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St.Gallen macht dem Cupsieger das Leben schwer

Zum ersten Mal seit fast einem Jahr endet ein Spiel mit St. Galler Beteiligung unentschieden. Die Ostschweizer erreichen beim FC Zürich ein 0:0 – rundum zufrieden ist ihr Trainer Peter Zeidler aber nicht.
Patricia Loher, Zürich
Jordi Quintilla im Kampf um den Ball gegen Marco Schoenbächler. (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Jordi Quintilla im Kampf um den Ball gegen Marco Schoenbächler. (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Eigentlich ist ein 0:0 auswärts gegen den Cupsieger ein gutes Resultat. Und möglich gewesen wäre beim ambitionierten FC Zürich für die St. Galler auch ein Sieg. Die Gäste erspielten sich fünf, sechs ausgezeichnete Möglichkeiten, um die Partie für sich zu entscheiden. Trotzdem sagte St. Gallens Trainer Peter Zeidler hinterher:

«Wir können das besser. Manchmal reichen drei bis vier gute Chancen, um auswärts zu gewinnen.»

Die Ansprüche des 56-jährigen Schwaben sind hoch. «Wir müssen unseren Fussball noch klarer spielen. Aber es ist etwas Gutes am Entstehen.» Trotz Zeidlers kritischer Spielanalyse: Mit sieben Punkten aus vier Partien ist dem neu zusammengesetzten FC St. Gallen der Saisonstart doch über Erwarten gut geglückt.

Zum ersten Mal seit September 2017 und dem 1:1 ebenfalls beim FC Zürich endete wieder ein Spiel mit St. Galler Beteiligung unentschieden. Und erstmals seit Februar 2018 liessen die Ostschweizer kein Gegentor zu. Das Prunkstück St. Gallens im Letzigrund war die zentrale Abwehr. Milan Vilotic und Silvan Hefti scheinen sich je länger, desto besser zu verstehen: Die beiden Innenverteidiger waren jedenfalls kaum zu überwinden, und so fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Debütant Axel Bakayoko, der den verletzten Nicolas Lüchinger ersetzte, zu Beginn der eine oder andere Fehlpass unterlief. Hinzu kam die erneut starke Leistung von Goalie Dejan Stojanovic.

Kein Gegentor! Torhüter Dejan Stojanovic und Milan Vilotic zeigten eine gute Partie.(Andy Mueller/freshfocus)

Kein Gegentor! Torhüter Dejan Stojanovic und Milan Vilotic zeigten eine gute Partie.
(Andy Mueller/freshfocus)

Dank der stabilen Defensive und des umsichtigen Jordi Quintillà gelang es den Gästen, das Mittelfeld unter Kontrolle zu bringen. Sie traten ruhig und abgeklärt auf. St. Gallen schloss die Räume und «machte uns damit das Leben schwer», sagte Zürichs Trainer Ludovic Magnin. «Wir spielten nur noch hohe Bälle. Doch das ist nicht unser Spiel. St. Gallen war die bessere Mannschaft.» Die Zürcher, die eine Woche zuvor bei Meister Young Boys ein empfindliches 0:4 kassiert hatten, taten sich lange schwer, sich gegen die präsenten St. Galler in den Sechzehnmeterraum vorzuarbeiten. Nach der Chance von Stephen Odey kam von den Zürchern offensiv praktisch nichts mehr. Ganz anders präsentierte sich St. Gallens Statistik. Die Gäste erspielten sich ein Chancenplus und hätten nach 45 Minuten in Führung liegen müssen. Die beste Möglichkeit vergab kurz vor der Pause Vincent Sierro: Zürichs Goalie Yanick Brecher klärte den Abschluss des Wallisers nur mit Mühe.

Dereck Kutesa: Note 4,5. Bringt nach seiner Einwechslung Schwung in die Offensive. Allerdings mit zu vielen Fehlpässen.
Jordi Quintilla: Note 5. Der Spanier ist ein emsiger Arbeiter und bügelt oftmals die Fehler seiner Vorderleute aus. Präsent.
Vincent Sierro: Note 4,5. In der 59. Minute fehlte wenig, und sein Abschluss wäre die Führung gewesen. Sonst eher unauffällig.
Yannis Tafer: Note 4,5. Wirblig. Schade, dass er sich bei seinem Alleingang in der 17. Minute einholen lassen muss.
Milan Vilotic: Note 5. Eine Topleistung des Serben. Stark in der Luft, stark im Zweikampf. Tadellos.
Andreas Wittwer: Note 4,5. Defensiv lässt der Berner weniger zu als auch schon. Wird er überlaufen, setzt er nach.
Dejan Stojanovic: Note 5. Wie schon so oft in dieser Saison ein sicherer Rückhalt. Interveniert dreimal bravourös.
Majeed Ashimeru: Note 5. Der 20-jährige Ghanaer ist sich nicht zu schade, defensiv zu arbeiten. Erneut gute Leistung.
Axel Bakayoko: Note 4. Das Début des Leihspielers von Inter Mailand startet wacklig. Bakayoko, eigentlich ein Offensivakteur, steigert sich und spielt gute Pässe.
Nassim Ben Khalifa: Note 4. Wird zur Pause ausgewechselt. Gewohnt kämpferisch, aber ohne einen Torabschluss.
Silvan Hefti: Note 5. Der junge Captain agiert im Zweikampf abgeklärt. Der Gegner findet gegen ihn keine Mittel.
Cedric Itten: Note 4,5. Der Basler kommt zu drei guten Chancen, trifft aber erstmals in dieser Saison nicht.
Roman Buess: Note -. Er kommt in der 87. Minute für Itten. Der Einsatz ist zu kurz für eine Bewertung.
Stjepan Kukuruzovic: Note -. Der Matchwinner des Thun-Spiels kommt in der 75. Minute für Tafer. Zu kurz für eine Bewertung.
14 Bilder

Innenverteidigung top, Bakayoko und Ben Khalifa mit Luft nach oben: Die Noten der FCSG-Spieler gegen den FCZ

Geht Alain Wiss nach Aarau?

Die Zürcher griffen nach der Pause schwungvoller an. Der eingewechselte Adrian Winter brachte Zug auf den Flügel, nur verteidigten die St. Galler weiterhin gut. Ihr Manko nach der Pause war es, dass ihnen im Spielaufbau zu viele Fehler unterliefen. Trotz dieser Probleme entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Obwohl ihr Motor zwischenzeitlich ins Stocken geraten war, hätten die Gäste zwischen der 59. und 60. Minute in Führung gehen müssen: Zuerst aber klärte Winter einen Abschluss von Sierro auf der Linie, ehe der alleingelassene Itten an Goalie Brecher scheiterte. Trainer Peter Zeidler:

«Wir müssen lernen, uns noch besser durchzusetzen»

Beinahe rächte sich St. Gallens Ineffizienz in den Schluss- sekunden, doch der losstürmende Michael Frey wurde aus dem Offside zurückgepfiffen. Er habe sich die Situation nach dem Spiel am TV angesehen, sagte Zeidler: «Es war kein Abseits. Deshalb musste ich meine Meinung, dass wir uns die besseren Chancen erspielten als Zürich, relativieren.»

Unter dem neuen Trainer gehörte Alain Wiss dem Aufgebot einmal mehr nicht an. Laut der «Schweiz am Wochenende» soll sich das in der Challenge League kriselnde Aarau für Wiss interessieren. Trainer Patrick Rahmen sagte: «Wir sind interessiert, die Entscheidung fällt in den nächsten Tagen. Bei ihm haben noch andere Clubs angefragt.»

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