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SAISONENDE: Der FC St.Gallen geht in Basel ein

Der FC St. Gallen tritt beim 1:4 in Basel solider auf, als es das Resultat vermuten lässt. Dem entfesselten Meister hat er in der zweiten Halbzeit aber nichts mehr entgegenzusetzen. Eine Fanaktion nach der Pause prägt das Spiel mit.
Ralf Streule
Der Basler Renato Steffen vernascht die St.Galler Abwehr und Roy Gelmi (links), Torhüter Dejan Stojanovic und Andreas Wittwer und schiesst zum 2:1 ein. (Bild: PATRICK STRAUB (KEYSTONE))

Der Basler Renato Steffen vernascht die St.Galler Abwehr und Roy Gelmi (links), Torhüter Dejan Stojanovic und Andreas Wittwer und schiesst zum 2:1 ein. (Bild: PATRICK STRAUB (KEYSTONE))

Es war ein Novum, zumindest im Schweizer Fussball. Mitten im Spiel, man zählte die 70. Minute, gehörte das Feld für fünf Minuten den FC-Basel-Fans. Hunderte hatten das Feld beim Stand vom 1:2 betreten, friedlich gestürmt gewissermassen. Und das Publikum auf den Rängen applaudierte: Die Fans hatten eine Botschaft auf ihrem Transparent, die allen gefiel. «Chapeau Bärnie», eine Verneigung vor dem scheidenden Präsidenten Bernhard Heusler. Und als kurz darauf das Spiel weiterging, war im St. Jakob-Stadion die Stimmung auf dem Höhepunkt – und der entfesselte FC Basel kam zu zwei weiteren Toren.

Bild: Manuel Nagel
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Der Platzsturm hat begonnen: Bebbi-Fans betreten in Scharen ungehindert den Rasen. (Bild: Freshfocus)
St.Gallen-Trainer Giorgio Contini und sein Basler Antipode Urs Fischer begrüssten sich herzlich. (Bild: Freshfocus)
Die Mannschaften laufen im St.Jakob-Park ein. (Bild: Freshfocus)
Torschützen unter sich: Seydou Doumbia (links) und Renato Steffen. (Bild: Freshfocus)
Kurzer St.Galler Jubel nach dem herrlichen Ausgleichstreffer von Danijel Aleksic (2.v.r.) (Bild: Freshfocus)
Die umstrittene Aktion der Basler Anhänger - sie feiern Präsident Bernhard Heusler. (Bild: Freshfocus)
Die Aktion für Bernhard Heusler blieb zwar friedlich, wirft aber trotzdem einige Fragen auf. (Bild: Freshfocus)
Der Basler Anhang feiert seinen Präsidenten. (Bild: Freshfocus)
St.Gallen-Goalie Stojanovic musste sich vier Mal bezwingen lassen. (Bild: Freshfocus)
St.Gallen-Verteidiger Karim Haggui musste einstecken. (Bild: Freshfocus)
Bald ein Basler? Albian Ajeti wird von den Bebbi heftig umworben. (Bild: Freshfocus)
Tranquillo Barnetta hatte in diesem Spiel nicht viel zu melden. (Bild: Freshfocus)
Renato Steffen feiert sein 2:1. (Bild: Freshfocus)
Silvan Hefti wird von Renato Steffen bedrängt. (Bild: Freshfocus)
Giorgio Contini gibt Anweisungen - genützt haben sie nicht viel. (Bild: Freshfocus)
Matias Delgado nimmt eine St.Galler Hürde. (Bild: Freshfocus)
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Platzsturm und hohe FCSG-Pleite beim Meister



Die Luft bei den St. Gallern war draussen. Und Trainer Giorgio Contini liess es sich danach nicht nehmen, die Fanaktion als nicht ganz fairen Wendepunkt des Spiels zu bezeichnen. Die Aktion wurde zum dritten Akt der Basler Feierlichkeiten. Vor dem Spiel wurde Trainer Urs Fischer verabschiedet, nach dem Spiel wurde die Meistertrophäe entgegengenommen – in Anwesenheit von Roger Federer und Ex-Baslern wie Scott Chipperfield, Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri.

Aleksic wiederholt Kabinettstückchen von 2015

Das Entscheidende im Kehrausspiel hatte sich aber in den Minuten vor der Fanaktion abgespielt. Boris Babic, der für den wohl scheidenden Albian Ajeti von Beginn weg zum Einsatz kam, versagten beim Stand von 1:1 alleine vor Tomas Vaclik die Nerven. Im Gegenstoss erzielte Renato Steffen abgeklärt das 2:1. Schon dies hatte den St. Gallern den Schwung genommen, den sie zuvor noch gehabt hatten.

Danijel Aleksic: Note 5. Dem Serben gelingt wie schon vor zwei Jahren in Basel ein traumhaftes Freistosstor. Auch sonst zeigt er eine ambitionierte und technisch starke Leistung, scheint wieder lockerer Fussball zu spielen wie noch vor einigen Wochen. (Bild: PD)
Marco Aratore: Note 4. Er macht als Offensivspieler vor allem zu Beginn eine gute Figur, bringt mit Tempovorstössen einige Male Gefahr vors Basler Tor. Gegen Ende der Partie aber immer weniger zu sehen. (Bild: PD)
Boris Babic: Note 3. Er vergibt nach einer Stunde die Grosschance zur 2:1-Führung für den FC St.Gallen. Der 19-Jährige tut sich gegen Basel-Verteidiger Marek Suchy von Beginn weg schwer, wirkt noch etwas schwerfällig. In einigen Situationen kann er den Ball aber gut behaupten. (Bild: PD)
Tranquillo Barnetta: Note 3. Auch er bekommt kaum Zugriff aufs Spiel, in der Vorwärtsbewegung erwartet man von ihm mehr Überraschendes. (Bild: PD)
Gianluca Gaudino: Note 3. Der Deutsche bekommt trotz engagiertem Auftreten noch immer wenig Einfluss aufs Spielgeschehen. Körperlich gegen die Basler Gegenspieler oft unterlegen. (Bild: PD)
Roy Gelmi: Note 4. Er wird schon nach wenigen Minuten für den verletzten Mario Mutsch eingewechselt. Steht beim ersten Gegentor zu wenig nahe bei Seydou Doumbia. Sonst aber stabil, wenn auch ohne Impulse nach vorne. (Bild: PD)
Karim Haggui: Note 4. Trotz den vier Gegentoren: Der Tunesier wirkt als Abwehrturm stabil, organisiert die Defensive ruhig. (Bild: PD)
Silvan Hefti: Note 5. Er fällt einmal mehr auf mit Ballsicherheit und Zweikampfstärke. Beginnt in der Innenverteidigung, übernimmt nach Mutschs Ausfall auf seiner angestammten Position rechts aussen. (Bild: PD)
Dejan Stojanovic: Note 4. Beim ersten Gegentor sieht er nicht sehr glücklich aus. Hält die St.Galler danach aber mit einem Reflex gegen einen Doumbia-Kopfball im Spiel. Bei den weiteren Gegentreffern gibt es für ihn nichts zu halten. (Bild: PD)
Alain Wiss: Note 4. Lange Zeit ein sicherer Wert vor der Abwehr. Nach vorne mit wenigen Aktionen, aber mit einer kämpferisch guten Leistung. (Bild: PD)
Andreas Wittwer: Note 3. Er zeigt ein unauffälliges Spiel, defensiv einigermassen solid, nach vorne aber ohne nennenswerte Aktion. (Bild: PD)
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Die Noten der FCSG-Spieler gegen den FC Basel


Zwei Fragen hatten sportlich noch beantwortet werden müssen an diesem Abend: Wird Urs Fischer bei seinem Abschiedsspiel mit dem FC Basel noch einen Clubrekord aufstellen, was Punkte und Tore anbelangt? Und würde Seydou Doumbia doch noch alleiniger Torschützenkönig vor Guillaume Hoarau? Beide Antworten lauteten am Ende Ja. Doumbia hatte schon in der 14. Minute ein erstes Mal getroffen: Eine scharfe Hereingabe von Matias Delgado musste der Ivorer nur noch ablenken. Er traf am Ende auch noch zum 3:1 – seinem 20. Tor der Saison.
St. Gallen fiel nach dem Gegentor nicht auseinander, mit selbstbewusstem Spielaufbau versuchte es, die Basler in Verlegenheit zu bringen. Es war schliesslich Danijel Aleksic – er lieferte eines seiner besten Spiele der Saison ab –, der für die St. Galler ausglich: Per herrlichem Freistosstor, das an jenes vor zwei Jahren an gleicher Stätte erinnerte.

Auch nach der Pause schien St. Gallen noch an einer Überraschung zu schnuppern, bevor die ganze Euphorie im Stadion über die Ostschweizer hereinbrach. Es war ein berauschender Abend für die Basler – und ein nicht ganz so ernüchternder für Continis St. Gallen. Ernüchternd endete aber das Abschiedsspiel von Mario Mutsch. Der Luxemburger wurde bereits nach fünf Minuten verletzt ausgewechselt. Er hätte einen anderen Abgang verdient.

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