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Vor dem Spiel gegen den FC St.Gallen:
AEK-Trainer Massimo Carrera will nicht Favorit sein

Wenn der FC St. Gallen am Donnerstag ab 20.30 Uhr auf den AEK Athen trifft, gelten die Griechen vielen als Favorit. Nicht so dem AEK-Trainer Massimo Carrera. «St. Gallen ist ein schwieriger Gegner.» Derweil erklärt ein griechischer Journalist, was für die Ostschweizer sprechen könnte.

Ralf Streule
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Massimo Carrera, Trainer des AEK Athen und ehemaliger Juventus-Verteidiger.

Massimo Carrera, Trainer des AEK Athen und ehemaliger Juventus-Verteidiger.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Als Massimo Carrera im Kybunpark zur Pressekonferenz schreitet, ist er definitiv da, der internationale Flair, den man sich von europäischen Spielen erhofft. Adrett gekleidet, modisch vom Schuh bis zur Brille und umgeben von Dolmetschern, gibt er Auskunft – so souverän, wie es nur ein ehemaliger Juventus-Innenverteidiger tun kann.

Der Trainer des AEK Athen hat das Team im Winter übernommen, am Donnerstag ab 20.30 Uhr will er gegen den FC St.Gallen in die Playoffs der Europa League einziehen. Aber, «Respekt!», als Favorit sehe er sein Team nicht. Schliesslich werde es gegen St.Gallen schwer, gegen ein Team, das ein gutes Pressing aufziehen könne. Carrera weiss also einiges über seinen Gegner. Dennoch: Stapelt er nicht tief? Schliesslich ist der Marktwert seines Teams mit 35 Millionen Euro um das doppelte grösser als jener des FC St.Gallen.

Zeidler: «Zu Hause in einem einzigen Spiel haben wir unsere Chancen.»

Peter Zeidler im aktuell angesagten und Uefa-konformen Look.

Peter Zeidler im aktuell angesagten und Uefa-konformen Look.

Andy Mueller / freshfocus

Zwei Stunden zuvor jedenfalls tönt vieles anders. Als Lukas Görtler und sein Trainer Peter Zeidler Auskunft geben, sind sie sich einig: Man sei Aussenseiter. «AEK ist schon noch einmal eine andere Kategorie», sagt Zeidler, er meint dies im Vergleich zu Schweizer Spitzenteams.

«Aber zu Hause in einem einzigen Spiel haben wir unsere Chance.»

Sicher sei: St.Gallen wolle – wie gegen YB oder Basel – sein Spiel spielen, sich nicht einigeln. Zeidler hat Spiele der Griechen auf Video gesichtet. «Das hat Spass gemacht, wir haben sie gern beobachtet.» Man habe es mit einem «spielstarken, abgezockten» Gegner zu tun. Immerhin: Zeidler kann personell aus dem Vollen schöpfen – und für ein allfälliges Penaltyschiessen wurde trainiert.

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Bilder: Michel Canonica

Griechischer Kommentator macht Schwächen im AEK-Mittelfeld aus

Was für St.Gallen sprechen könnte: AEK dürfte stärker unter Druck stehen, wie der griechische Fernsehjournalist Banos Malamas erzählt. Die Fans haderten mit den aktuellen Leistungen des Teams, Carrera sei wegen eher defensiver Ausrichtung umstritten. «Eine Niederlage gäbe viel Unruhe um die Mannschaft.»

Und eine weitere Schwäche kennt er: «Das Mittelfeld schafft es nicht, die eigentlich starke AEK-Offensive mit Bällen zu füttern.» Vielleicht kann Zeidler hier ansetzen. Seine Erkenntnisse dürfte er beim Videostudium aber längst gemacht haben. Wie wohl auch Signore Carrera.

So könnte der FCSG spielen

Zigi; Kräuchi, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Quintillà, Ruiz; Stillhart; Guillemenot, Duah.

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