle Vorstösse, die aber letztlich nichts einbringen. (Bild: pd)
Karim Haggui: Note 4: Organisiert die Abwehr mit Übersicht. Im Kopfballspiel und eins-zu-eins-Situationen meist souverän. Bei Steilzuspielen wird er aber zu Beginn zweimal düpiert. Gegen Ende hin und wieder mit technischen Unsicherheiten. (Bild: pd)
Kofi Schulz: Note 2: Seine Aktionen nach vorne haben fast nie etwas Zwingendes. Auch in der Defensive in vielen Momenten ein Unsicherheitsfaktor, wird von Gegenspielern oft düpiert. Vor dem 0:1 verpasst er es, zu klären – und spielt einen gefährlichen Ball auf Gouaida. (Bild: pd)
Andreas Wittwer: Note 3: Willig und am Ball solide, findet den Zugang zum Spiel aber nur selten. Verpasst es in einer Situation vor der Pause, entschiedener in den Abschluss zu gehen. (Bild: pd)
Nzuzi Toko: Note 4: Kämpferisch zeigt Toko eine starke Leistung, ist vor der Abwehr physisch sehr präsent und entschärft viele Luzerner Angriffe schon in der Auslösung. Nach vorne ist von ihm aber weniger zu sehen als noch vor einigen Wochen. (Bild: pd)
Mohamed Gouaida: Note 2: Ist vor der Abwehr ein Unsicherheitsfaktor. Vertändelt in der Vorwärtsbewegung zu oft den Ball und strahlt wenig Ruhe aus. Zum Beispiel vor dem 0:1 nach gut 70 Minuten, als ihm der Ball vom Fuss springt. (Bild: pd)
Marco Aratore: Note 4: Laufbereit, fällt in der zweiten Halbzeit auf mit einer kämpferischen Leistung und mit seinen Vorstössen über rechts, die aber zu oft im Nichts versanden. (Bild: pd)
Sejad Salihovic: Note 3: Steht zum ersten Mal in der St.Galler Startformation. Hat zunächst Mühe, ins Spiel zu kommen und ist in der ersten Halbzeit kaum zu sehen. Nach der Pause deutet er seine Übersicht und seine technischen Fähigkeiten an – und hat mit einem starken Freistoss eine der grössten St.Galler Chancen. (Bild: pd)
Tranquillo Barnetta: Note 4: Nach einem schwächeren Spiel gegen Basel und der Sperre gegen die Grasshoppers gehört er wieder zu den besten St.Gallern. Macht kaum Fehler und ist sicher am Ball. Was fehlt, ist die Genauigkeit bei Abschlüssen und die entscheidende Aktion, die zu Gefahr führt. (Bild: pd)
Albian Ajeti: Note 3: Ist sehr bemüht, als einzige Sturmspitze aber sehr gut abgeschirmt von der Luzerner Verteidigung. Hat eine einzige Abschlusschance in der ersten Halbzeit, dabei rutscht ihm der Ball aber über den Rist. (Bild: pd)
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Die Noten der FCSG-Spieler gegen Luzern

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