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Sieg trotz einer Stunde in Unterzahl: Der FC St.Gallen fegt Neuchâtel Xamax mit 3:0 vom Platz

Der FC St.Gallen gewinnt zu Hause gegen Neuchâtel Xamax souverän mit 3:0. Dabei spielten die St.Galler fast 60 Minuten mit zehn Mann, nachdem Goalie Dejan Stojanovic wegen einer Notbremse Rot sah.
Luca Ghiselli
Freudenschrei nach dem 1:0: Jérémy Guillemenot lässt sich nach seinem Führungstreffer von seinen Teamkollegen feiern. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Freudenschrei nach dem 1:0: Jérémy Guillemenot lässt sich nach seinem Führungstreffer von seinen Teamkollegen feiern. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Die Tore

  • 1-0, 20. Minute, Jérémy Guillemenot: Andreas Wittwer lanciert mit einem präzisen Steilpass Majeed Ashimeru. Der Ghanaer flankt auf den zweiten Pfosten, wo Guillemenot bereit steht und mit einer Direktabnahme Xamax-Goalie Laurent Walthert bezwingt.
  • 2-0, 67. Minute, Tranquillo Barnetta: Majeed Ashimeru entwischt seinem Neuenburger Gegenspieler und kreiert eine Überzahlsituation. Die Xamaxiens sind hinten schlecht sortiert, Ashimeru passt zum eingewechselten Barnetta, der alleine vor Goalie Walthert verwandelt.
  • 3-0, 76. Minute, Vincent Sierro: Xamax-Verteidiger Charles Pickel foult Dereck Kutesa im Strafraum. Vincent Sierro verwandelt den Penalty sicher. Es ist Sierros zehnter Saisontreffer.

Die Spiel-Analyse

Die St.Galler beginnen stark. Das Team von Peter Zeidler lässt in der Startviertelstunde den Ball gut laufen, lässt defensiv nichts zu und kommt so immer wieder zu Torchancen. Zweimal vergibt Dereck Kutesa aber aus aussichtsreicher Position. Nach einem Doppelpass mit Kutesa kommt Andreas Witter in der 12. Minute zur ersten Grosschance der Partie. Der Aussenverteidiger schiesst aus spitzem Winkel aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Auch Axel Bakayoko trifft eine knappe Minute später nur das Aussennetz.

Xamax bringt lange Zeit nur nach stehenden Bällen Gefahr vor das Tor von Dejan Stojanovic. Die Neuenburger verteidigen geschickt und lauern auf Konter. Es ist denn auch ein schnörkellos vorgetragener Gegenstoss, der in der 20. Minute zum ersten Tor des Nachmittags führt – allerdings erzielt es der FC St.Gallen. Neuzugang Jérémy Guillemenot bringt Grün-Weiss nach einem Zuspiel vom Majeed Ashimeru in Führung.

Eine Reaktion auf den St.Galler Führungstreffer lässt Xamax vermissen. Die St.Galler bleiben auch in der Folge das bessere Team. Nach einer halben Stunde vergibt Ashimeru dann eine 100-prozentige Chance: Er kann vom herrlichen Doppelpass im Strafraum mit Jérémy Guillemenot nicht profitieren und trifft aus etwa fünf Metern nur die Latte. Der gefährliche Gegenstoss der Xamxiens bleibt aber ohne Folgen.

In der 35. Minute dann der grosse Aufreger: Stojanovic läuft aus dem Tor, um den heranstürmenden Kemal Ademi zu stoppen. Der Neuenburger Stürmer sucht den Kontakt – und findet ihn. Die logische Konsequenz: Stojanovic fliegt mit Rot vom Platz. Für Daniel Lopar muss der auffällige Guillemenot raus.

Plötzlich ist Xamax wieder im Spiel. Und die Xamaxiens drücken gegen Ende der ersten Halbzeit mehr und mehr. Nuzzolo fällt im Strafraum, Schiedsrichter Adrien Jacottet verwarnt den Neuenburger Offensivmann wegen Reklamierens. Jetzt ist Zunder im Spiel, Nuzzolo wird bei jeder Ballberührung ausgepfiffen. Kurz vor dem Pausentee trifft Mustafa Sejmenovic aus kurzer Distanz mit seinem Kopfball nur die Latte. Der Ball prallt wenige Zentimeter vor der Torlinie auf. Glück für St.Gallen. Der Halbzeitpfiff, er kommt für die St.Galler gerade recht.

Danach ist das Tempo erst einmal aus der Partie raus. Die St.Galler versuchen, nichts übers Knie zu brechen. Und die Neuenburger sind zwar um den Ausgleich bemüht, werden aber nur sehr selten wirklich gefährlich. Auch nach dem Treffer durch Barnetta, der vor Xamax-Goalie Laurent Walthert eiskalt bleibt, geben die Neuenburger nicht auf. In der 71. Minute trifft Samir Ramizi per Kopf nur die Latte, Pietro di Nardo setzt den Nachschuss aus wenigen Metern neben das Tor. In der 76. Minute dann die Vorentscheidung: Xamax-Verteidiger Charles Pickel foult Dereck Kutesa im Strafraum, Vincent Sierro verwandelt sicher zum 3:0.

Der Beste

Majeed Ashimeru. Zusammen mit Jordi Quintillà sicherer Taktgeber im Mittelfeld. Mit zwei Torvorlagen trägt der Ghanaer massgeblich zum Sieg bei.

Dejan Stojanovic: Note 3. Hat keine Chance, den Ball vor Kemal Ademi zu erreichen, probiert’s dennoch. Kommt zu spät, foult und sieht die rote Karte.Dejan Stojanovic: Note 3. Hat keine Chance, den Ball vor Kemal Ademi zu erreichen, probiert’s dennoch. Kommt zu spät, foult und sieht die rote Karte.
Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Wenig Durchschlagskraft über rechts, defensiv meist solid. Muss kurz nach der Pause verletzt raus.Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Wenig Durchschlagskraft über rechts, defensiv meist solid. Muss kurz nach der Pause verletzt raus.
Silvan Hefti: Note 4. Defensiv mit viel Übersicht, in der Vorwärtsbewegung aber fehlerhaft und für einmal ideenlos.Silvan Hefti: Note 4. Defensiv mit viel Übersicht, in der Vorwärtsbewegung aber fehlerhaft und für einmal ideenlos.
Leonidas Stergiou: Note 4,5. An seinem 17. Geburtstag fast immer auf der Höhe. Gutes Stellungsspiel. Im Eins-gegen-Eins aber mehrmals in Nöten.Leonidas Stergiou: Note 4,5. An seinem 17. Geburtstag fast immer auf der Höhe. Gutes Stellungsspiel. Im Eins-gegen-Eins aber mehrmals in Nöten.
Andreas Wittwer: Note 4,5. Zu Beginn trägt er viel zum Offensivspiel bei, lässt hinten fast nichts anbrennen.Andreas Wittwer: Note 4,5. Zu Beginn trägt er viel zum Offensivspiel bei, lässt hinten fast nichts anbrennen.
Majeed Ashimeru: Note 5. Starker Passgeber, auch vor dem 1:0 und dem 2:0. Einziges Manko: Er vergibt eine Grosschance.Majeed Ashimeru: Note 5. Starker Passgeber, auch vor dem 1:0 und dem 2:0. Einziges Manko: Er vergibt eine Grosschance.
Vincent Sierro: Note 4,5. Nervenstark beim Penalty. Ein Aktivposten – im Spielaufbau aber weniger präzis als auch schon.Vincent Sierro: Note 4,5. Nervenstark beim Penalty. Ein Aktivposten – im Spielaufbau aber weniger präzis als auch schon.
Jordi Quintillà: Note 5. Mit viel Übersicht. Praktisch fehlerlos. Seine Aktionen stehen oft am Anfang gefährlicher Angriffe.Jordi Quintillà: Note 5. Mit viel Übersicht. Praktisch fehlerlos. Seine Aktionen stehen oft am Anfang gefährlicher Angriffe.
Dereck Kutesa: Note 4,5. Wirblig und mit viel Drang nach vorne. Holt den Penalty heraus und bringt auch sonst oft Gefahr.Dereck Kutesa: Note 4,5. Wirblig und mit viel Drang nach vorne. Holt den Penalty heraus und bringt auch sonst oft Gefahr.
Jérémy Guillemenot: Note 4,5. Trifft stark zum 1:0, ist sehr aktiv, aber zuweilen umständlich. Muss für Lopar Platz machen.Jérémy Guillemenot: Note 4,5. Trifft stark zum 1:0, ist sehr aktiv, aber zuweilen umständlich. Muss für Lopar Platz machen.
Axel Bakayoko: Note 4,5. In vielen Offensivaktionen hat er seinen Fuss im Spiel, mit seiner Schnelligkeit stets Gefahrenherd.Axel Bakayoko: Note 4,5. In vielen Offensivaktionen hat er seinen Fuss im Spiel, mit seiner Schnelligkeit stets Gefahrenherd.
Daniel Lopar: Note 4. Kurz nach seiner Einwechslung reagiert er mit einem Reflex stark. Danach hat er kaum mehr Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.Daniel Lopar: Note 4. Kurz nach seiner Einwechslung reagiert er mit einem Reflex stark. Danach hat er kaum mehr Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.
Tranquillo Barnetta: Note 5. Trifft einmal mehr als Einwechselspieler souverän. Weiss stets etwas mit dem Ball anzufangen.Tranquillo Barnetta: Note 5. Trifft einmal mehr als Einwechselspieler souverän. Weiss stets etwas mit dem Ball anzufangen.
Angelo Campos: keine Note. Kommt in den Schlussminuten.Angelo Campos: keine Note. Kommt in den Schlussminuten.
14 Bilder

Ashimeru der Beste, Stojanovic der Schlechteste: Die Noten der FCSG-Spieler nach dem Sieg gegen Xamax

Der Schlechteste

Dejan Stojanovic. Der Goalie bringt mit seinem übermotivierten Ausflug aus dem Strafraum und dem darauf folgenden Platzverweis seine Teamkollegen arg in die Brédouille.

Der Aufreger

St. Gallens Torhüter Dejan Stojanovic sah in der 35. Minunte nach einer Notbremse rot. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

St. Gallens Torhüter Dejan Stojanovic sah in der 35. Minunte nach einer Notbremse rot. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die rote Karte gegen Dejan Stojanovic. Foul ist's, aber verhinderte der Goalie auch eine klare Tormöglichkeit? Die Meinungen auf den Rängen im Kybunpark gingen auseinander.

Der Schiedsrichter

Der Platzverweis gegen Dejan Stojanovic ist vertretbar. Ansonsten pfeift Schiedsrichter Adrien Jaccottet ziemlich kleinlich und zieht so zwischenzeitlich den Unmut der St.Galler Fans auf sich.

Die Fans

Die St.Galler Anhänger feiern ihre Mannschaft 90 Minuten lang. Auch für Unglücksrabe Dejan Stojanovic gibt's aufmunternde Sprechchöre, als er nach dem Platzverweis vom Feld geht.

Die Reaktionen

FCSG-Trainer Peter Zeidler: «Die rote Karte hat uns sicher nicht gut getan. Wir hatten vor der Pause auch Glück, dass der Kopfball an die Latte ging. Wenn wir mit 1:1 in die Pause gehen, bin ich nicht sicher, ob wir das Spiel auch gewinnen. Warum habe ich Guillemenot aus dem Spiel genommen? Bakayoko und Kutesa hatten mehr Spielpraxis in den vergangenen Wochen. Guillemenot dürfte bei diesem Resultat aber nicht allzu enttäuscht sein. Wir sind sehr, sehr froh über den Sieg. Wir entwickeln uns, und das ist das Wichtigste.»

Xamax-Trainer Stéphane Henchoz: Wir wussten, dass es in St.Gallen schwierig werden würde. Nach dem Gegentreffer haben wir es nicht geschafft, in die Partie zurückzukommen. Das 2:0 durch einen Konter war dann besonders ärgerlich.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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