Saibene wünscht FCZ-Afrikanern klirrende Kälte

FUSSBALL. Am Samstag startet der FC St.Gallen mit einem Heimspiel gegen den FC Zürich in die Rückrunde. Jeff Saibene über die tiefen Temperaturen, den Konkurrenzkampf in seinem Kader und sein Bauchgefühl.

Daniel Walt
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Jeff Saibene, Trainer des FC St.Gallen. (Bild: Keystone)

Jeff Saibene, Trainer des FC St.Gallen. (Bild: Keystone)

Am Samstag Fussball, am Sonntag Skifahren: Wer morgen den Match FC St.Gallen – FC Zürich besucht, kann mit seiner Saisonkarte oder dem Einzeleintritt am Sonntag im Rahmen einer Spezialaktion im bündnerischen Tschiertschen gratis auf die Skipiste. Jeff Saibene, Cheftrainer des FC St.Gallen, hofft, dass schon am Samstag möglichst eisige Temperaturen in der AFG Arena herrschen: "Dann wird es etwas kalt für jene Spieler des FC Zürich, die erst gerade vom Afrika Cup zurückgekehrt sind", sagte Jeff Saibene an der Medienorientierung vom Freitag. Und schob mit einem Schmunzeln einen Ratschlag an seinen Zürcher Trainerkollegen Urs Meier nach: "Ich an seiner Stelle würde die Afrikaner keinesfalls spielen lassen – nachher sind sie bloss krank."

"Wollen wir nicht nochmals erleben"
Der FC St.Gallen hat am Samstag guten Grund, den Afrikanern im Kader des FC Zürich besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Im 0:2 verlorenen Heimspiel vom vergangenen August traf der frühere Espe Franck Etoundi aus Kamerun für die Zürcher einmal. Und beim 1:1 im Auswärtsspiel im Letzigrund im Herbst war der Tunesier Yassine Chikhaoui für den FCZ erfolgreich. "Der FC Zürich ist das einzige Team, das uns in der Vorrunde in der AFG Arena geschlagen hat. Das wollen wir nicht noch einmal erleben", sagt Jeff Saibene. Als generelles Ziel für die zweite Saisonhälfte hat er ausgegeben, die gute Vorrunde zu bestätigen und so lange wie möglich an den vorderen Plätzen dranzubleiben.

Lob für Facchinetti
Im Kampf um einen Europa-League-Platz und um ein möglichst weites Vorstossen im Cup kann Jeff Saibene auf ein ausgeglichenes Kader zählen. "Der Konkurrenzkampf ist gross, praktisch jede Position ist doppelt besetzt", sagt der Luxemburger. Er werde deshalb oftmals einfach seinem Bauchgefühl vertrauen beim Entscheid, wer spielen werde. Am Samstag wird dies auf der linken Aussenverteidiger-Position Mickaël Facchinetti sein – er hat laut Saibene im Vergleich mit Neuzugang Daniel Dziwniel die Nase derzeit leicht vorne. Der Cheftrainer erwartet vom Westschweizer, dass er sich wie der zu Rennes transferierte Ermir Lenjani noch vermehrt in Offensivaktionen einschalten wird.

Zunächst Herzog im Tor
Voll des Lobes ist Jeff Saibene auch für Offensivspieler Marco Aratore, der sich während der Vorbereitung wie Mickaël Facchinetti in den Vordergrund gespielt hat. Auch über den lange verletzt gewesenen Stürmer Daniel Sikorski, dessen Transfer zu Vaduz sich zerschlagen hat, äussert sich der Cheftrainer positiv: "Er ist zuletzt näher herangerückt und wird zu seinen Einsatzmöglichkeiten kommen, wenn er so weitermacht", sagt Jeff Saibene. Im Tor startet der Luxemburger mit Marcel Herzog in die Rückrunde, in der Offensive bezeichnet er vor dem ersten Spiel gegen den FC Zürich Albert Bunjaku vorerst als gesetzt. Verzichten muss der FC St.Gallen gegen den FCZ hingegen auf Defensiv-Abräumer Everton: Der Brasilianer sitzt eine Gelbsperre ab.

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