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Heimpleite gegen Basel: St.Gallen in drei Minuten zu einem Vor-Olma-Kater

Trotz einer phasenweise starken Leistung in der zweiten Halbzeit verliert St.Gallen zu Hause gegen Basel 1:3. Die entscheidenden Gegentore fallen zwischen der 81. und 84. Minute.
Patricia Loher
Auch Tranquillo Barnetta konnte gegen Basel keine entscheidenden Impulse geben. (Bild: Benjamin Manser)

Auch Tranquillo Barnetta konnte gegen Basel keine entscheidenden Impulse geben. (Bild: Benjamin Manser)

In der 60. Minute erhob sich Marcel Koller von der Trainerbank. Die Gestik des Basler Trainers verriet: «Ich bin unzufrieden.» Nach einem schwierigen Start in die zweite Halbzeit hatte sich St. Gallen die Kontrolle über das Spiel zurückerkämpft. Dank eines starken Mittelfelds setzten die Gastgeber die Basler unter Druck. Zu jenem Zeitpunkt stand es 1:1, die Stimmung im Stadion war elektrisierend. Doch innerhalb von nur drei Minuten platzten die Hoffnungen der Anhänger auf einen Punktgewinn. «Wir wollten den Sieg. Entsprechend haben wir auch eingewechselt. Aber der Schuss ging nach hinten los», sagte St. Gallens Trainer Peter Zeidler, ehe er anfügte:

«Natürlich verlieren wir als Mannschaft. Der Trainer trägt aber auch eine Mitschuld.»

St. Gallens Mut, den früheren Serienmeister von der Bank aus bezwingen zu wollen, wurde nicht belohnt. Vielmehr geriet Zeidlers Team unter die Räder, weil es Orientierung und Organisation verlor, Basel aber nochmals zusetzen konnte. So entschied der Gast die Partie zwischen der 81. und 84. Minute zu seinen Gunsten. War das 2:1 durch Luca Zuffi mit viel Tempo wunderbar herausgespielt, nutzte Blas Riveros wenig später aus, dass St. Gallen komplett neben den Schuhen stand. Unter dem Tempo der Basler brachen die Ostschweizer auseinander.

Dejan Stojanovic: Note 4. Interveniert gleich zu Beginn gut gegen Albian Ajeti. Ist danach bei den Gegentoren machtlos.
Peter Tschernegg: Note 4.5. Wird in der 66. Minute nach einer defensiv guten Leistung ausgewechselt. Danach verlieren seine Kollegen die Orientierung.
Silvan Hefti: Note 3.5. Lange tadellos. In der Schlussphase gelingt es aber auch dem Captain nicht, St.Gallens Abwehrverbund zu sortieren.
Leonel Mosevich: Note 3.5. Solides Zweikampfverhalten, wirkt aber oft hüftsteif.
Andreas Wittwer: Note 3.5. Braucht sich lange nicht viel vorzuwerfen. Greift vor dem 1:3 aber zu wenig energisch ein.
Vincent Sierro: Note 5. Er wird immer mehr zu St.Gallens Leaderfigur. Starke Leistung, erzielt die Führung.
Jordi Quintillà: Note 5. Neben Sierro St.Gallens auffälligster Spieler. Alain Sutter hat mit ihm eine Perle gefunden.
Majeed Ashimeru: Note 4. Ungewohnt viele Ballverluste. Aber er wagt einen Abschluss, der prompt die Führung zur Folge hat.
Dereck Kutesa: Note 4.5. Sehr aktiv und mit einer guten Chance zum 2:1. Manchmal aber zu eigensinnig.
Nassim Ben Khalifa: Note 3.5. Ein schöner Volleyabschluss. Reibt sich aber an Basels erstarkter Abwehr auf.
Tranquillo Barnetta: Note 4. Strahlt viel Präsenz aus. Aber im Aufbau gelingt dem Routinier nicht immer alles wie gewünscht.
Axel Bakayoko: Note 3. Er kommt in der 66. Minute für Tschernegg. Kann vor dem 1:3 nicht verbergen, dass er kein gelernter Verteidiger ist.
Kekuta Manneh: Note -. Ersetzt ab der 80. Minute Barnetta. Der Einsatz ist zu kurz für eine Benotung.
Roman Buess: Note -. Knapp fünf Minuten im Spiel – zu wenig für eine Bewertung.
14 Bilder

Sierro und Quintillà stark, Bakayoko schwach: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Basel

Dabei hatte im Verlaufe der zweiten Halbzeit wenig auf solch eine Wende hingedeutet. St. Gallen hatte durchaus die Möglichkeit, das Spiel auf seine Seite zu zwingen. Doch die Gastgeber schafften es trotz guter Chancen von Vincent Sierro und Dereck Kutesa nicht, auf 2:1 zu erhöhen, während die Basler immer wieder ihre Gefährlichkeit bei Gegenstössen andeuteten. «Wir waren in der zweiten Halbzeit überlegen. Aber es fehlt uns noch das gewisse Etwas», sagte Zeidler. In den entscheidenden drei Minuten waren es nebst den Wechseln wohl auch Cleverness und Routine, welche den Unterschied ausmachten. Sierro sagte:

«Diese Niederlage ist schwer zu akzeptieren. Wir erspielen uns die Chancen, dann machen die Basler die Tore. Da hatte Basel auch Glück.»

Zwei Teams geben Gas

Immerhin bekamen die Zuschauer ein unterhaltendes Spiel zu sehen. Sowohl St. Gallen als auch Basel traten auf das Gaspedal. Nachdem die Mannschaft von Trainer Koller den etwas besseren Start erwischt und sich zwei Chancen erspielt hatte, lieferten die St. Galler die Bestätigung, dass sie über ein gutes Team verfügen. Dass das Mittelfeld um Vincent Sierro, Jordi Quintillà und Majeed Ashimeru ihr Prunkstück ist. St. Gallen erarbeitete sich ein Übergewicht, die Aktionen aus dem Zentrum waren oft vielversprechend. Nur fehlte dem Team am Strafraum die letzte Entschlossenheit oder manchmal auch die Robustheit, um sich durchzusetzen. Die St. Galler konnten nicht verbergen, dass ihnen Cedric Itten fehlt.

In der 30. Minute sprang schliesslich Sierro in die Bresche. Der Walliser spekulierte perfekt und profitierte von einem abgelenkten Abschluss von Ashimeru. Es war für den Leihspieler von Freiburg der vierte Saisontreffer. Sierro hätte der Spieler des Abends werden können, dank seiner Präsenz und seiner Fähigkeit, das Spiel schnell zu machen, gehörte er zu auffälligsten Akteuren. Nur verlief dann die Partie nicht nach dem Gusto der St. Galler. Nach einem Foul an Kutesa reklamierten die Ostschweizer Penalty, doch der Schiedsrichter liess weiterspielen. Die St. Galler griffen Kevin Bua nicht an, und wenige Sekunden später glich Basels Ajeti nach einem Ablenker aus. «Wir hätten bereits zur Pause führen müssen», sagte Koller. Und: «Am Ende haben wir diesen Sieg nicht gestohlen.»

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