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3:1-Heimsieg gegen Servette: St.Gallen rückt auf den vierten Platz vor

Nach verschlafener Startviertelstunde dreht der FC St.Gallen gegen Servette auf - und feiert den zweiten Heimsieg in Folge.
Ralf Streule
Lukas Görtler feiert sein Tor zum 2:0. (Bild: Urs Bucher)

Lukas Görtler feiert sein Tor zum 2:0. (Bild: Urs Bucher)

Die Tore

  • 1:0, 14. Minute, Victor Ruiz. Obschon die St.Galler schlecht ins Spiel kommen, führen sie nach 14 Minuten. Es ist eine Einzelleistung von Ruiz, der auf der linken Seite nach innen zieht und abzieht. Der Schlenzer ist für Jeremy Frick unhaltbar.
  • 2:0, 37. Minute, Lukas Görtler. Ein Tor mit gefühlt sekundenlanger Ansage. Miro Muheim tankt sich links mit List und Schnelligkeit bis an die Grundlinie durch, seine scharfe Hereingabe können die Servettiens noch retten, der Ball prallt im Gewühl auf der Torlinie nach vorne ab. Görtler eilt in einem langen Sprint herbei, drischt den Ball ins Netz, bevor die Genfer wieder auf ihrem Posten sind.
  • 2:1, 67. Minute, Alex Schalk. Die Servettiens laufen im Mittelfeld einen St.Galler Angriff ab. Danach verteidigen die Ostschweizer zu nachlässig: Alex Schalk kann zu einfach vor Stojanovic angespielt werden. Dieser hat keine Abwehrchance.
  • 3:1, 76. Minute, Fabiano. Nach einem Corner kann Servette-Goalie Jeremy Frick einen Kopfball des eben erst eingewechselten Alain Wiss noch abwehren. Gegen den Nachschuss von Fabiano (Torpremiere!) ist er dann machtlos.

Die Spiel-Analyse

Wer verdaut den Cup-Stolperer des vergangenen Wochenendes besser? Es sind die Genfer, so sieht es zumindest in den ersten Minuten aus, als die St. Galler verunsichert wirken und unter Druck Fehler an Fehler reihen. Das einzige Positive der Startphase: Peter Zeidlers Team kommt um einen Gegentreffer herum. Dabei ist es eine kaum eingespielte
St.Galler Innenverteidigung, die dem Druck standhalten muss. Peter Zeidler hat nach der Cup-Niederlage personell reagiert und Milan Vilotic und Leonidas Stergiou auf die Bank gesetzt. Dafür setzt er in der Innenverteidigung auf Betim Fazliji und Yannis Letard. Tatsächlich ist es der 20-jährige Fazliji aus dem eigenen Nachwuchs, der nach 9 Minuten einen Fehler seiner Vordermannschaft in letzter Sekunde ausbaden kann.

Dann weckt Victor Ruiz die St.Galler. Nach seinem Treffer sinkt die Fehlerquote der Ostschweizer. Plötzlich läuft das Direktspiel, plötzlich sind es die Genfer, die immer wieder zu spät kommen. Im Mittelfeld erkämpfen sich Görtler, Quintillà und vor allem Ruiz Ball um Ball. Miro Muheims Vorstoss vor dem 2:0 ist einer der sehenswertesten Momente des Spiels.

Nach der Pause zeichnet sich zunächst ein geruhsamer Abend für die
St. Galler ab. Servette findet lange nicht ins Spiel. St. Gallen aber leistet Hilfe und zieht sich zu weit zurück. Die Folge sind ein Genfer Lattentreffer und ein knapp vergebener Kopfball - und dann nach 67 Minuten der Gegentreffer. Peter Zeidler reagiert - Stürmer und Neuzugang Ermedin Demirovic erhält seine erste Chance und zeigt einen starken Einstand. Kurz darauf kommt Alain Wiss zu seinem Comeback.

Dann übernimmt St. Gallen wieder das Kommando. Ein Corner führt zum 3:1 - Fabiano reagiert nach einer unübersichtlichen Situation am schnellsten. Mit diesem Tor ist der Widerstand der Genfer gebrochen. St.Gallen schaukelt das Spiel nach Hause. Die Ostschweizer feiern einen verdienten Sieg und stehen damit auf dem vierten Platz - und können von diesem am Sonntag nicht verdrängt werden.

Der Beste

Victor Ruiz. Nicht nur sein Führungstreffer ist herrlich anzusehen. Er gewinnt im Mittelfeld sehr viele Bälle, zeigt viel Übersicht und ist passsicher. Wird immer mehr zum unverzichtbaren St. Galler Kreativspieler.

Dejan Stojanovic: Note 4,5. Wird selten geprüft, obschon Servette zu Beginn Druck macht. Beim Gegentor ohne Chance.Dejan Stojanovic: Note 4,5. Wird selten geprüft, obschon Servette zu Beginn Druck macht. Beim Gegentor ohne Chance.
Silvan Hefti: Note 4,5. Ein sicherer Wert, wie so oft. Im Spiel nach vorne gelang ihm auch schon mehr.Silvan Hefti: Note 4,5. Ein sicherer Wert, wie so oft. Im Spiel nach vorne gelang ihm auch schon mehr.
Yannis Letard: Note 4. Er ist hin und wieder etwas nachlässig im Zweikampf und wirkt weniger sicher als zum Saisonbeginn.Yannis Letard: Note 4. Er ist hin und wieder etwas nachlässig im Zweikampf und wirkt weniger sicher als zum Saisonbeginn.
Betim Fazliji: Note 5. Gute Premiere in der Innenverteidigung. Für einen Youngster herausragendes Stellungsspiel. Zu Beginn nervös.Betim Fazliji: Note 5. Gute Premiere in der Innenverteidigung. Für einen Youngster herausragendes Stellungsspiel. Zu Beginn nervös.
Miro Muheim: Note 4,5. Defensiv einige Patzer. Sein Vorstoss vor dem 2:0 ist aber grosse Klasse.Miro Muheim: Note 4,5. Defensiv einige Patzer. Sein Vorstoss vor dem 2:0 ist aber grosse Klasse.
Victor Ruiz: Note 5,5. Starker Treffer, starkes Zweikampfverhalten, gute Übersicht, genauer Pass. Mann des Spiels.Victor Ruiz: Note 5,5. Starker Treffer, starkes Zweikampfverhalten, gute Übersicht, genauer Pass. Mann des Spiels.
Jordi Quintillà: Note 5. Auch er zeigt ein starkes Spiel mit gewohnt guter Übersicht und Ruhe am Ball.Jordi Quintillà: Note 5. Auch er zeigt ein starkes Spiel mit gewohnt guter Übersicht und Ruhe am Ball.
Lukas Görtler: Note 4,5. Der Arbeiter neben Quintillà und Ruiz, er ist im Mittelfeld körperlich präsent und trifft kraftvoll zum 2:0.Lukas Görtler: Note 4,5. Der Arbeiter neben Quintillà und Ruiz, er ist im Mittelfeld körperlich präsent und trifft kraftvoll zum 2:0.
Jérémy Guillemenot: Note 4. Sein Einsatz ist gross, seine Fehlpassquote ebenfalls. Arbeitet aber defensiv gut mit.Jérémy Guillemenot: Note 4. Sein Einsatz ist gross, seine Fehlpassquote ebenfalls. Arbeitet aber defensiv gut mit.
Cedric Itten: Note 4. Zeigt einige Male seine Wucht im Zweikampf, kommt aber zu keiner nennenswerten Chance. In der Pause wird er wegen Gehirnerschütterung ausgewechselt.Cedric Itten: Note 4. Zeigt einige Male seine Wucht im Zweikampf, kommt aber zu keiner nennenswerten Chance. In der Pause wird er wegen Gehirnerschütterung ausgewechselt.
Boris Babic: Note 4. Arbeitet stark mit im Spiel gegen den Ball. Bei Offensivaktionen aber oft zu wenig klar.Boris Babic: Note 4. Arbeitet stark mit im Spiel gegen den Ball. Bei Offensivaktionen aber oft zu wenig klar.
Fabiano Alves: Note 4,5. Kommt in der Pause für Itten, fällt lange nicht auf – trifft dann aber souverän zum 3:1.Fabiano Alves: Note 4,5. Kommt in der Pause für Itten, fällt lange nicht auf – trifft dann aber souverän zum 3:1.
Ermedin Demirovic: Note 4,5. Kommt in der 65. Minute für Babic und zeigt bei seiner Premiere, dass er mit dem Ball einiges anfangen kann. Ermedin Demirovic: Note 4,5. Kommt in der 65. Minute für Babic und zeigt bei seiner Premiere, dass er mit dem Ball einiges anfangen kann.
Alain Wiss: keine Note. Kommt nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder zum Einsatz – und ist nach seiner Einwechslung gleich Vorbereiter zum 3:1. Ist aber nur eine Viertelstunde im Einsatz – zu wenig für eine Bewertung.Alain Wiss: keine Note. Kommt nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder zum Einsatz – und ist nach seiner Einwechslung gleich Vorbereiter zum 3:1. Ist aber nur eine Viertelstunde im Einsatz – zu wenig für eine Bewertung.
14 Bilder

Victor Ruiz stark, Guillemenot und Babic lange mit wenig Wirkung: Die Noten der FCSG-Spieler nach dem 3:1-Sieg gegen Servette

Der Schlechteste

Jérémy Guillemenot und Boris Babic haben in der Offensive lange Zeit etwas zu wenig Wirkung. In der Innenverteidigung wackelt Yannis Letard zuweilen. Schwach ist aber an diesem Abend keiner der St.Galler Spieler.

Der Aufreger

Was für ein gelungener Einstand von Alain Wiss. Im Januar hat sich der Defensivspieler das Kreuzband gerissen. Über ein halbes Jahr später kommt er zu seinem Comeback. Vor dem Corner in 76. Minute wird er eingewechselt - und prüft per Kopfball gleich Servettes Frick. Der Nachschuss Fabianos führt zum 3:1.

Die Fans

Vor dem Spiel feiert der Espenblock das «Zehnjährige» des Fanclubs «Saint Brothers» mit einer aufwändigen Choreografie - und später mit einer massiven Pyroshow, die bei vielen Zuschauern mit Kopfschütteln quittiert wird. Darüber hinaus ist es an diesem Abend eher ein trister Anblick im Kybunpark: Nur 10'931 kommen zum Spiel, das kleine Grüppchen aus Genf trägt kaum etwas zur Stimmung bei. Natürlich: Bei den St.Galler Toren ist dennoch einiges los auf den Tribünen. Samt Standing Ovations am Ende des Spiels.

Die Reaktionen

Peter Zeidler, Trainer FC St. Gallen: «In der Anfangsphase haben wir Glück benötigt. Wir waren zu nervös. Das 1:0 aus heiterm Himmel hat uns dann geholfen, ins Spiel zu finden, und auch das zweite Tor kam im richtigen Moment. Doch wir haben gegen eine gute Mannschaft gespielt, fast wäre Servette zurückgekommen. Wir haben es nach dem Gegentor verpasst, die Räume konsequenter zu nutzen. Ich freue mich vor allem auch für die Zuschauer, die nach der Cup-Niederlage schnell verziehen haben. Die Frage ist, ob Cedric Itten am Mittwoch in Sitten dabei ist. Er erlitt in der ersten Halbzeit eine Gehirnerschütterung.»

Alain Geiger, Trainer Servette FC: «Heute kann man St. Gallen nur gratulieren. Am Anfang hatten wir die Chance, den Abend etwas gemütlicher zu gestalten. Das haben wir verpasst, auch weil bei uns viele Spieler nicht ganz fit waren. Dass wir nicht erfolgreicher abgeschnitten haben, hat aber vor allen Dingen mit dem Gegner zu tun. St. Gallen war präsenter und kreativer. Wir hingegen haben keine Lösungen gefunden.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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