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Der FC St.Gallen verjüngt das Team

Der FC St. Gallen ergänzt sein Kader mit dem Ghanaer Majeed Ashimeru und mit Nias Hefti. Im Trainingslager in Bad Ragaz sind weitere mögliche Neuzugänge dabei. Ihre Gemeinsamkeit: Sie sind alle sehr jung.
Ralf Streule, Bad Ragaz
Neuer Trainer, neues Personal: Peter Zeidler mit Neuzugang Majeed Ashimeru (ganz links). Auch Kekuta Manneh (Zweiter von links) soll vor einer Vertragsunterzeichnung stehen. (Bild: Ralph Ribi)

Neuer Trainer, neues Personal: Peter Zeidler mit Neuzugang Majeed Ashimeru (ganz links). Auch Kekuta Manneh (Zweiter von links) soll vor einer Vertragsunterzeichnung stehen. (Bild: Ralph Ribi)

Bad Ragaz scheint alles Grüne anzuziehen. Der Bundesliga-Club Wolfsburg weilte schon hier im Trainingslager. Vor einigen Wochen bereitete sich das Saudi-arabische Nationalteam hier auf die WM vor. Und nun ist es der FC St. Gallen, der auf der Anlage Ri-Au des FC Bad Ragaz seine Form aufbaut; mit Trainingsleibchen, deren Grün etwas greller leuchtet als in anderen Jahren. Was kein Hinweis auf das neue Matchtenue sei, wie Medienchef Daniel Last erklärt. Enthüllt wird das Dress für kommende Saison erst im Juli.

Cheftrainer Peter Zeidler braucht an diesem Morgen das ganze Trainingsfeld für seine Arbeit: 30 Spieler stehen derzeit im Vorbereitungskader, U21-Spieler wollen sich hier zeigen, und auch einige neue, die um einen Vertrag kämpfen. Das Team werde wohl schon Anfang kommender Woche klarere Konturen erhalten, sagt der Cheftrainer.

Nias Hefti erhält einen Vertrag bis 2020

Gesichert ist seit Mittwoch: Neben Cedric Itten, der endgültig von Basel zu St. Gallen wechselt, und dem Spanier Jordi Quintillà werden auch Nias Hefti und Majeed Ashimeru zu St. Gallen stossen. Der 20-jährige Ashimeru ist ­ghanaischer Nationalspieler. Er kommt für ein Jahr leihweise vom österreichischen Spitzenclub Salzburg – zuletzt war er an Austria Lustenau und an den Wolfsberger AC in Österreich ausgeliehen. Der Mittelfeldspieler, das zeigt sich im Training an diesem Morgen und wird auch in Videos offensichtlich, hat technisch viel zu bieten und ist schnell. Was die Körpermasse ­angeht, wird er aber zu den Unscheinbareren der Liga gehören. Nias Hefti, der 18-jährige Bruder von FC-St. Gallen-Verteidiger Silvan Hefti, stammt aus dem eigenen Nachwuchs, verdiente seine Sporen zuletzt als linker Verteidiger beim FC Wil ab und erhält nun einen Vertrag bis 2020.

Auf der Liste möglicher Zuzüge hat der FC St. Gallen mindestens vier weitere Spieler, die gestern in Bad Ragaz mittrainierten. Unter anderem zwei Innenverteidiger: der 21-jährige Argentinier Leonel Mosevic, zudem der 19-jährige Serbe Erhan Masovic. Letzterer soll vom FC Brügge an die Ostschweizer ausgeliehen werden, so steht es auf dem Internetportal «Transfermarkt». Auch die Verpflichtungen Ashimerus und Heftis waren schon vor der offiziellen Meldung des Clubs im Internet als sicher gemeldet worden – und waren wohl über das Umfeld der Spieler ins Netz gelangt. Ein nicht ganz neues Phänomen. Man kommuniziere erst, wenn alles unter Dach und Fach sei, heisst es beim FC St. Gallen.

Weiter im Training dabei sind Kekuta Manneh, ein US-Amerikaner mit gambischen Wurzeln, der zuletzt in der ersten mexikanischen Liga spielte. Sowie Dereck Kutesa, 20-jähriger schweiz-angolanischer Doppelbürger, der zuletzt vom FC Basel an Luzern ausgeliehen war. Auffallend bei all den möglichen Zuzügen ist das Alter. Die Erfahrung von Toko oder Runar Sigurjonsson werden sie nicht wettmachen können. Sie bergen diesbezüglich ein Risiko, dürften dafür aber bezahlbar sein. Und die Chance besteht, dass sie sich in St. Gallen stark entwickeln. Zumal dem Trainer Zeidler viel zugetraut wird in ­Sachen Spielerentwicklung.

Am Samstag gegen Zürich folgt die erste Nagelprobe

Zeidler ist mit seinem Start in der Ostschweiz zufrieden. Er nehme eine sehr grosse Bereitschaft im Team wahr, neue Impulse und Ideen aufzunehmen. Die taktischen Fortschritte seien gross, auch wenn das Team diese zuletzt beim 1:1 im Testspiel gegen Bazenheid noch nicht umgesetzt habe. Aufgrund fehlender Frische habe man die positive Aggressi­vität des Gegners nicht angenommen, so Zeidler. Morgen um 18 Uhr werden die St. Galler in Bad Ragaz im Testspiel auf die heimische 3.-Liga-Mannschaft treffen. Natürlich wolle man da weitere Fortschritte sehen, sagt Zeidler. Vor allem das Spiel gegen den FC Zürich am Samstag um 16 Uhr im zürcherischen Rüti wird Aufschluss geben, auf welcher Flughöhe sich das St. Galler Team derzeit befindet.

Eckpunkte der Vorbereitung:
Freitag, 29. Juni, 18 Uhr: Testspiel gegen den FC Bad Ragaz, Sportanlage Ri-Au, Bad Ragaz.
Samstag, 30. Juni, 16 Uhr: Testspiel gegen den FC Zürich, Schützenwiese, Rüti (ZH).
Freitag, 6. Juli, 19 Uhr: Testspiel gegen den SC Brühl, Sportplatz Kreuzbleiche, St. Gallen.
Samstag, 14. Juli: Testspiel gegen Brighton, Kybunpark.

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