SPort und Corona
Zum Trainieren in die Schweiz – weshalb Liechtensteiner Leichtathleten nach St.Gallen ausweichen

Das liechtensteinische Leichtathletik-Nationalkader
umgeht ein Trainingsverbot, das aktuell im Fürstentum gilt.

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Das Athletik Zentrum in St. Gallen bietet den Athletinnen und Athleten eine topmoderne Infrastruktur.

Das Athletik Zentrum in St. Gallen bietet den Athletinnen und Athleten eine topmoderne Infrastruktur.

Urs Bucher


(red) Wie das «Liechtensteiner Vaterland» berichtet, weicht das Nationalkader des Fürstentums einmal pro Woche ins Athletik Zentrum in St. Gallen aus. Mitgliedern von Nationalkadern ist es in der Schweiz trotz Coronaverboten gestattet, in Sportstätten zu trainieren.

Solche Ausnahmeregelungen gibt es auch in Liechtenstein – sie greifen aber weniger weit. Im Fürstentum dürfen nur Sportler des Olympic- oder Pre-Olympic-Kader sowie die Sportschüler der Sekundarstufe eins und zwei auch indoor trainieren. Der Status des Nationalkaders reiche hierfür aber nicht aus, schreibt die Zeitung.

Lieber die Schweiz als Österreich

Somit dürfen die Leichtathletiktalente mit Nationalkaderstatus in Liechtensteins Turnhallen nicht trainieren. Weil es in der Schweiz erlaubt ist, hat der Leichtathletikverband des kleinen Nachbarlandes reagiert. Im Athletik Zentrum wird nun jedes Wochenende zweieinhalb bis drei Stunden lang trainiert.

Zugelassen sind nur jene sechs bis sieben Athleten, die zum Nationalkader gehören. Sie bereiten sich auf Kleinstaatenspiele oder Europa- und Weltmeisterschaften vor.

Roman Jäger, technischer Leiter beim Liechtensteiner Leichtathletikverband, sagt: «Angeschaut haben wir auch eine Trainingsmöglichkeit in Dornbirn. Auch dort wäre ein Training erlaubt. Aufgrund des Grenzübertritts und möglichen Quarantäneproblemen haben wir aber auf Dornbirn verzichtet.»