Spiel des FC St.Gallen abgebrochen

Der starke Schneefall im Wallis entpuppte sich als Spielverderber. Schiedsrichter Stephan Studer sah sich nach 67 Minuten gezwungen, das Spiel Sion – St.Gallen beim Stande von 0:0 abzubrechen.

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St.Gallen-Goalie Daniel Lopar kickt im dichten Schneetreiben aus. (Bild: Keystone)

St.Gallen-Goalie Daniel Lopar kickt im dichten Schneetreiben aus. (Bild: Keystone)

"Die Sicherheit der Spieler war nicht mehr gewährleistet. Sie sind gerutscht, das Risiko von Verletzungen war zu gross", sagte der Westschweizer Referee gegenüber "Teleclub".

Nachdem sich die St.Galler bei ihrem Anhang bedankt haben, trotten sie vom Spielfeld. (Bild: Keystone)
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Schneebedecktes Tourbillon: Dem Schiedsrichter war die Verletzungsgefahr für die Spieler zu gross, deshalb brach er die Partie ab. (Bild: Keystone)
Die beiden Goalies Daniel Lopar (rechts) und Andris Vanins scheinen den Spielabbruch gelassen zu nehmen. (Bild: Keystone)
Spielabbruch: Stephan Studer hat genug und bricht die Partie nach 67 Minuten ab. (Bild: Keystone)
Daniel Lopar hält den Elfmeter seines früheren Teamkollegen Pa Modou Jagne. (Bild: Keystone)
Espe Yannis Tafer im Zweikampf mit Reto Ziegler. (Bild: Keystone)
Auch Sion-Boss Christian Constantin blieb vom Schneetreiben nicht verschont. (Bild: Keystone)
St.Gallens Captain Stéphane Besle wehrt gegen Moussa Konate ab. (Bild: Keystone)
Daniel Lopar kickt im Walliser Schneetreiben aus. (Bild: Keystone)

Nachdem sich die St.Galler bei ihrem Anhang bedankt haben, trotten sie vom Spielfeld. (Bild: Keystone)

Gegenspieler statt Ball getroffen
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und immer stärker werdendem Schneefall wurden zusammenhängende Aktionen zunehmend Mangelware. Nach der gelben Karte gegen Mickaël Facchinetti, der bei normalen Umständen wohl den Ball und nicht den Gegenspieler getroffen hätte, entschied Studer dann, dem Treiben ein Ende zu setzen. Gemäss der gängigen Praxis der Swiss Football League dürfte das Spiel im zweiten Anlauf über die volle Distanz gehen - mit einem Entscheid ist nächste Woche zu rechnen.

Saibene unzufrieden
St.Gallens Trainer Jeff Saibene wunderte sich erst, dass die verbleibenden 23 Minuten nicht zu Ende gespielt wurden, sagte dann aber, er könne mit dem Entscheid leben und diesen nachvollziehen. Er merkte allerdings auch an, Sion habe bereits in der Pause auf einen Spielabbruch gedrängt, während der FC St.Gallen unbedingt habe weiterspielen wollen.

Lopar hält Penalty
Heftig enervierte sich Jeff Saibene vor der Pause, dass Studer nach einer Aktion von Daniel Sikorski im eigenen Strafraum auf den Penaltypunkt zeigte. Studer hatte das angebliche Hands des österreichischen Stürmers gar nicht bemerkt und erst auf Intervention seines Assistenten eingegriffen. Wie schon am letzten Wochenende beim 1:1 in Basel profitierte Sion also von einem grosszügigen Penalty. Dieses Mal scheiterte der erneut aufreizend langsam anlaufende Pa Modou aber am Keeper, Daniel Lopar wehrte den Versuch des Sittener Verteidigers ab.

Tréand und Besle erfolglos
Es war aus Sittener Sicht der negative Höhepunkt eines weitgehend harmlosen Auftritts. Didier Tholot hatte sich sein erstes Heimspiel als Trainer im Tourbillon seit fast vier Jahren anders vorgestellt. Denn vor dem vergebenen Penalty des Heimteams besass St.Gallen die grossen Chancen. Geoffrey Tréand und Stéphane Besle scheiterten in der 29. Minute innert weniger Sekunden aus guter Position am glänzend reagierenden Sittener Keeper Andris Vanins. (si)