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St. Gallens neuer Stürmer Rapp: «Contini sagte, dass er ­einen anderen Stürmertypen ­bevorzugt»

Der 26-jährige Simone Rapp soll die Lücke schliessen, die der verletzte Cedric Itten hinterlassen hat. St. Gallen leiht den Tessiner bis zum Sommer vom Challenge-League-Club Lausanne aus, wo er zuletzt keine Rolle mehr gespielt hatte.
Patricia Loher
Simone Rapp (Mitte) bestreitet das erste Training mit St. Gallen. Am ersten Tag noch nicht mit dabei waren der angeschlagene Silvan Hefti und Majeed Ashimeru, der nach Einsätzen mit Ghanas Nachwuchs-Nationalteam noch länger in der Heimat bleiben durfte. (Bild: Urs Bucher)

Simone Rapp (Mitte) bestreitet das erste Training mit St. Gallen. Am ersten Tag noch nicht mit dabei waren der angeschlagene Silvan Hefti und Majeed Ashimeru, der nach Einsätzen mit Ghanas Nachwuchs-Nationalteam noch länger in der Heimat bleiben durfte. (Bild: Urs Bucher)

Die Verhandlungen mit Lausanne hatten es in sich. Am Ende aber ging der Marschplan des FC St. Gallen auf. Sportchef Alain Sutter konnte die leihweise Übernahme Simone Rapps vom ambitionierten Challenge-League-Club noch vor dem ersten Training fixieren. Der 26-jährige Stürmer wird also die gesamte Vorbereitung auf die Rückrunde mit den Ostschweizern bestreiten. Rapp soll die Lücke schliessen, die nach der schweren Verletzung von Cedric Itten im September entstanden war. Er freue sich, in St. Gallen eine neue Chance zu bekommen, sagt Rapp nach der ersten Trainingseinheit auf dem Kunstrasen des Gründenmoos.

Am Tag nach der schwachen Leistung zum Vorrundenabschluss in Luzern hatten sich Trainer Peter Zeidler und Sportchef Sutter erstmals mit dem Spieler zusammengesetzt.

«Wir stellten fest, dass vieles passt.»

so der Coach. In Thun habe der Stürmer unter Beweis gestellt, dass er Tore erzielen könne. Zudem bringe er eine gute Persönlichkeit mit. «Er hat richtig Lust, für St. Gallen zu spielen. Es ging ihm nicht in erster Linie um die Frage: ‹Was bekomme ich?›», so Zeidler. Dank Rapps Grösse von 1,93 m lege sein Team zudem auch in der zweiten Etage zu: «Da waren wir unterbesetzt.»

Rapp verlässt Lausanne nicht im Groll

Zuletzt war die Karriere des hoffnungsvollen Fussballers ins Stocken geraten. In Lausanne erhielt der Tessiner in drei der letzten vier Vorrundenspiele keine Minute Einsatzzeit mehr. So teilten ihm die Romands schliesslich mit, man plane ohne ihn, obwohl Rapp mit sechs Treffern in 15 Spielen noch immer der beste Torschütze des Absteigers war. «Giorgio Contini sagte, dass er ­einen anderen Stürmertypen ­bevorzuge», sagt Rapp. Im Groll aber hat der Stürmer das Waadtland nicht verlassen.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte Rapp von Thun nach Lausanne gewechselt. Nach dem Einstieg des Chemiekonzerns Ineos spielte das Geld am Genfersee keine Rolle mehr. Lausanne wollte Rapp – um jeden Preis. Laut Medienberichten überwies der abstiegsbedrohte Club dem damaligen Ligakonkurrenten eine Million Franken, die «Berner Zeitung» spekulierte, dass Rapp in Lausanne zwischen 30 000 und 40 000 Franken pro Monat verdiente. Natürlich sind solche Beträge für einen Verein wie St. Gallen nicht zu stemmen. Mehr als ein Leihgeschäft lag für die Ostschweizer nicht drin. Sportchef Sutter sagt: «Rapps Vertrag in Lausanne ist ausgesetzt. Wir haben mit ihm bis Sommer einen neuen Kontrakt ausgehandelt.» Der Stürmer dürfte also trotz des Aufstiegs von der Challenge- in die Super League eine wohl nicht unwesentliche Lohnreduktion in Kauf genommen haben. Eine Option auf eine definitive Übernahme hat sich St. Gallen nicht gesichert. «Aber ein Vorkaufsrecht», so Sutter.

Der neue FCSG-Assistenztrainer: Eugen Polanski. (Bild: Urs Bucher)Der neue FCSG-Assistenztrainer: Eugen Polanski. (Bild: Urs Bucher)
Soll neu die Tore für den FCSG schiessen: Stürmer Simone Rapp. (Bild: Urs Bucher)Soll neu die Tore für den FCSG schiessen: Stürmer Simone Rapp. (Bild: Urs Bucher)
Die Spieler des FCSG im ersten Training des Jahres. (Bild: Urs Bucher)Die Spieler des FCSG im ersten Training des Jahres. (Bild: Urs Bucher)
Dick eingepackt: FCSG-Trainer Peter Zeidler. (Bild: Urs Bucher)Dick eingepackt: FCSG-Trainer Peter Zeidler. (Bild: Urs Bucher)
FCSG-Trainer Peter Zeidler erklärt seinen Spielern seien Vorstellungen. (Bild: Urs Bucher)FCSG-Trainer Peter Zeidler erklärt seinen Spielern seien Vorstellungen. (Bild: Urs Bucher)
Zwei Stürmer im Zusammenspiel: Roman Buess (rechts) und Simone Rapp (Mitte). (Bild: Urs Bucher)Zwei Stürmer im Zusammenspiel: Roman Buess (rechts) und Simone Rapp (Mitte). (Bild: Urs Bucher)
Der neue Assistenztrainer Eugen Polanski hat bereits seine Arbeit aufgenommen. (Bild: Urs Bucher)Der neue Assistenztrainer Eugen Polanski hat bereits seine Arbeit aufgenommen. (Bild: Urs Bucher)
7 Bilder

Mit Rapp und Polanski: Die Bilder vom ersten FCSG-Training im neuen Jahr

Ehemaliger Bundesligaprofi im Trainerstab

Für den Moment hat St. Gallen die Transferaktivitäten abgeschlossen. Die dritte neue Personalie nebst Rapp und dem Spanier Victor Abril Ruiz betrifft den Assistenztrainer Eugen Polanski. Der 32-jährige Pole, der auch den deutschen Pass besitzt, wird Praktikant von Co-Trainer Boro Kuzmanovic. Vorgänger Peter Kappeler ist neu Video- und Spielanalyst, nachdem Nnamdi Aghanya schon Ende der Vorrunde zum Chefscout befördert worden ist. Polanski hat seine Karriere im Sommer beendet. Er absolvierte 263 Bundesligaspiele für Mönchengladbach, Mainz und Hoffenheim. Zudem spielte er in Spanien für Getafe. Polanski durchlief bis zur U21 die deutschen Nachwuchs-Nationalteams. Später absolvierte er 19 Länderspiele für Polen.

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