So erklärt der FC St.Gallen seinen Aktionären den 5,1-Millionen-Verlust  – das war die Generalversammlung in der Olma Halle

695 Publikumsaktionäre sind am Freitagabend an der Generalversammlung des FC St.Gallen in der Olma Halle. Im Fokus stand der Geschäftsbericht – und ein Verlust von 5,1 Millionen Franken. 

Linda Müntener und Christian Brägger
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Matthias Hüppi begrüsst die Aktionäre. (Bild: Michel Canonica)
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Im Publikum sitzen auch die Spieler des FCSG. (Bild: Michel Canonica)
Stuidert dieser Aktionär die aktuellsten Börsendaten? (Bild: Michel Canonica)
Cedric Itten im Smalltalk mit einem Fan. (Bild: Michel Canonica)
Cedric Itten und Ermedin Demirovic an der Versammlung. (Bild: Michel Canonica)
Silvan Hefti und Lukas Görtler hören interessiert zu. (Bild: Michel Canonica)
Dieser Aktionär erscheint gut gelaunt.(Bild: Michel Canonica)
Grün-weiss überall. (Bild: Michel Canonica)
Fototermin mit Boris Babic. (Bild: Michel Canonica)
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Michael Götte und Matthias Hüppi im Gespräch. (Bild: Michel Canonica)
Peter Zeidler sitzt in der vordersten Reihe. (Bild: Michel Canonica)
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Alain Sutter spricht mit den Aktionären. (Bild: Michel Canonica)
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Matthias Hüppi begüsst die Anwesenden. (Bild: Michel Canonica)
Christoph Hammer. (Bild: Michel Canonica)
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Matthias Hüppi. (Bild: Michel Canonica)
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Peter Zeidler und Matthias Hüppi auf der Bühne. (Bild: Michel Canonica)
Bernhard Russi mit Neo-Aktionär Beni Thurnheer. (Bild: Michel Canonica)
(Bild: Michel Canonica)
(Bild: Michel Canonica)

Matthias Hüppi begrüsst die Aktionäre. (Bild: Michel Canonica)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der FC St.Gallen weist einen Verlust von 5,1 Millionen Franken aus. 
  • 4,0 Millionen Franken aus dem Verlust fallen einem ausserordentlichen Abschreibungsbedarf in der Event AG an.
  • Finanzchef Christoph Hammer begründet den Verlust an der Generalversammlung durch Abschreibungen und Inventuren. Dies habe man in der Buchführung korrigiert. 
  • Geschäftsbericht und Jahresrechnung werden einstimmig angenommen. Auch sonst verläuft die Generalversammlung diskussionslos, dafür mit ordentlich Fan-Euphorie für Grün-Weiss. 
  • Für 2020 plant der FC St.Gallen eine Kapitalerhöhung. 
Präsident Matthias Hüppi (rechts) führt durch die Generalversammlung.Im Hintergrund die Verwaltungsräte um Finanzchef Christoph Hammer.(Bild: Michel Canonica)

Präsident Matthias Hüppi (rechts) führt durch die Generalversammlung.
Im Hintergrund die Verwaltungsräte um Finanzchef Christoph Hammer.
(Bild: Michel Canonica)

Es geht nur um den FC St.Gallen

2020 will der Club das Kapital erhöhen zum Wohle des Sports und der finanziellen Stabilität. Höhe ungewiss.

Die Olma-Halle 2.1 ist proppenvoll. Der FC St.Gallen ruft. Unter den Gästen Bernhard Russi, der Intimus von Clubpräsident Matthias Hüppi. Und ein anderer «Schnorri der Nation», Beni Thurnheer. Ebenso der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin oder Stadtrat Markus Buschor. Sie alle gehören zu den 695 anwesenden Publikumsaktionären, die wie die erste Mannschaft des FC St.Gallen oder die zurückgetretene Clublegende Tranquillo Barnetta ganz Ohr sind, als Hüppi um 19 Uhr die ordentliche GV der FC St.Gallen AG pünktlich beginnt. Er geht sofort «All Inn», spielt eloquent mit der Euphorie und auf der Klaviatur der Emotionen.

«Am liebsten wäre es mir, wenn die Stadt grünweiss gefärbt würde. Das ist unser FC St.Gallen. Es geht nur um ihn.»

Applaus. Hüppi hat leichtes Spiel, schnell geht es vorwärts, ziemlich schnell sogar. Und nachdem der für die Finanzen zuständige Verwaltungsrat Christoph Hammer das Minus der beiden Gesellschaften (Event AG und FCSG AG) von 5,1 Millionen Franken dem Anhang auf einfachste Weise zu erklären versucht hat und nun weitere nicht nur positive Zahlen näherbringt, wähnt man sich beim SBB-Finanzchef bald einmal: auf dem Eurocity-Zug, aufspringen schwierig. Hammer mischt die Zahlen schnell, aber gekonnt mit schönen Bildern rund um den FC St.Gallen. Fragen kommen kaum, alles geht ruck, zuck, zack, zack.

Die Aktionäre der Event AG haben bereits zugesagt

Das alles spielt keine Rolle, weil das Fazit des Abends gemacht ist: Grundsätzlich ist der FC St.Gallen beim fünfköpfigen Verwaltungsrat in guten Händen. Wiedergewählt strebt dieser in der aktuellen Saison eine schwarze Null und im 2020 an einer ausserordentlichen GV im Kybunpark eine Kapitalerhöhung an. Um das finanzielle Fundament zu stärken, um für die erste Mannschaft mehr Spielraum zu haben. Wie diese Aufstockung des Kapitals genau vor sich gehen soll, klärt sich schemenhaft erst nach der GV, die bereits nach 70 Minuten ihr Ende findet, bei Wurst und Bier und in Anwesenheit der Cup­helden von 1969.

Die Gedanken an eine frühere «Kleberaktion» sind schon parat, als Hammer später sagt: «Unsere finanzielle Stabilität ist okay, wir wollen sie aber stärken. Wir wollen die Publikumsaktionäre mit ins Boot holen und ihnen die Möglichkeit geben, sich ihrem bisherigen Anteil entsprechend zu beteiligen.» Damit keine Verwässerung der prozentualen Anteile stattfindet, haben auch die neun Aktionäre der Event AG, welche 49,6 Prozent an der FC St.Gallen AG hält, die Möglichkeit, ihr Aktienkapital zu erhöhen. Laut Hammer ­haben diese neun Aktionäre bereits zugestimmt, den Club noch mehr zu unterstützen. Das ist relevant, weil die Event AG die FC St. Gallen AG zuletzt mit knapp 6,5 Millionen Franken unterstützte und damit ins Plus hievte.

Sponsoreneinnahmen in Millionenhöhe brechen weg

Der FC St.Gallen hat also erkannt, dass sparen nicht reicht, um sportlich dabeizubleiben und finanziell nicht in Schräglage zu geraten. Sparen tut er schon, seit die neue Crew 2018 am Ruder ist. Weshalb es auch Fragen gibt.

Hammer hatte bereits an der GV vor einem Jahr gesagt, dass «sämtliche Altlasten umfassend bereinigt worden seien» von der alten Führung. Und doch wurde nun wieder eine Altlast korrigiert, wobei plötzlich das andere Defizit neben den Abschreibungen, die 1,2 Millionen Franken, nirgends mehr diskutiert und längst einem strukturellen Defizit zugeschrieben werden. Nur: Die erste Mannschaft hat das Budget von 8,5 auf 7,6 Millionen runtergefahren, Future Champs Ostschweiz von 5,0 auf 3,5 Millionen. Zudem gibt es um eine Millionen mehr Fernsehgelder. Das alleine machte das benannte, strukturelle Defizit mehr als wett. Was den Fokus auf die Event AG legt, wo Sponsoreneinnahmen in siebenstelliger Höhe wegbrechen – allein von vier Tribünenbrandings sind drei nicht verkauft. Es geht um den FC St.Gallen, auch seine Hosen sind werbefrei.

Der Ticker zum Nachlesen:

20:15 Uhr

Damit ist die Generalversammlung zu Ende - und auch wir beenden die Live-Berichterstattung. Alles weitere rund um den FC St.Gallen finden Sie auf www.tagblatt.ch. Vielen Dank für Ihr Interesse und einen schönen Abend!

20:12 Uhr

Hüppi macht darauf aufmerksam, dass die Cuphelden heute auch anwesend sind, Ivo Forster kommt noch auf die Bühne, es gibt einen kräftigen Schlussapplaus.

20:09 Uhr

Eine Frage nach dem Fan-Pass (Datenregistrierung der Zuschauer). Ein Thema, das immer dann auf den Tisch kommt, wenn in einem Stadion etwas passiert. Man habe grundsätzlich eine gute Situation im Stadion, keine Gewalt, sagt Hüppi, weitestgehend gebe es keine Ausschreitungen rund ums Stadion. Man wolle keinen Extremismus. «Einzelne Probleme vor allem im Spiel gegen Servette will ich nicht beschönigen», sagt Hüppi. Doch mit dem Dialog könne man viel erreichen. Wer gegen Regeln verstosse, werde bestraft. Aber eine Patentlösung gebe es nicht. «Wir haben mit viel Energie versucht, einen Schritt weiterzukommen.» Hin und wieder gebe es Rückschläge. Aus diesen müsse man lernen. Ein Fan-Pass sei derzeit kein Thema. 

20:05 Uhr

Wie findet man die Balance zwischen wirtschaftlichem und sportlichem Erfolg? Wie bringt der FC eine sportliche Konstanz in die Mannschaft? Diese Frage eines Aktionärs geht auch an Alain Sutter. Hüppi übernimmt. «Es ist selbstverständlich der Wunsch aller, dass sie als Team zusammenwachsen können und über ein Jahr hinaus miteinander spielen.» Er habe viel Vertrauen in die sportliche Führung. Man denke weiter, wenn jemand weiterziehe. «Wir wollen einem Spieler keine Steine in den Weg legen.» Am Ende des Tages sei der FCSG ein Ausbildungsclub. Es wäre illusorisch zu sagen, dass der FC in den nächsten drei Jahren in der gleichen Konstellation spiele. 

20:03 Uhr

Wie steht der FC zur allfälligen Erhöhung auf zwölf Teams? Das will ein anderer Aktionär wissen. Dieses Traktandum sei aufgeschoben, sagt Hüppi.  

20:02 Uhr

Jetzt haben die Aktionäre das Wort. «Beim Stadion sieht niemand, dass das unser Stadion ist. Könnte man auf der Seite der Autobahn nicht ein beleuchtetes Signet anbringen?», fragt ein Mann. «Super Idee!», findet Hüppi. Und auch der Saal scheint - gemessen am Applaus - von diesem Vorschlag angetan. «Wir werden das schaffen», sagt Hüppi. 

20:00 Uhr

Zeidler erinnert sich an das letzte Heimspiel von Barnetta. «Ich wünsche mir, dass wir so etwas noch oft erleben. Irgendwann spielen wir vielleicht sogar einmal in Europa.»

19:58 Uhr

Trainer Peter Zeidler kommt auf die Bühne. Wie wichtig ist es für den Trainer, dass er den Puls der Leute spürt?, fragt Hüppi. «Das macht mir grosse Freude», antwortet Zeidler. Er höre immer ein «Hopp Sangallä».

19:56 Uhr

Auch in der Kommunikation gebe man Tempo, sagt Hüppi, etwa mit der «brandneuen Homepage». Die Spiele könne man auf der FCSG-Seite auf der ganzen Welt mitverfolgen (übrigens auch auf tagblatt.ch).

19:55 Uhr

Für 2020 ist eine Kapitalerhöhung geplant. Man wolle das finanzielle Fundament stärken, sagt Finanzchef Hammer. Und jedem Fan die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen. Geplant ist eine ausserordentliche GV im Kybunpark. Hüppi garantiert, dass man mit dem Geld «etwas Sinnvolles» anfangen werde. 

19:52 Uhr

Hüppi öffnet die allgemeine Umfrage und nutzt diese gleich, um nochmals auf die Strategie des Clubs einzugehen. Im Nachwuchs müsse man Gas geben, sagt er. 

19:50 Uhr

Nach weniger als zwei Halbzeiten ist die Traktandenliste schon fast abgearbeitet. Die Revisionsstelle PWC wird ebenfalls bestätigt, es gibt bei dieser Wahl aber ein paar Enthaltungen.  

19:46 Uhr

Traktandum 8: die Wahl des Verwaltungsrats. Peter Germann, Christoph Hammer, Patrick Gründler, Stefan Wolf und Matthias Hüppi werden einstimmig wiedergewählt. 

19:46 Uhr

Die Versammlung entlastet den Verwaltungsrat. 

19:44 Uhr

Inzwischen hat der Finanzchef die Zahlen zu den Strafen parat: Für Bussen aus dem Spielbetrieb (dazu zählen nicht nur Pyros) musste der FC St.Gallen knapp 97'000 Franken berappen. 

19:42 Uhr

Es kommt schon zur Abstimmung: Jahresbericht und Jahresrechnung werden einstimmig angenommen. 

19:41 Uhr

Eine Frage aus dem Publikum: «Wie viel musste der FC St.Gallen im vergangenen Geschäftsjahr an Strafen überweisen?» Hüppi kann die Zahl nicht auswendig nennen. Man werde die Frage im weiteren Lauf der Versammlung beantworten, verspricht er. 

19:39 Uhr

Die Revisionsstelle empfiehlt, die Jahresrechnung zu genehmigen. 

19:38 Uhr

Es folgt ein kurzer Werbespot für die Weihnachtskampagne. 

19:37 Uhr

Hammer dankt den Mitarbeitern der Event AG, die unter anderem den Rasen im Stadion pflegen. 

19:35 Uhr

Zu den Transfergebühren: Mit 284'000 Franken waren diese leicht höher als in einer normalen Saison, aber klar tiefer als in der Vorsaison. Das Ziel sei, das Kader der ersten Mannschaft weiterzuentwickeln. Dazu gehöre auch der eine oder andere Transfer weg von St.Gallen. 

19:34 Uhr

Die Entwicklung der Zuschauerzahlen: Gegenüber der Vorsaion weist man ein leichtes Plus von 78 Zuschauern aus. Hammer bittet die Anwesenden, ihre Nachbarn, Kollegen und Bekannten für einen Besuch im Stadion zu mobilisieren. 

19:34 Uhr

Nach diesem eher nüchternen Blick auf die Zahlen dankt Hammer der Mannschaft für die Leistung und bittet um einen grossen Applaus. 

19:32 Uhr

Trotz der Sonderabschreibungen sei man auf gutem Weg. Der eingeschlagene wirtschaftliche Kurs werde weiterverfolgt. «Wir machen das, ohne die notwendigen Investitionen zu vernachlässigen», sagt Hammer. 

19:31 Uhr

Die Führung sei über diese Problemstellung nicht erfreut gewesen. «Ich bin ihr dankbar, dass dies korrigiert wurde», sagt Hammer. Man wolle nun vorwärts schauen. 

19:30 Uhr

Die vier Millionen Verlust gliedern sich in zwei Problemstellungen: fehlende Inventuren (0,5 Millionen) und die zu lange Abschreibungsdauer (3,5 Millionen). Dies habe man in der ordentlichen Buchführung korrigiert. 

19:27 Uhr

Vor 15 Monaten wurde das Finanzsystem neu aufgesetzt. Die Bilanzpositionen wurden mit den Sachanlagen überprüft. Dabei habe sich ergeben, dass, bis ins Jahr 2008 zurück, ausgewählte Punkte nicht nachvollziehbar gewesen seien. 

Hammer macht einen kleinen Exkurs mit einem Beispiel. 100 Bälle à 100 Franken kauft der FCSG. «Sie haben nun zwei Problemstellungen.» Nr. 1: die Abschreibungsdauer. «Wenn wir die Bälle über 3 Jahre abschreiben, haben wir einen Aufwand von über 3000 Franken. Wenn wir sie über 35 Jahre abschreiben, haben wir einen Aufwand von über 200 Franken. Bei welcher Variante sieht das Jahresergebnis wohl besser aus?»

19:25 Uhr

Fragen gebe es zu der Korrektur der Sachanlagen, sagt Hammer. Er betont, dass sich der Verwaltungsrat zu Transparenz verpflichte. 

19:22 Uhr

Die Jahresrechnung ist an der Reihe. Finanzchef Christoph Hammer führt durch die Zahlen. Gegenüber dem Vorjahr gebe es wesentliche Treiber, die sich positiv aber auch negativ ausgewirkt haben. 

Bei den Meisterschaftseinnahmen zeige sich eine positive Entwicklung. Anspruchsvoll sei hingegen der reduzierte Transfer und ein Rückgang bei Drittveranstaltungen. Das strukturelle Defizit konnte halbiert werden. Man sei auf dem besten Weg, dieses ganz zu eliminieren. 

Das Fazit: «Der vor eineinhalb Jahren initiierte Entwicklungsplan greift.»

19:19 Uhr

Und schon wieder eine Videoshow - über Future Champs Ostschweiz. Nachwuchsspieler kommen zu Wort, Sportchef Alain Sutter, Trainer Thomas Wyss. «Wir wollen den Spielern die St.Galler Mentalität vermitteln, die Leidenschaft und den Anstand gegenüber Gegnern.» Auch der Frauenfussball ist im FCO integriert. «Ein Vorzeigeprojekt», sagt Alain Sutter. 

19:18 Uhr

Nochmals etwas zum Klatschen: Die Frauenmannschaft des FCSG ist aufgestiegen.

19:17 Uhr

Nicht hier sein, kann heute Abend Daniel Lopar. Er meldet sich via Videobotschaft aus Sydney. «Ich hoffe, dass die Jungs so weitermachen. Es ist eine wahre Freude. Was ich am allermeisten vermisse hier, ist das feine Schützengarten nach der Generalversammlung.»

19:16 Uhr

Tranquillo Barnetta ist ebenfalls anwesend - und wird mit Applaus begrüsst. Genauso wie Neo-Aktionär Beni Thurnheer.

19:14 Uhr

Unvergesslich auch die Jubiläumsfeierlichkeiten, erzählt Hüppi. Und: der Abschied von Tranquillo Barnetta. Auf dem Bildschirm wird nun Barnettas Goal-Parade gezeigt. Wieder Applaus. 

19:13 Uhr

Im Rahmen von «Espen on Tour»war der FC in diesem Jahr in der Ostschweiz unterwegs. «Es sind Begegnungen zustande gekommen, die sonst nie möglich gewesen wären.»

19:11 Uhr

Hüppi blickt auf das sportliche Jahr des FC St.Gallen zurück: Dass der FC an Europa vorbeigeschrammt ist, auf die Verletzung von Cedric Itten, auf die wichtigen Siege wie jenen gegen Xamax, auf die Power der Fans im schwierigen Frühling. «Wir konnten die entscheidenden Matches gewinnen, weil die Mannschaft gut geführt wurde.»

19:10 Uhr

Stimmenzähler und Protokollführer sind gewählt. Jetzt kommt der Jahresbericht an die Reihe.

19:09 Uhr

Nach dieser grosszügigen Impfdosis Fanstolz geht's nun an den ordentlichen Teil der Versammlung. 695 Aktionäre sind anwesend. 

19:07 Uhr

Es folgt ein Filmausschnitt des Teamausflugs auf die Ebenalp. «Es macht einfach Freude, mit dieser Mannschaft zusammen zu arbeiten.» Jetzt heisst der Präsident auch die Mannschaft in der Halle willkommen. Wieder Applaus. 

19:05 Uhr

Hüppi macht das, was er bestens beherrscht. Er versprüht schon zu Beginn Begeisterung für den Verein. Er spricht über Teamspirit, geschlossene Reihen, das grün-weisse Herz. Er kommt dabei auch auf Cedric Itten zu sprechen. «Es ist eine riesige Geschichte, dass wir wieder einen Nationalspieler haben.»

19:03 Uhr

Matthias Hüppi begrüsst die Anwesenden. «Ich weiss nicht, wann es hier zum letzten Mal mehr Leute als Stühle gab. Das ist ein Zeichen dafür, dass Sie alle mitfiebern.» Er begrüsst auch Gäste aus der Politik - etwa Regierungsrat Marc Mächler und den St. Galler Stadtpräsidenten Thomas Scheitlin.

19:01 Uhr

Es geht los - mit Stimmungsmache! Ein FC-Trailer flimmert über die Leinwand. Jubel, Bässe, Grün-weiss. Dafür gibt's Applaus. 

18:57 Uhr

Es sind mehr Leute hier als erwartet: In der Halle muss nachbestuhlt werden:

(Bild: Linda Müntener)

(Bild: Linda Müntener)

18:45 Uhr

Die Halle ist schon gut gefüllt, in wenigen Minuten geht's los. Stimmung ebenfalls gut - auch wenn sich der eine oder andere Aktionär am Eingang im Flüsterton darüber beklagt, dass man hier «nöd emol ä Biirli» bekommt. 

18:36 Uhr

Für Matthias Hüppi ist es die zweite ordentliche Generalversammlung als FCSG-Präsident. News zu Hüppi gab es schon heute Nachmittag zu vermelden: Er wurde an der GV der Swiss Football League in ihr neunköpfiges Komitee gewählt: 

18:35 Uhr

Falls Sie selber einen Blick in den Geschäftsbericht werfen wollen, finden Sie ihn übrigens hier.

18:31 Uhr

Heute Abend geht es darum, den Publikumsaktionären die Zahlen genauer zu erläutern. Insgesamt befinden sich 40,2 Prozent der Aktien der FC St.Gallen AG in ihrem Streubesitz. Das macht 8800 Aktionäre.

18:30 Uhr

4,0 Millionen Franken aus dem Verlust fallen einem ausserordentlichen Abschreibungsbedarf in der Event AG an. Christoph Hammer, der als Verwaltungsrat beider Trägergesellschaften für die Finanzen zuständig ist, sagte im Oktober gegenüber dem Tagblatt: «Dieser ausserordentliche Abschreiber ist im Rahmen einer ordentlichen Buchführung notwendig. Das operative Ergebnis ist gemäss unserem Entwicklungsplan dennoch auf Kurs.»

18:28 Uhr

Sportlich ist der FC St.Gallen in der aktuellen Saison im Höhenflug. Und finanziell? Die FC St.Gallen AG und deren Trägerin, die FC St.Gallen Event AG, präsentieren ein Minus von 5,1 Millionen Franken. Das wurde bereits Mitte Oktober der Öffentlichkeit kommuniziert. 

18:25 Uhr

Über 800 Publikumsaktionäre werden heute erwartet. Unter den Gästen sind auch die Cuphelden des FC St.Gallen von 1969.

18:20 Uhr

Guten Abend und herzlich willkommen aus der Olma-Halle 2.1. In wenigen Minuten beginnt hier die Generalversammlung des FC St.Gallen. Für Sie tickert Linda Müntener. 

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