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Standesgemäss, aber glanzlos: Der FC St.Gallen übersteht die erste Cuprunde – 4:1 beim FC Monthey

Der FC St.Gallen qualifiziert sich mit einem 4:1-Erfolg in Monthey für die zweite Runde im Cup. Die Ostschweizer gehen bei den vier Klassen tiefer spielenden Wallisern früh durch Victor Ruiz in Führung, ehe sie den Ausgleich kassieren. Kurz vor der Pause trifft Dereck Kutesa zum 2:1, in der 63. Minute erhöht Cedric Itten auf 3:1. Das 4:1 erzielt der junge Angelo Campos.
Patricia Loher
St.Gallens Spieler bejubeln den Führungstreffer durch Victor Ruiz. (Bild: Keystone)

St.Gallens Spieler bejubeln den Führungstreffer durch Victor Ruiz. (Bild: Keystone)

Die Tore

  • 0:1, 8. Minute, Victor Ruiz: Cedric Itten bedient Victor Ruiz, der freistehend die Führung für St.Gallen erzielt.
  • 1:1, 30. Minute, Kevin Bakashala: St.Gallen verteidigt nachlässig. Montheys Spieler Kevin Bakashala erzielt mit einem schönen Abschluss in die nahe Ecke den verdienten Ausgleich für die Walliser.
  • 1:2, 43. Minute, Dereck Kutesa: Nach einem schönen Doppelpass mit Ruiz bringt Kutesa sein Team beim Aussenseiter wieder in Führung.
  • 1:3, 63. Minute, Cedric Itten: Der Stürmer wird auf rechts freigespielt, zieht ab und der Ball geht via Innenpfosten ins Tor.
  • 1:4, 82. Minute, Angelo Campos: Der eingewechselte Stürmer erzielt ein wunderbares Tor. Der junge Bündner umspielt gleich einige Gegenspieler und auch den Torhüter.

Die Spiel-Analyse

Im Vergleich mit der Meisterschaftsniederlage gegen den FC Zürich erhalten in Monthey Fabiano, Moreno Costanzo, Vincent Rüfli sowie Torhüter Jonathan Klinsmann eine Chance in der Startformation. Das Spiel beginnt, wie es sich die St.Galler vorgestellt haben. Bereits nach acht Minuten gehen sie durch Victor Ruiz in Führung. Die Gäste haben das Spiel beim Team aus der 2. Liga interregional im Griff. Nur, auch in Monthey erweist sich St.Gallen trotz einer Systemanpassung von Trainer Peter Zeidler auf einen Zweimannsturm in der Offensive leicht ausrechenbar und manchmal auch zu verspielt. Die Ostschweizer treten zu wenig zwingend auf.

Trotzdem erarbeiten sich die Ostschweizer nach dem Führungstor einige gute Chancen durch Costanzo, Rüfli und Fabiano, der aus kurzer Distanz das Tor nicht trifft. Einen ersten Warnschuss geben die Walliser nach 28 Minuten ab: Torhüter Klinsmann reagiert nach einem Weitschuss hervorragend. Zwei Minuten später aber belohnen sich die Aussenseiter, die St.Gallen robust und selbstbewusst entgegen treten, mit dem Ausgleich. St.Gallens zwischenzeitliches Nachlassen wird bestraft. Erst kurz vor der Pause gelingt es dem Favoriten schliesslich, durch Dereck Kutesa wieder in Führung zu gehen.

St.Gallens Verteidiger Miro Muheim (Mitte) versucht, Montheys Kevin Bakashala (links) vom Ball zu trennen. (Bild: Keystone)

St.Gallens Verteidiger Miro Muheim (Mitte) versucht, Montheys Kevin Bakashala (links) vom Ball zu trennen. (Bild: Keystone)

Nach der Pause wechselt Trainer Zeidler für den glücklosen Fabiano, der erstmals von Beginn an für St.Gallen zum Einsatz kam, Lukas Görtler ein. St.Gallen dominiert den Gegner, verpasst aber zwischen der 56. und 59. Minute zwei ausgezeichnete Möglichkeiten, um die Vorentscheidung herbeizuführen. Zuerst scheitert Ruiz am Torhüter, ehe Costanzo den Pfosten trifft. Wenig später aber erhöhen die Ostschweizer dann doch noch: Itten trifft zum 3:1. St.Gallen ist jedoch erneut auf Goalie Klinsmann angewiesen, um nicht ein weiteres Gegentor hinnehmen zu müssen. Die Gäste steigern sich in der zweiten Halbzeit und haben die Begegnung weitgehend im Griff, der Gegner zollt dem Tempo Tribut. In der 82. Minute erhöht der eingewechselte Angelo Campos auf 4:1. Den Schlusspunkt setzt Itten - nicht mit einem weiteren Tor, sondern mit einem verschossenen Elfmeter.

So war es vor einem Jahr

Geglückter Start in den Cup vor einem Jahr: Cedric Itten erzielt in Ueberstorf eines seiner fünf Tore. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Geglückter Start in den Cup vor einem Jahr: Cedric Itten erzielt in Ueberstorf eines seiner fünf Tore. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone)

Im Cup der vergangenen Saison war für den FC St.Gallen im Achtelfinal Endstation: Die Ostschweizer unterlagen Sion zu Hause 1:2 nach Verlängerung. Angefangen hatte der Wettbewerb gut. Die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler besiegte Ueberstorf aus der 2. Liga interregional nach fünf Toren Cedric Ittens 6:0, ehe sie im Aargau Muri, das ebenfalls in der 2. Liga interregional spielte, mit 7:0 bezwang. St.Gallen wartet unterdessen seit 21 Jahren auf einen Einzug in den Cupfinal.

Der Beste

Victor Ruiz. Der Spanier erzielt das 1:0 für St.Gallen und bereitet das 2:1 durch Kutesa vor. Die technischen Fertigkeiten von Ruiz kommen gegen Monthey voll zum Tragen. Auch Goalie Klinsmann zeigt eine gute Partie.

Der Schlechteste

Neuzugang Fabiano schaltet sich zwar immer wieder ins Offensivspiel der St.Galler ein, der Brasilianer zieht gegen die Verteidiger von Monthey aber oft den Kürzeren. Zudem vergibt er in der ersten Halbzeit eine ausgezeichnete Chance.

Das Wetter

Die Sonne brennt auch auf die Medientribüne. (Bild: Patricia Loher)

Die Sonne brennt auch auf die Medientribüne. (Bild: Patricia Loher)

Es ist warm in Monthey. Das Thermometer zeigt kurz vor Spielbeginn 27 Grad an. FCSG-Medienchef Daniel Last, zugleich mit Jaan Schaller Experte im hauseigenen Webradio, weiss sich auf spezielle Art zu helfen. Schon vor einem Jahr im freiburgischen Ueberstorf herrschten in der ersten Hauptrunde des Cups hochsommerliche Temperaturen.

Die Fans

165 Fans reisen aus der Ostschweiz mit dem Extrazug nach Monthey ins Wallis. Insgesamt kommen zu diesem Spiel 1728 Zuschauer. Im Stade Philippe Pottier herrscht Volksfeststimmung. Vor allem das 1:1 von Aussenseiter Monthey wird frenetisch gefeiert.

Die Reaktionen

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen: «Phasenweise hatten wir Probleme. Aber es hat mir Freude bereitet, wie einige Spieler stets die Konzentration hochgehalten haben. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel geben wird, auch wegen der Hitze. Der Gegner hat gut gekontert.»

Jonathan Klinsmann, Goalie FC St.Gallen: «Es war mein erster Ernstkampf für St.Gallen, deshalb bin ich glücklich, dass wir gewinnen konnten. Ob es mehr Arbeit war für mich als erwartet? Kein Problem. Dafür bin ich ja da.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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